Rain Dogs, Tigers Jaw

Rain Dogs «Italy» – so, heute mal ein „tierisches“ Doppel. Den Anfang machen Rain Dogs, ein Duo aus Melbourne. Ihre Musik klingt auf der einen Seite recht melancholisch, manchmal mysteriös, aber auch durchaus flott und mit angenehm elektronischer Note. Vor allem der sanfte Gesang macht «Italy» zu einem Highlight der neuen EP «Rain Dogs».

Tigers Jaw «Cat's Cradle» – fast schon als klassischen Indiepop-/-rock-Sound könnte man das bezeichnen, was die Band aus Scranton in Pennsylvania hier zelebriert. Ein richtig fluffiger Song mit gewissem 90er Flair. Das dazugehörige album ist bereits letztes Jahr erschienen, damals aber völlig an mir vorüber gegangen.

Kælan Mikla, the blue herons

Kælan Mikla «Ósýnileg» – isländische Bands habe ich viel zu selten hier im Blog, wie ich gerade feststelle. Dabei haben gerade Musikerinnen und Musiker aus diesem Land eine ganz besondere Art und Weise, Sounds und Melodien zu kreieren, die oft etwas entrückt wirken. So auch das DarkPop-/DarkWave-Trio Kælan Mikla, deren neue Single sphärisch und bedrohlich zugleich daherkommt, dabei aber auch durchaus tanzbar. Das neue Album «Undir Köldum Norðurljósum» wird im Oktober erscheinen.

the blue herons «electric» – das Schweizer Projekt von Andy Jossi und Gretchen DeVault beglückt uns ebenfalls mit einem neuen Song und fast schon tanzbaren Klängen, die mit Janglepop-Elementen spielen.

Poppy, Skott

Poppy «Her» – vielleicht erinnert sich der eine oder andere ja noch daran, dass ich die US-amerikanische Sängerin, die bis vor einer Weile Teil eines Art Künstlerkollektivs gewesen ist, hier im Blog schon ein paar Mal erwähnte. Ihre sehr verwirrenden und abstrusen Videos, gepaart mit viel Medien- und Musikindustriekritik, dazu ihre zum Teil zuckersüße, in der letzten Zeit aber brachial harte Musik, fand ich immer interessant. Nun gibt es eine neue Single, wieder mit coolem Video, und nach ihren zuletzt für mich kaum hörbaren, da zu harschen, Songs kehrt sie zurück zur Melodie und liefert ein prima Lied ab, das mich an 90er Alternative Rock-Acts wie Veruca Salt erinnert. 

Skott «Mermaid (Acoustic)» – die schwedische Sängerin hat gerade eine EP mit Akustikversionen von Songs ihres Albums herausgebracht, und davon gefällt mir vor allem dieser Track sehr gut, der mich auch an Lana Del Rey erinnert (und das nicht zu knapp ;-).

Torres, No Buses

Torres «Thirstier» – ganz frisch, quasi direkt aus der Druckerpresse, kommt die neue Single der US-amerikanischen Sängerin Torres. Ihrem angeschrägten, druckvollen und dennoch meist melodischen Indierock ist sie treu geblieben, und so dürfte auch das gleichnamige Album, das am 30. Juli erscheinen wird, wieder sehr interessant werden.

No Buses «Girl» – nicht aktuell, sondern bereits aus dem Jahre 2018 ist dieser hübsche LoFi-Schrammelsong der japanischen Band No Buses. Der Sound erinnert etwas an die Strokes.

Slut, Who Boy

Slut «Penny Changes Dresses» – hurra, sie sind wieder da, Slut aus Ingolstadt! Nach mehrjähriger Pause melden sich die Jungs mit einem neuen Album zurück, das «Talks of Paradise» heißt und für mich schon mal zu den musikalischen Höhepunkten 2021 zählt. Wieder ist die stets in ihrer Musik mitschwingende Melancholie zu vernehmen, gepaart mit den wunderbaren Melodien, die die Band seit jeher stark gemacht haben. Mein Favorit ist definitiv dieser Song hier.

Who Boy «Sugar Pill» – durchaus auch etwas melancholisch-verträumt kommt der Song des Quintetts Who Boy daher – DreamPop mit Lofi-Ästhetik, sehr hübsch.

Magdalena Bay, Ducks Ltd.

Magdalena Bay «Chaeri» – wie Ihr ja sicherlich inzwischen, im Laufe der Jahre, mitbekommen habt, habe ich mir seit jeher auch eine Schwäche für (Elektro-)Pop bewahrt, vor allem dann, wenn er etwas seltsam und nicht ganz geradlinig daher kommt. So ist die neue Single des US-amerikanischen Duos Magdalena Bay eindeutig nach meinem Geschmack – die Melodie schleicht sich heran, es gibt viel Atmosphäre und Platz für Kopfkino. Die Single ist Vorbote des Debütalbums «Mercurial World», das im Oktober erscheinen wird.

Ducks Ltd. «18 Cigarettes» – deutlich eher in das „normale“ Musikspektrum meines Blogs passt die Neuerscheinung der Kanadier Ducks Ltd. – wunderbarer Gitarrenindiepop. Das neue Album «Modern Fiction» kommt ebenfalls im Oktober heraus.

The Goa Express, Paranormales

The Goa Express «Second Time» – hin und wieder gibt es schöne Jangle-Gitarren aus dem UK, die mich nach all den Jahren, seitdem ich diesen Sound höre, nach wie vor ansprechen. So bei der Single «Second Time» (abgemischt von Mark Gardener von Ride) des jungen Quintetts aus Manchester. Man fühlt sich direkt in Britpop-Zeiten oder sogar die Jahre davor zurück versetzt. 

Paranormales «Vétrigo» – noch weiter zurück geht es mit dem Sound der spanischen Postpunk-Band. Dieser Hit stammt von ihrem 2020er Album «Contra». 

BOY, AVAWAVES

BOY «Fit Back In» – wenn ich mich recht entsinne, habe ich das Zürcher/Hamburger Duo BOY hier noch nie im Blog vorgestellt. Ein Missstand, dem ich heute endlich Abhilfe schaffe. Denn ihre neue Single, die von einem sehr stimmungsvollen Video begleitet wird, ist wirklich richtig schöne atmosphärische und dennoch irgendwie locker daher kommende Elektropopmusik, die auch etwas grauere Sommertage versüßt. 

AVAWAVES «Lucid Dreaming» – manchmal habe ich ja auch ein Faible für „contemporary classic“-Musik, vor allem, wenn sie auf Klavierklängen basiert, wie bei dem Duo AVAWAVES, dessen neues Album «Chrysalis» im Herbst erscheinen wird.