a子 (Ako) «モナリザ (Mona Lisa)» – bei japanischer Musik habe ich ja des öfteren so meine Probleme damit, sie in die üblichen Schubladen zu stecken. Bei der Sängerin und Songschreiberin Ako, die seit rund 6 Jahren aktiv ist und dieses Jahr erst ihr neues, gelungenes Album «lovely moments» veröffentlicht hat, geht es mir wieder so. Ihr Sound hat etwas von Indie und Pop, aber auch andere Elemente, und gerade ihre früheren Sachen sind teils durchaus etwas schrammelig. Aktuell ist ihr Sound eher soft, und sie singt auch in sehr hauchiger Weise (was sie früher nicht getan hat). Und auch wenn sie sich damit ein wenig der emotionalen Vielfalt beim Singen nimmt, gefallen mir ihre Songs doch ziemlich gut, wie diese Single.
The Darling Buds «Intruder» – echte Urgesteine des britischen Indie sind The Darling Buds, die damals Mitte/Ende der 1980er mit Bands wi The Primitives ziemlich angesagt waren. Nach langer Pause haben sie sich vor einigen Jahren wieder zusammengetan und veröffentlichen nun auch wieder neue Musik. «Intruder» hat definitiv etwas von ihrem alten Charme.
Masal & Emma Anderson «Pause the Rain» – ehrlich gesagt hatte ich bis zur Veröffentlichung dieser Single noch nie etwas von dem britisch-türkischen Duo Maasal gehört und bin nur durch Emma Anderson (die man vor allem aus ihrer Zeit in der englischen Shoegaze-Legende Lush kennt) auf das Lied aufmerksam geworden. Der Song bringt auf jeden Fall wunderbar psychedelische Shoegaze-Elemente mit Emmas angenehmer Stimme zusammen und ist für mich eine erfreuliche Überraschung.
Sad Happy Birthdays «Kiss Goodbye» – ich dachte mir, ich bleibe soundmäßig in dreampoppigen Gefilden, wechsel aber mal wieder nach Japan. Die Sängerin Katie Ford, Tochter eines Amerikaners und einer Japanerin, spielt sehr westlich orientierten Indiepop mit englischsprachigen Texten, der an die güldene Indie-Zeit in den 1980er & 1990ern erinnert. Ihre neue Single ist wirklich sehr ohrenschmeichelnd und stammt von ihrem Debütalbum.
the dresscodes «Noise Era» – ich bin ja durchaus ein Freund noisiger Gitarren - WENN sie melodisch eingebettet sind. Von daher war es keine Überraschung, dass mich die neue Single der japanischen Band the dresscodes voll abgeholt hat, zumal das Video in Paris spielt. the dresscodes gibt es seit über 10 Jahren, damals waren sie noch ein Quartett, aber heutzutage ist nur noch Sänger und Songschreiber Ryohei Shima dabei, der mit wechselnden Gastmusikern spielt. Seine neue Anti-Kriegs-Single ist derzeit aktueller denn je...
Metric «Antigravity» – alte Bekannte sind natürlich Metric aus Kanada, die gerade ihr neues Album «Romanticize The Dive» herausgebracht haben, auf dem u.a. dieser tolle Song zu finden ist (der aber (bisher) keine Single war).
Shye «Are you coming home?» – die junge Sängerin Shye stammt aus Singapur und hat es geschafft, auch international eine zumindest kleine Fangemeinde aufzubauen. Ihre Musik geht stark in Richtung Dreampop, Britpop und etwas, das sie "Shyegaze" nennt – die Atmosphäre ist also sehr verträumt, die Gitarrenwände hallen und darüber schwebt ihre angenehme Stimme. Seit 2020 hat sie schon eine ganze Reihe Alben und Singles veröffentlicht, und auch ihr neuester Track ist wieder richtig schön geworden.
寒中遊泳 (Kanchu yuei) «甘い復讐 (Amai fukushū)» – ich bleibe mal bei verträumteren Klängen, wechsel aber nach Japan. Das im Gegensatz zu Shye noch sehr unbekannte Projekt Kanchu yuei hat gerade das Debüt-Musikvideo zu «Sweet revenge» veröffentlicht, die soundmäßig zwischendrin durchaus auch mal etwas die Krallen ausfährt und emotional dicht ist. Ziemlich vielversprechender Beginn ihrer Karriere! Die Debüt-EP «Di-acute» ist auch gerade erschienen.
