Dead Heart Bloom, Julia Shapiro


Dead Heart Bloom «Run Like Spies» – seit Jahren veröffentlicht das Trio aus Washington mit schöner Regelmäßigkeit wunderbare Indie-Folk-Rock-Gitarrenmusik und wird von mir hier im Blog deshalb auch immer wieder ins Rampenlicht gezerrt. Auch ihr neuer Song «Run Like Spies» ist sehr gelungen, vielleicht etwas düsterer und synthielastiger als gewohnt.


Julia Shapiro «Shape» – mit dieser Art von atmosphärischem Dreampop/Shoegaze rennt man bei mir natürlich (nach wie vor) offene Türen ein. Die Sängerin der Band Chastity Belt ist hier auf Solopfaden unterwegs und hat jüngst ihr Debütalbum «Perfect Vision» herausgebracht.


whenyoung, The Blue Herons


whenyoung «In My Dreams» – das junge Trio aus Limerick in Irland hatte ich Euch letztes Jahr schon einmal vorgestellt. Nun ist ihr Debütalbum «Reasons to Dream» erschienen und enthält u.a. solche Indiepop-Perlen wie diesen fluffigen Song hier, der mich zuweilen auch etwas an Mew erinnert, allerdings ohne so verschwurbelt zu sein. Prima Musik für den Sommer!



The Blue Herons «the way you look at me (feat. krissy vanderwoude)» – aus der Schweiz stammt dieses Projekt von Andi Jossi, der früher u.a. auch mit Churchhill Garden schon des öfteren bei Coast Is Clear zu Gast war. Sein neues Lied ist wieder wunderbarer DreamPop, veredelt durch die Stimme von Krissy Vanderwoude.

Phantogram, Frittenbude


Phantogram «Into Happiness» – ich weiß jetzt gar nicht, ob ich das New Yorker Duo schon einmal in meinem Blog erwähnt habe, aber spätestens jetzt ist es endlich soweit. Die neue Single zeigt die Band wieder einmal von ihrer stilübergreifenden Seite und vermischt Elektronik, TripHop und andere Einflüsse zu einem treibenden und dennoch atmosphärischen Ganzen. Sehr gelungen!



Frittenbude «Insel» – okay, Frittenbude fand auf jeden Fall noch nie in meinem Blog Berücksichtigung, aber mit ihrem neuen Song haben es die Jungs aus Berlin geschafft. :-)

Konzertbericht: Westkust und Beverly Kills im Fahrradkinokombinat in Kiel


Kiel hat wahrlich keine unüberschaubar große Anzahl an Clubs, in denen Indiekonzerte stattfinden. Und trotzdem war ich letzte Woche das erste Mal in der Alten Mu Schule/fahrradkinokombinat, das einen sympathischen Charme von alternativem Veranstaltungszentrum hat. Da skandinavische Gitarrenbands nicht mehr ganz so oft Station an der Förde machen wie noch vor 10–15 Jahren, waren die Auftritte von Beverly Kills und Westkust aus Schweden natürlich Pflichtprogramm. Der Laden selbst hat Flair und ist mit an die 100 Gästen gut gefüllt.

Den Auftakt machte das erst jüngst ins Leben gerufene Quartett Beverly Kills aus Göteborg – die Handvoll Songs, die es bisher von ihnen im Netz zu hören gibt, sind allesamt super, was sie dann auch live erstaunlich souverän unterstreichen. Durch den Einsatz eines Keyboards wirken viele Lieder angenehm poppig, ohne aber an Druck und Wave-igkeit zu verlieren. Stimmlich erinnert mich die Sängerin ein bisschen an die der Landsleute von Makthaverskan, nur nicht ganz so schräg. Da BK noch auf keinen nennenswerten Backkatalog zurückgreifen können, war das Konzert leider auch schon nach einer halben Stunde zu Ende – für mich waren sie auf jeden Fall das Highlight des Abends.

