Black Swan Lane, Mint Julep


Black Swan Lane «Shadow of the Stars» – die Wave-Band aus Atlanta (und Manchester) ist zurück, mit dem neuen Album «Vita Eterna». Hinter BSL verbergen sich ja Jack Sobel and John Kolbeck und Mark Burgess (von den Chameleons). Seit 2007 spielen sie ihren ausgesprochen angenehmen, warm-melancholischen Retro-Sound, der an Acts wie Sad Lovers and Giants erinnert. Das neue Album ist wieder sehr gelungen und wird sich in meinen Jahrescharts sicher recht weit vorne einsortieren.



Mint Julep «Ricochet» – apropos „alte Helden“ Mint Julep sind ebenfalls wieder da, mit einem sehr schönen neuen Song. Ob eine EP oder ein Album folgen, weiß ich leider nicht, ich hoffe es aber.


Ducks Unlimited, Tessa Violet


Ducks Unlimited «Get Bleak» – ist Kanada jetzt das neue UK? Jedenfalls könnte man manchmal auf diesen Gedanken verfallen, wenn man hört, was für britische Sounds zuweilen von dort kommen. Das Jangle-Pop-Quartett aus Toronto klingt mit seiner neuen EP jedenfalls auch wie direkt aus den Spät-80ern zu uns in die Neuzeit gebeamt. Solche Gitarren mag ich einfach nach wie vor sehr gern.



Tessa Violet «Games» – ganz anders dagegen die US-amerikanische Musikerin und YouTuberin  Tessa Violet, deren aktuelles Album ich zwar nicht so dolle finde, aber die Single ist doch ziemlich famoser Pop.


Juliper Sky, Tribes of the City


Juliper Sky «Waves» – ja, ich gebe es offen zu: irgendwie ist es in den letzten Jahren seltener geworden, dass ich junge britische Bands vorstelle; jedenfalls seltener als noch früher. Aber heute ist es endlich wieder mal soweit – Juliper Sky sind fünf junge Herren aus Manchester, die klassisch englischen Gitarrenpop, gemischt mit Dreampop spielen. Das ist jetzt nicht wirklich innovativ, aber schon sehr schön zu hören!


Tribes of the City «Rust and Gold» – es ist diverse Jahre her, dass die Shoegaze-Band aus Riga zum letzten Mal zu Gast bei Coast is Clear war. Nun sind sie mit neuem Album «Rust and Gold» zurück, aus dem auch der Titeltrack stammt.


Moto Boy, Glass Spells


Moto Boy «Ofärdigt hjärtslag» – schon seit vielen Jahren ist Oskar Humlebo alias Moto Boy eine konstante Größe in der schwedischen Musikszene und veröffentlicht seine Alben voll melancholischer Gitarrenpop-Perlen. Unlängst ist sein neuestes Werk «Stökigt Hjärta» erschienen, auf dem er zuweilen an die späten Kent erinnert, also auch etwas mehr Elektronik verwendet. Vor allem dieser Song hier hat es mir angetan.


Glass Spells «Mirrors» – das Duo aus San Diego in den USA spielt wunderbaren Retro-80er Synthwavepop, mit dem man mich ja gerne kriegt. :-)

Therese Lithner, Hayley Mary


Therese Lithner «Our Summer» EP – wenn mich nicht alles täuscht, hatte ich Euch die schwedische Sängerin letztes Jahr schon einmal ans Herz gelegt. Ihre düstere Gitarrenmusik hat es mir definitiv angetan, und auf ihrer neuen EP verstärkt sie diesen Eindruck noch einmal – melancholisch und mäandernd breiten sich die Songs vor einem aus und nehmen Abschied vom Sommer. Sehr schön!


Hayley Mary «The Piss, The Perfume» – und damit wir alle wieder aufwachen ;-) hier ein paar flottere Klänge der Sängerin aus Australien (die sonst bei den Jezabels aktiv ist), die Vergleiche zu Chrissie Hynde oder Blondie heraufbeschwört.

Longwave, La Grande Sophie


Longwave «It's not impossible» – na, da hat sich die US-amerikanische Shoegaze-/Indierock-Band aber wirklich ziemlich lange Zeit gelassen und es sind eine gehörige Menge Jahre ins Land gegangen, bis wir mal wieder ein neues musikalisches Lebenszeichen der Jungs bekommen. Nun ist aber tatsächlich ihr neues Album erschienen, das sehr angenehme Gitarrenmusik bietet, die von den früheren Shoegaze-Eskapaden etwas abgerückt ist. Mir hat es vor allem dieser Song hier angetan:


La Grande Sophie «Uns vie (Andréa)» – und gleich noch eine gehörige Portion melancholische Gitarren hinterher, diesmal aus Frankreich. Die Sängerin es auch schon seit vielen Jahren aktiv, und in schöner Regelmäßigkeit bringt sie neue Alben heraus. So auch jetzt «Cet instant».

Me Not You, TOY


Me Not You «America» – durch eine Promomail wurde ich auf dieses Duo aus New York aufmerksam gemacht. Als Referenzen wurden Siouxsie und Blonde Redhead genannt, da war ich natürlich sofort ganz Ohr. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut, mir «America», die neue Single vom demnächst erscheinenden Debütalbum «Already Gone», angehört zu haben, denn dieser flotte DreamPop (oder sollte man es Indiepop mit leichter Dream-Tendenz nennen?) gefällt mir richtig gut. Ein wenig fühle ich mich an Whenyoung oder Wolf Alice erinnert.


TOY «Fun City» – hui, hier haben die Briten aber tief in die 80er Kiste gegriffen. Der Song stammt von ihrem neuen Album «Songs of Consumption», das Raritäten und „B-Seiten“ enthält. Toller Track.



Robi, Winona Oak


Robi «Chambre d'embarquement» – es wird mal wieder Zeit für ein paar französsiche Klänge in meinem Blog. Dass ich ein Faible für Musik aus Frankreich habe, erwähne ich hier ja regelmäßig, und so ist es kein Wunder, dass ich die Sängerin Robi mit ihrer interessanten Mischung aus elektronischem Pop, Chanson und Angedüstertem sehr mag. Ihr Album «Traverse» ist gerade erschienen – es ist zwar nur 30 Minuten kurz, aber durchweg unterhaltsam.



Winona Oak «Let me know» – ich freue mich auch immer, wenn ich mal auf Popmusik stoße, die ohne Autotune, Gerappe oder RnB-Gedöns auskommt. Nachdem „meine“ Marina (& the Diamonds) leider grad schwächelt, bin ich begeistert, dass aus Schweden jetzt Winona kommt und mit ihrer furiosen neuen Single aufhorchen lässt. Aus ihr wird noch mal was!