Emily Jane White, Panda Riot

Emily Jane White «Crepuscule» – es gibt so Künstler & -innen, die sträflich unbekannt sind, und ich mich immer frage, wieso eigentlich. Emily Jane White ist eine Sängerin aus den USA, die ich vor einer Weile schon mal bei Coast Is Clear vorgestellt habe. Ihre Musik kann man als düsteren Folk beschreiben, wobei „Folk“ hier eher etwas in eine Richtung geht, wie man sie von Chelsea Wolfe kennt (nur ohne Metal-Elemente). Nun ist ihr neues Album «Alluvion» erschienen, das für mich zu den musikalischen Highlights 2022 zählt.

Panda Riot «E.S.P.» – diese Shoegaze-Band aus Chicago habe ich hingegen noch nie hier empfohlen (wenn ich mich nicht täusche). Sie spielen kratzige Gitarrenmusik, die mehr LoFi-Elemente hat als normaler Gitarrenwand-Shoegaze zu sein. Das neue Album «Extra Cosmic» kommt demnächst heraus.

The Big Pink, Grand Blanc

The Big Pink «No Angels» – ja, huch, mit der Band hatte ich gar nicht mehr gerechnet. Vor diversen Jahren, im Zuge der neuen Britwelle so um 2010 herum, tauchte dieses Quartett aus London plötzlich auf und wusste mit seinen elektronischen wie auch Gitarren-intensiven Songs, die ein bisschen an die Madchester-Szene erinnerten, aber für die Neuzeit modernisiert zu gefallen. Nach 2 Alben war 2012 Sendepause und man hörte 10 Jahre lang nichts mehr von ihnen. Aber nun sind sie wieder da, mit einer sehr gelungenen neuen Single.

Grand Blanc «L’amour fou» – apropos Elektronik & Gitarren gemischt – dieser Song hier ist schon etwas älter (von 2016), aber das französische Duo bietet uns hier sehr schön düster angehauchten Elektroclash, den ich erst jetzt kennen gelernt habe.

Mars Argo, RAY

Mars Argo «Anger» – es gibt so Dinge in der Welt, mit denen ich nicht mehr gerechnet hätte. Die Comeback-Single von Mars Argo gehört definitiv dazu. Ich hatte sie (bzw. die damals noch als Duo auftretende Band aus Los Angeles) vor einigen Jahren hier mal vorgestellt. Ich bin im Rahmen von (That) Poppy auf sie gestoßen und war sehr begeistert von dem schön kratzigen Indiegitarrensound, gepaart mit weiblichem Gesang und tollen Melodien. Nun ist Brittany Alexandria Sheets, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, also mit einem neuen Song zurück, der nahtlos dort anknüpft, wo sie damals aufgehört hat. Super!

RAY «Fading Lights» – die japanische Idol-Shoegazegruppe kam in meinem Blog auch schon mal vor. Ihr neues Album ist da, enthält wieder viele verschiedenartige Sounds, geschrieben u.a. von Amusement Parks on Fire.

Graveyard Club, Sasha Alex Sloan

Graveyard Club «Nowhere» – juhu, das Quartett aus Minneapolis ist mit einem neuen Song zurück, der ein Vorbote zum irgendwann 2022 erscheinenden Longplayer «Moonflower» darstellt. Ich bin ja doch großer Fan der Band geworden, die (leider von der Öffentlichkeit sträflich unbemerkt) immer wieder tollen Indiepop spielt, der eine leicht melancholische, schmachtende und doch oft auch tanzbare Note hat. Die neue Single macht da keine Ausnahme.

Sasha Alex Sloan «I blame the world» – wenn ich so auf die Abonenntenzahl des YouTube-Kanals der US-Amerikanerin schaue (1,34 Mio.), so muss ich mich doch wundern, dass ich noch nie etwas von ihr gehört habe. Die aktuelle Single ist jedenfalls famoser Pop.

Jim Bob, Mint Julep

Jim Bob «Beach Ready Boys» – ja, doch, so langsam wird es Zeit, sich an den Strand zu gewöhnen. Auch wenn es ja noch lausig kalt ist im Norden, so brennt die Sonne doch schon mal ganz hübsch. So oder so ähnlich ist es auch beim Videodreh der neuen Single des Ex-Carter USM-Sängers Jim Bob zugegangen – der Song stammt aus der neuen «Beach Ready»-EP und enthält als imho besten Track auch noch «If God Was a CCTV Control Room Operator Called Steve», das etwas sperriger daher kommt.



Mint Julep «Cruel Summer» – gleich eine komplette EP mit Coverversionen hat das US-amerikanische Synth-/Dreampop-Duo soeben veröffentlicht, auf dem sie einige bekannte, aber auch etwas obskurere Songs covern, wie z.B. auch Curves «Horrorhead».

Sun's Signature, Zola Jesus


Sun’s Signature «Golden Air» – na sowas – nach 13 Jahren Pause ist Elizabeth Fraser, vor allem als Sängerin der Cocteau Twins bekannt, mit ihrem neuen Projekt zurück. Die erste Single der im Juni erscheinenden selbstbetitelten EP ist schon mal sehr schön geworden – wie man es erwarten würde, geht es atmosphärisch zu und ihre Stimme schwebt ätherisch über der Musik, ein wenig entrückt. Bin auf die EP gespannt.

Zola Jesus «Lost» – die US-amerikanische Sängerin und Songwriterin ist ebenfalls wieder zurück, mit einem recht bedrohlich wirkenden Video und dem passenden Sound dazu. Das neue Album «Arkhon» kommt im Mai heraus.

Arcade Fire, Wild Wild Wets

Arcade Fire «The Lightning I, II» – das wurde aber auch Zeit, dass wir mal wieder etwas Neues von der kanadischen Band zu hören bekommen. Seit den letzten Veröffentlichungen sind ja doch ein paar Jahre ins Land gegangen. Nun gibt es eine neue Single, die Vorbote des demnächst erscheinenden Albums «WE» ist. Der Sound ist immer noch ausgesprochen angenehm und interessant – leicht verschroben und dennoch melodisch.

Wild Wild Wets «Say So» – nein, das ist kein Tipppfeler im Bandnamen ;-). Ich habe von dem kalifornischen Duo vorher noch nie etwas gehört, bis mich unlängst eine Promomail erreichte. Sehr schöner psychedelischer Song. Das dazugehörige Album nennt sich «Love Always».

Midlake, Stereoskop

Midlake «Dawning» – es muss schon eine ganze Weile her, dass ich die texanische Band Midlake hier einmal in meinem Blog vorgestellt habe. Dabei fand ich ihre Musik (zumindest früher) wirklich sehr gelungen – die Mischung aus Indiesound und Folkrock, das alles gepaart mit einer guten Portion Melancholie, hat mich immer wieder angesprochen. Nun gibt es das neue Album «For the Sake of Bethel Woods», auf dem u.a. dieser klasse Song enthalten ist.

Stereoskop «Hazel Eyes» – mit an die 80er gemahnender Synthiemusik, die dazu gewissen Waveeinschlag hat, kriegt man mich ja oftmals. So auch das Duo Stereoskop aus Spanien mit ihrer aktuellen Single, deren wunderbar blubbernde Synthesizer Spaß machen. Der Song stammt vom neuen Album «Silk».