Als zweites trat dann die lokale Kieler Band Mood Change auf, die mich mit ihrem an 90er US-Grunge/Alternative-Bands erinnernden Sound ehrlich gesagt nicht so mitrissen. Den Schlusspunkt des Abends setzte dann die zweite schwedische Gruppe, Westkust, die ich ja auch hier im Blog schon ein paar Mal vorgestellt habe. Ihr Sound ist merklich gitarrenlastiger und shoegaze-artiger als der von BK, trotzdem haben auch sie diese für junge schwedische Acts derzeit so typischen Waveanklänge in ihrer Musik. Leider fehlte einer der Sänger, der ihren Songs sicher noch etwas mehr Abwechslungsreichtum gegeben hätte. Aber auch ihr Set war sehr unterhaltsam.

Insgesamt war es ein schöner Abend bei sommerlichem Wetter – Kiel hat also wieder eine neue Anlaufstelle für gute Gitarrenmusik.

JARV IS..., Twin Oaks


JARV IS... «Must I evolve?» – ja, richtig, hinter diesem Pseudonym verbirgt sich das neue Projekt von Pulp-Sänger Jarvis Cocker. Ich war ja immer großer Fan der Band, fand aber seine Solo-Sachen und anderen Bands, die er danach hatte, ehrlich gesagt nicht mehr ganz so toll. Um so erfreuter bin ich über die neue Single, die mich echt begeostert. Sie erinnert etwas an ganz frühe Pulp-Zeiten (vor «His’n’Hers») und besticht auch durch eine gewissen Psychedelik-Einfluss.



Twin Oaks «Getting nowhere» – ein steter Garant für gute, melancholische Gitarrenmusik ist dieses Duo aus Los Angeles, das ich Euch auch mit dem neuen Song unbedingt ans Herz lege.


The Stroppies, The Golden Filter


The Stroppies «Nothing At All» – doch doch, ich habe auch den Indie- und TweePop nicht vergessen – The Stroppies aus Australien zeigen mit ihrem kaum zweieinhalb Minuten langen Song, wie man flott und beschwingt die Gitarre zum Swingen bringt. :-) Der leichte LoFi-Touch macht das Ganze noch charmanter. Der Track stammt vom neuen Album «Whoosh».



The Golden Filter «Talk Talk Talk» – wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glatt denken, bei diesem Song des Londoner Duos handelt es sich um einen verschollenen Track aus dem Jahr 1982. Tatsächlich stammt er aber aus dem letzten Jahr!

Second Still, Hatchie


Second Still «Closer» – ach ja, mit den „guten, alten“ 80er Wave-Klängen kriegt man mich halt doch immer wieder. So hat auch diese Band aus Los Angeles leichtes Spiel bei mir – perlende Coldwave-Synths, dunkle Bassläufe und leicht abgründige Atmosphäre sind die Merkmale ihrer Musik, die sie auf ihrem just erschienenen Album «Violet Phase» zelebrieren.



Hatchie «Obsessed» – mittlerweile keine Unbekannte mehr ist Hatchie, die ich im Blog schon mehrfach erwähnt habe. Nun kommt kurz vor Veröffentlichung ihres mit Spannung erwarteten Debütalbums noch eine weitere Single heraus, die mir wieder super gefällt.


Westkust und Beverly Kills auf Tour in Deutschland, u.a. in Kiel (!) und Hamburg


Vor rund 10 Jahren gab es mal eine güldene Phase des skandinavischen Indiepops, die dazu führte dass Bands wie Cats on Fire, The Mary Onettes, Paris oder Pelle Carlberg sogar in Kiel auftraten. Zu meiner großen Freude, versteht sich. Mittlerweile sind solche Auftritte an der Förde rar geworden – umso mehr freue ich mich, Euch verkünden zu können, dass die schwedischen Bands Westkust und Beverly Kills es tatsächlich auch nach Kiel schaffen! Sie werden am Freitag, den 31.5. in der alten Mu-Schule/Alte Mu Impuls-Werk e.V. (Fahrradkinokombinat, Lorentzendamm 6–8) zu sehen sein und ihren wunderbaren Schrammelpop zum Besten geben. Gerade haben Westkust auch ihr neues Album herausgebracht.

Weitere Termine ihrer Tour:
30.05. Hamburg / Astrs Stube
01.06. Jena / Kassablanca
03.06. Berlin Friedrichshain / Cassiopeia
04.06. Offenbach am Main / Hafen 2
05.06. Essen / Emokeller
07.06. Köln / AZ Bleibt! Fest II / Autonomes Zentrum Köln
08.06. Münster / Gleis 22