Die neue Björn Kleinhenz-Single
- MP3-Download Björn Kleinhenz «At night we die»

Der Indie-Pop-/Shoegaze-/Wave-/Tweepop-/ Electropop- und MP3-Blog - jeden Tag legale kostenlose Downloads neuer und guter Indie-Musik, vor allem aus Skandinavien, Nordamerika & England. Plus ein paar kritische Begleittöne zum Leben allgemein. Achtung: Viele Songs stehen nur für begrenzte Zeit im Netz!
In grauer Vorzeit, zu Beginn meines CiC-Blogs, hatte ich schon mal die indonesische Trip Hop-Band Everybody Loves Irene vorgestellt und in höchsten Tönen gelobt. Damals gab es die ersten Demoaufnahmen ihrer melancholisch-dunklen Songs, die durchaus an Portishead erinnern, aber nicht so melodie- und strukturlos daher kommen, sondern sich eher an sanften Melodien orientieren. Gestern nun erhielt ich eine Nachricht vom Bandmitglied Adit, dass ELI im August ihr zweites Album «On 2nd Thoughts I Might Wanna Change Something» herausgebracht hätten und dieses nun außerhalb von Indonesien als kostenlosen Download vertreiben - und das Debütalbum gibt es ebenfalls gratis! Toll! Das neue Album knüpft nahtlos an frühere Glanztaten an und erzeugt wiederum eine latent schwebende Abendstimmung in einer neondurchfluteten Großstadtnacht. Wem also nach ein wenig Melancholie im beginnenden Winter ist, sollte hier unbedingt ein Ohr riskieren!
Nachdem ich vor einigen Wochen mit Suki Ewers schon eine Musikerin aus dem Mazzy Star-Umfeld vorstellte, möchte ich Euch heute eine irische Band, deren Sound und Gesang eine höchst gelungene Schnittmenge aus Mazzy Star, den Cranes und The Jesus & Mary Chain darstellt: Low Sea. Shoegazeiger Indiefolk mit weiblichem Gesang und dunkel-melancholischer Atmosphäre, was kann es an solch einem trüben Tag schöneres geben? Die Band hat mir netterweise ihren tollen Song «Couldn't help myself» als Download zur Verfügung gestellt. (Danke an Nannette für den Tipp!)
Gerade habe ich die brandheiße Nachricht von Falk von af-music erhalten, dass die Wave-Band Curious (aus meiner Ex-Heimatstadt Bielefeld) am 14. November ihr neues Album «Arrythmea» auf dem Sonorium-Label veröffentlichen wird - und ab dem 28.10 gibt es die Vorauskopplung «Days» als Netsingle (kostenlos!). Damit aber noch nicht genug: einen weiteren Track, nämlich das sehr gelungene «J. Mary», mit dem sich Curious von ihren Vorbildern The Cure weiter emanzipieren.
Mache Promomails, die mich so erreichen, sind die Zeit nicht wert, die ich in ihr Lesen investiere. Andere hingegen enthalten kleine Perlen. So auch heute, als ich Post aus Schweden erhielt, in dem mir die Stockholmer Band doublePark empfohlen wurde. Hochsympathischer Lofi-/Indietronic-Pop mit Girl/Boyvocals, der nicht ZU schablonenhaft skandinavisch daherkommt. Zwei Songs darf ich Euch im Blog auch zum Download anbieten - vor allem «If I was a girl» ist sehr hübsch!
Wenn das mal keine sensationelle Nachricht ist – die amerikanische Waveband For Against kommt zum ersten Mal in ihrer inzwischen 25jährigen Karriere zu einigen Konzerten nach Deutschland! Und sogar nach Hamburg, wie schön. Wer da nicht hingeht, verpasst eine historische Chance und wird sich für den Rest seinses Daseins vor Wut in den Allerwertesten beißen.
Hier noch ein schneller Tipp für Freunde der harmonisch poppigen Gitarrenmusik - Nat Johnson ist eine Singer/Songwriterin aus Sheffield (ja, der Stadt von Pulp & Richard Hawley!), die gerade ihre neue Single «Dirty rotten soul» herausbringt und uns dazu auch ein nettes Video präsentiert. Ein bisschen Amy Macdonald ist hier unüberhörbar...
Wenn das schwedische Label Labrador einen neuen Künstler unter Vertrag nimmt, kann man eigentlich davon ausgehen, dass er tolle Musik macht. So war es bisher (meistens), und so ist es auch beim neuesten Spross: Pallers. Der erste Song «Humdrum», Titeltrack der Anfang Dezember erscheinenden EP, klingt auf jeden Fall vielversprechend - elektronischer Indiepop mit Melodie, so wie man es von Schweden gewöhnt ist.
Bands mit ganz vielen ! im Namen machen in der Regel hektische Rockmusik. Dies ist bei Five!Fast!!Hits!!! tendenziell zwar auch so, allerdings wird hier doch erfreulicher Weise auch auf die Melodie geachtet. Das Quartett aus München hat letztes Jahr sein Debütalbum herausgebracht und war u.a. mit The Rifles und The View auf Tour. Das passt vom Sound her auf jeden Fall, denn die Bayern klingen sehr britisch. Nun gibt es eine neue Single - «Keep my name out your mouth» -, und diese verschenken sie zusammen mit der B-Seite «One man riot».“Die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen ist aus wirtschaftlichen Gründen unverzichtbar. Ein Überleben können wir uns im Interesse des Wirtschaftswachstums nicht leisten.”Gefunden via „Es geht um was”.
