Lebanon Hanover, Alcabean


Lebanon Hanover «The Last Thing» – hin und wieder bricht meine latente Gothic-Ader durch – gerade, wenn ich so gelungene Coldwave-Musik höre wie die von Lebanon Hanover. Das Duo hat gerade einen neuen Song veröffentlicht, der wieder wunderbar verschattete Atmosphäre mit 80er Sound bietet. Das gleichnamige neue Album wird Ende Mai erscheinen.



Alcabean «Tsukoyomi» – schon etwas älter, nämlich aus dem letzten Jahr, ist dieser tolle Indiepop-Song, der flott ins Ohr geht und mich zuweilen an die Pains of Being Pure at Heart erinnert. Er stammt vom Album «Confessions». Hinter der jungen Band steckt das Brüderpaar Julis & Victor Schack aus Dänemark.

Vundabar, Somewhere in England (Compilation)



Vundabar «Montage Music» – damit uns daheim nicht zu langweilig wird, gibt es ja zum Glück immer noch jede Menge neuer Musik, die man sich zu Gemüte führen kann. So beispielsweise die neue Single der US-amerikanischen Band Vundabar. Wer auf angeschrägte Lofi-Gitarren steht und einen Sound, der in seiner leichten Jangle-Sommerlichkeit an The Drums erinnert, kommt hier voll auf seine Kosten. Das neue Album «Either Light» kommt demnächst.


«Somewhere in England» – diese Compilation des Sunday Records-Labels vereint eine Vielzahl an Twee- und IndiePop-Bands, die sich an Coverversionen der legendären 80er/90er Band They Go Boom versuchen. Und dies überwiegend absolut gelungen und höchst unterhaltsam. Mit dabei sind u.a. Aberdeen, The Proctors, Red Sleeping Beauty u.v.m.


Honey Cutt, TOPS


Honey Cutt «Vacation» – ach ja, Ferien haben ja derzeit so manche, wenn auch eher unfreiwillig... glücklicherweise gibt es trotz Pandemie immer noch gute neue Musik zu bewundern, so wie heute die Bostoner Band Honey Cutt (ein Tipp von Guteshörenistwichtig, danke). Ihr Debütalbum «Coasting» ist gerade erschienen und bringt ihnen berechtigterweise Vergleiche zu z.B. Alvvays ein – sehr beschwingter DreamPop/IndiePop mit einem sommerlichen Video.



TOPS «I feel alive» – das Quartett aus Montreal zeigt mit ihrer aktuellen Single auch sehr fluffige Töne, die mich etwas an Tennis erinnern (also die Band, nicht den Sport :-).


BABYMETAL, Deradoorian


BABYMETAL «Catch Me If You Can», «Headbanger» – wie Ihr wisst bin ich ja hier im Blog auch immer mal für eine Überraschung gut – so auch heute. :-) Ich bin nun wahrlich kein Metalfan, aber seit ich vor einigen Wochen zum ersten mal Songs von der japanischen KawaiiMetal-Band BABYMETAL gehört habe, rotieren vor allem einige ihrer Videos bei mir quasi täglich. Ihre Musik ist eine vorher nie dagewesene Mischung aus Metal (in den verschiedensten Spielarten) und J-Pop/Idol-Pop. Gestartet wurde die Band 2010, da waren die drei Sängerinnen/Tänzerinnen gerade mal 11 und 13 Jahre alt. In kürzester Zeit gingen sie in Japan durch die Decke und füllten alsbald große Hallen, und seit 2014 sind sie auch international bekannt und spielen inzwischen weltweit auf großen Metal- und Rock-Festivals, sind u.a. mit Metallica, Judas Priest, Red Hot Chili Peppers aufgetreten. Einer derjenigen, die für die Musik verantwortlich sind, spielt übrigens sonst bei der japanischen Shoegaze-/Drone-Band Coaltar of The Deepers. Die stilistische Bandbreite ihrer Songs ist bemerkenswert, es gibt kaum zwei Lieder, die gleich klingen.
Das Besondere sind ihre Live-Shows, die ihresgleichen suchen – das ist wirklich eher Metal-Theater, mit einer unglaublichen Power und Energie und gleichzeitig den Kawaii-Dance- & Pop-Elementen. Der Unterhaltungsfaktor eines BM-Konzerts ist kaum zu überbieten, zumal auch das Publikum v.a. in Japan euphorisch abgeht, wie Ihr an den unten stehenden Videos sehen könnt (damals waren die drei Mädels 14 und 16 Jahre). Dass eine komplette Halle mitspringt und mehrere Circle Pits bildet habe ich noch nicht gesehen... Und dass drei zierliche japanische Teenager eine komplette Halle in Grund und Boden rocken ist schon surreal und skurril, und genau mein Ding. :-)