Heute ist es wieder soweit und meine 16. Sendung liegt an – ich werde am Do., 18.6. um 20 Uhr wieder für eine Stunde im Internetradio auf RadioStoneFM zu hören sein. Wie üblich zuerst nur live, d.h. man muss zeitnah den Player anstellen, um die Sendung hören zu können.
In dieser Sendung gibt es meinen Halbjahresrückblick, mit meinen bevorzugten Songs 2026 (bisher).
Hört doch einfach mal rein. Die nächsten Sendetermine sind:
Do. 18.06.2026 (ausnahmsweise eine Woche früher)
(Juli ist Sender-Sommerpause)
Do. 28.08.2026
Do. 24.09.2026
» Hier kommt Ihr zur Website von Radio StoneFM
(Der Player ist in der rechten Spalte zu finden (Sendezeiten sind generell Dienstag und Donnerstag von 20–23 Uhr))
Im Forum könnt Ihr auch live während der Sendung mitdiskutieren (kostenlose Anmeldung erforderlich).
Meine Sendungen findet Ihr mittlerweile alle zum Nachhören auch auf Mixcloud (meist am Tag nach dem offiziellen Sendetermin aktualisiert, manchmal auch 1–2 Tage später):
https://www.mixcloud.com/CoastIsClearKiel/
青海龍 (Aomi ryu) «close your eyes» – ich finde es ja immer besonders spannend, wenn ich Künstlerinnen und Künstler entdecke, die gerade ihre Karriere mit ihren ersten Songs gestartet haben. So kann man von Anfang an dabei sein. Aomi Ryu ist eine junge japanische Sängerin und Songschreiberin, die bislang drei Lider veröffentlicht hat, die alle von einer dichten Atmosphäre und ihrer wunderbaren Stimme getragen werden. Ich hoffe, dass sie mit ihrer Musik den verdienten Erfolg haben wird – mich hat sie als Fan auf jeden Fall schon mal gewonnen.
Divers «The Hunt» – mir bis vor kurzem auch noch gänzlich unbekannt war die schwedische Band Divers, deren Stil ein bisschen in Richtung Mazzy Star und "Wüstenstimmung" geht, obwohl sie aus Schweden stammt. Gerade haben sie ihre neue EP «» veröffentlicht.
Championne «Je m'aime» – französische Musik erfreut meine Ohren und mein Gemüt ja schon seit Jahrzehnten besonders. Nicht nur wegen der melodischen Sprache, sondern weil französische Musik oftmals irgendwie was Besonderes mitbringt. So war ich auch sehr erfreut, als ich die Tage die für mich komplett unbekannte Sängerin Championne (mit bürgerlichem Namen Mathilde Jejas) entdeckte. Ihr Sound bedient sich bei 80er Wave, hat aber durchaus etwas Eigenständiges. Championne ist seit 2023 aktiv und bereitet gerade eine neue EP vor.
JISUYEON «bluescreen» – ganz entspannt geht es nun mit dieser südkoreanischen Sängerin weiter, die ich auch erst seit Kurzem kenne, die aber schon sehr erfolgreich in ihrer Heimat ist. Der Sound liegt irgendwo zwischen japanischem CityPop und französischem Chanson und ist wirklich perfekt für die vor uns liegenden lauen Sommerabende.
CRAZY BLUES «ライトソング (Light Song)» – die heutige japanische Band ist ein Trio aus Kyoto, das seit 6 Jahren zusammenspielt, bei dem die Mitglieder aber alle erst Anfang 20 sind. In Japan ist es ja normal, dass sich Bands bereits in der Schulzeit zusammenfinden (als Teil von sog. "clubs") und teils auch danach weiter gemeinsam musizieren, z.T. mit sehr großem Erfolg (z.B. HANABIE., Scandal). CRAZY BLUES spielen sehr eingängigen, melodischen und auch atmosphärischen Indierock, der manchmal angenehm ins Schräge reinreicht, ohne die Melodie zu verlieren. Die neue Single ist jedenfalls klasse.
Tracy Shedd «Jimmy's Jam» – aus den USA kommt die Sängerin Tracy Shedd, die bereits mit manchen bekannten Musikern zusammengespielt hat. Ihren Stil kann man als Folk mit Rock-Elementen beschreiben. «Jimmy's Jam» ist die aktuelle Single.