Die tägliche Dosis Shoegaze/Noiserock gefällig? Ich hätte da etwas im Angebot, nämlich die neue EP der amerikanischen Band Shiloe. «And now the screaming starts» erscheint auf New And Used Records und der sehr feine Track «Gone» (der auch etwas von Adorable und Sonic Youth hat, wie ich finde) steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Dank!
Die 80er sind lebendiger als je zuvor, ja vielleicht lebendiger, als in den 80ern selbst. Musikalisch gibt es immer wieder neue Bands, die sich auf diese Dekade beziehen - wie beispielsweise das Berliner Duo Neo Filigrante, das auf analogen Synthies basierenden Elektropop spielt. Das Beste zum Schluss: ihr gesamtes Album «Tresh» gibt es als kostenlosen legalen Download! Eine noble Geste.
Und ebenfalls seit gestern habe ich mein neues Blogprojekt Konsumpf ins Netz gezaubert. Hier werde ich mich verstärkt mit dem befassen, was Ihr hin und wieder hier auch schon mal lesen konntet, also kritische Anmerkungen zur Konsumgesellschaft, zu schädlicher Konzernpolitik und Reklameüberdruss (Culture Jamming), zum Discounter- und Billigwahn genauso wie zum Markenfetischismus und den grundlegenden Problemen unseres Geldsystems. Schaut doch mal vorbei! Derzeit befindet sich die Website noch im Aufbau, es werden aber ständig Lücken gefüllt.
Nachdem ich neulich mit Mintzkov eine belgische Band vorstellte, wandere ich heute ein wenig weiter im Benelux-Gebiet und möchte Euch mit AC Berkheimer ein holländisches Quartett empfehlen, die gerade mit «In a series of long days» ihr zweites Album vorgestellt haben. Es werden Parallelen zu My Bloody valentine aber auch Electrelane gezogen, denn ihre Musik hat sowohl atmosphärische Gitarren wie auch durchaus knackigere Songstrukturen.
... jedenfalls wenn es um die gleichnamige schwedische Band geht. Das Musikerkollektiv aus Malmö, das uns in der Vergangenheit bereits mit zwei schönen kostenlosen EPs erfreute, hat in den vergangenen Monaten weitere Songs gratis auf ihrem Blog zur Verfügung gestellt, worauf sie mich eben gerade netterweise hinwiesen. Wer also typisch skandinavischen Indiepop mit elektronischen Einflüssen mag, sollte hier unbedingt zugreifen!
Mexikanische Bands schaffen es nicht allzu oft in meinen Blog (ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt schon mal eine hier vorgestellt habe?), aber heute ist es mal soweit. Bei Carrie handelt es sich um ein Duo aus Guadalajara, die eine Mischung aus Indietronica, Twee und Pop spielen, die sanft und entspannt dahin gleitet und eigentlich so auch aus Schweden stammen könnte. Jüngst ist das Album «1981» erschienen, das allerdings nicht so retro klingt, wie es der Titel Glauben machen will. Die EP, die sie gemeinsam mit dem Oslo Deadtrash Project eingespielt haben und die ebenfalls dieses Jahr heraus kam, gibt es sogar komplett als kostenlosen Download im Netz. (Danke an Timo für den Tipp.)
Die derzeit tobende Finanzkrise führt aktuell nicht nur das neoliberale Gedöns vom "perfekten, sich selbst regulierenden Markt" ad absurdum (denn kein Markt war in den letzten Jahren so dereguliert worden wie der Finanzmarkt - mit den nun zu "bewundernden" Folgen), sondern lässt uns auch im Fernsehen ungewöhnliche Allianzen erblicken (in einer Talkshow war CSU-Mann Gauweiler beispielsweise ganz auf einer Linie mit dem Vertreter Der Linken, was die Konsequenzen angeht, die nun gezogen werden sollten), aber auch so erstaunliche Diskussionen erkennen wie gestern bei "Hart aber fair", wo CDU- und Wirtschaftsvertreter sich so darstellten, als wäre es schon immer ihr ureigenstes Anliegen gewesen, das Banken- und Finanzwesen rigoros einzugrenzen. Hinterher sind eben alle schlauer...
Dass all diese Probleme nicht nur auf Verfehlungen einzelner Akteure, sondern letztlich auch auf die grundsätzliche Konstruktion unseres Wirtschafts- und auch Geldsystems zurückzuführen sind, zeigt vielleicht auch der Film «Money as debt - Geld als Schuld» von Paul Grignon sehr anschaulich. In den 47 unterhaltsamen Minuten erfährt unsereins vieles über unser Geld, wo es herkommt, wie es sich vermehrt, welche Gefahren hierin lauern - sehr interessant und aufschlussreich! Tatsächlich war mir vieles davon so vorher auch nicht bekannt.
Wie wär's mal mit ein paar ätherischen Klängen, um der Schwere des Regens und des Gemüts entgegenzuwirken? Die deutsche Band Alphawezen steht bei mir schon längere Zeit auf dem Zettel, und heute scheint mir der richtige Tag, um Euch ihre Musik (die die Band selbst als Schwebcore Pop und Ambient bezeichnet) vorzustellen. Elektronische Klangpassagen umgeben den Hörer, gesampelte Gitarren und Geigen sowie trip-hoppige Rhythmik treiben die Lieder, getragen von fragilen Stimmen der wechselnden Sängerinnen. Fehlt nur noch die Flasche Rotwein. Dieses Jahr wurde eine Remix-EP sowie ein Rerelease des ersten Albums «En passant» herausgebracht.