Und dies ist der Song, der bei vielen Leuten (auch bei mir) als „Einsstiegsdroge“ dient – poppig und catchy as hell, und das ganze untermalt mit Speed-/Thrash-Metal (der Sound ist hier nicht live, da es sich um ein offizielles Musikvideo handelt):



Deradoorian «Saturnine Night» – ganz aktuell ist dieser neue Song der Sängerin der Dirty Proejctors – diese latenten Kraut-Anleihen mag ich einfach, und so ist auch das komplette Lied angenehm psychedelisch. Das neue Album «Find The Sun» erscheint im Mai.

Dress Thèque, She Past Away


Dress Thèque «All In All» – also bisher ist 2020 ja nun nicht gerade das Burner-Jahr, was neue Musik angeht, jedenfalls in meinen Ohren. Da kommt das neue Album «Ascension» der Australier von Dress Thèque genau zur richtigen Zeit. Ihre Mischung aus ziemlich britischem Indierock mit atmosphärischen Elementen erinnert teilweise gar an die Stone Roses und ähnliche Früh-90er Bands, aber das sind ja nun wirklich nicht die schlechtesten Referenzen.



She Past Away «Durdu Dünya» – PostPunk/Darkwave aus Griechenland (mit türkischen Wurzeln) höre ich zugegebenermaßen eher selten, aber das dieses (sehr sehr seltsame) Video der Band aus Athen ist schon ziemlich super, wie auch ihr Ende 2019 erschienenes Album «Disko Anksiyete».

Triángulo de Amor Bizarro, Sofia Portanet



Triángulo de Amor Bizarro «Vigilantes del Espejo» – wenn sich eine Band nach einem New Order-Album benennt, kann diese ja per so schon mal nicht schlecht sein. Die Spanier sind bereits seit einigem Jahren mit ihrem sehr abwechslungsreichen Mix aus PostPunk, Indie und Elektro unterwegs und haben mit ihrer neuen Single einen Top-Song des bisherigen Musikjahrs abgeliefert. Ein neues Album wird auch demnächst folgen.


Sofia Portanet «Art Deco» – die Sängerin aus Berlin legt mit ihrer aktuellen Single mal wieder ein richtig tolles Stück 80er Wave/Post-Punk-Musik vor – ihre ausdrucksvolle Stimme erinnert mich ja oft ein wenig an Lene Lovich.

Aurea Aetas, Drug Store Romeos


Aurea Aetas «I’m So Cold» – hin und wieder habe ich ja das Glück, bei Coast Is Clear mal eine neue Band am Start ihrer Karriere sehen und eine Debütsingle vorstellen zu können. So auch heute – bei Aurea Aetas handelt es sich um ein Duo aus Berlin, bestehend aus Gitarrist Ubbo Tage Müller Sängerin und Valentina Liliana Pisarra. Ihr erster Song, der auch von einem atmosphärischen Video begleitet wird, ist sanft dahinfließender DreamPop/PostPunk, der mich zuweilen etwas an die Cocteau Twins oder Dead Can Dance erinnert, oder an die Musik, die Hillary Woods derzeit macht (siehe meinen Blog vor einigen Tagen). In diesem Jahr soll auch das Debütalbum erscheinen, auf das ich schon mal gespannt bin.



Drug Store Romeos «Frame of Reference» – ebenfalls neu ist diese Band aus London – stilistisch allerdings eine etwas andere Baustelle, denn in ihrer neuen Single erleben wir flotten 80er Wave-Synthiepop.

Benedict, Ellis


Benedict «Finish the Wine» – Künstler aus den Niederlanden habe ich sehr selten bei mir im Blog, und so freue ich mich, heute mit dem Amsterdamer Sänger Benedict mal eine Ausnahme machen zu können. Gerade ist sein aktuelles Album «You Can Tell Me Nothing That I Should» erschienen, auf dem er 11 wunderbar melancholische Songs vereint, die z.T. an (frühe) The National erinnern. Eine sehr gelungene Scheibe, wie ich finde.



Ellis «Fall Apart» – die kanadische Sängerin Linnea Siggelkow macht ebenfalls Musik für die dunklere Jahreszeit, bei ihr ist es aber eher DreamPop. (Danke an Nicorola für den Tipp.)