Julia Shapiro, Placebo

Julia Shapiro «Death (XIII)» – die Sängerin aus Seattle hat gerade einen neuen Appetithappen aus dem am 15. Oktober erscheinenden neuen Album «Zorked» veröffentlicht. Die Single klingt bedrohlich, nicht nur vom Titel her, und dräut mit schweren Shoegazegitarren und leicht beklemmender Atmosphäre heran. Gefällt mir natürlich sehr gut, so ein Sound, so dass ich nun echt auf den Longplayer gespannt bin.

Placebo «Beautiful James» – na, das ist schon eine Weile her, dass ich Placebo mal in meinem Blog hatte. Anfang der 00er Jahre fand ich sie absolut super, und auch heute sind ihre ersten paar Alben moderne Klassiker. Die letzten Scheiben konnten mich dann nicht mehr ganz so mitreißen, aber der neue Song hat wieder Flair von ehedem und geht flott nach vorne weg.

Hatchie, shedfromthebody

Hatchie «This Enchanted» – na, da hat die australische Sängerin Harriette Pilbeam aka Hatchie ja einen ganz zauberhaften neuen Song aus dem Ärmel gezaubert. «This Enchanted» besticht mit flirrenden Shoegaze-Gitarren und einer zuckersüßen Melodie und erinnert im positivsten Sinne an die frühen 90er Sounds aus dem UK (à la Saint Etienne und Lush). Hoffentlich folgt dann auch bald ein neues Album.

shedfromthebody «Axhide» – sehr viel düsterer geht es bei diesem Projekt aus Finnland zu. Es erinnert mich teilweise an Chelsea Wolfe, und vor allem dieser Song hier ist schon ziemlich klasse.

The Stranglers, Foreign Air

The Stranglers «This Song» – na, das ist ja mal eine Überraschung – The Stranglers sind wieder da, mit einem neuen Album («Dark Matters») und einer neuen Single. Wenn Bands, die schon vor 40 Jahren Musik gemacht haben, eine weitere Scheibe vorlegen, ist das ja manchmal so eine Sache – nicht selten fehlt dann doch die Inspiration der früheren Tage. «This Song» ist hingegen richtig klasse, geht gut ab und hat sogar eine gewisse Härte.

Foreign Air «Don't Tell Me What To Do» – schon aus dem letzten Jahr ist dieses Lied einer Indieband aus Washington, die 2020 auch ihr Debütalbum «Good Morning Stranger» herausgebracht haben. Sehr interessanter „Bedroom-Pop“ mit gewiser Lo-Fi-Note.

Lana Del Rey, ABBA

Lana Del Rey «Arcadia» – ja, sorry, heute wird der Indie-Aspekt meines Blogs mal beiseite geschoben, denn zwei Große der internationalen Musikszene sind zurück. Zunächst Lana mit ihrer neuen Single vom im Oktober erscheinenden neuen Album «Blue Banisters» (ihrem zweiten Album 2021!), das sie selbst als „revenge album“ angekündigt hat. In «Arcadia» rechnet sie schon mal mit Musikkritikern und dem Internetmob ab. Ein sehr schöner Song, dessen Ende besonders überraschend daher kommt. ;-) Für solche Sperenzchen muss man Lana einfach lieben.

ABBA «Don't Shut Me Down» – dass Lana etwas Neues herausringt, ist ja nicht so ungewöhnlich. Dass es aber noch mal neue Musik von ABBA geben würde, 40 Jahre nach ihrem Ende, hätte ich nicht mehr für möglich gehalten. Eins der beiden neuen Lieder ist echt schick geworden, richtig klassischer ABBA-Sound, wie ich ihn aus meiner Kindheit kenne.

The Proctors, Lumari

The Proctors «Silhouettes» – es wird mal wieder Zeit für etwas klassischen Gitarrenpop britischer Prägung, wie ich finde. Das Quartett The Proctors aus dem UK bringt seine ziemlich tolle Single jetzt aiuch auf Vinyl heraus – sie vereint alles, was ich an Indiepop mag: schöne Melodien, flottes Tempo, jangelnde Gitarren. So macht Musik Laune!

Lumari «Doors and Corners» – noch sehr unbekannt ist diese Band aus Minneapolis, deren Shoegaze-infizierter Indierocksong sehr vielversprechend klingt.

Drug Store Romeos, Drangsal

Drug Store Romeos «What's On Your Mind» – ich glaube, es ist schon eine ganze Weile her, dass ich diese Band aus dem UK mal im Blog hatte. Dabei ist ihre sehr melodische und oft leicht verträumte Musik doch eigentlich genau mein Ding. Nun gibt es mit «The World Within Our Bedrooms» ein neues Album und davon dies,e bereits im März erschienene Single, wie wieder im Spannungsfeld von Saint Etienne und Black Box Recorder pendelt.

Drangsal «Liedrian» – ein ganz anderes Tempo schlägt Max Gruber alias Drangsal an – dieser Song hat absoluten Ohrwurmcharakter, auch wenn der Text recht merkwürdig ist (Dirk von Lotzow von Tocotronic ist mit daran beteiligt). Das neue Album «Exit Strategy» ist gerade erschienen.

Vive La Fête, A Mess

Vive La Fête «Vivre Sur Vidéo» – das belgische Duo ist nun ja schon seit vielen Jahren in der Synthie-/Electroclash-Szene unterwegs und bringt auch regelmäßig neue Alben heraus. Nun gibt es eine erweiterte Neuveröffentlichung der letztjährigen «Feux d’Artifice»-EP, mit dem neuen Titel «Viva Alternativa», auf dem 10 Stücke enthalten sind, darunter diverse Cover von 80er-Klassikern im typischen VlF-Stil. Ich bin für so einen Retrosound ja immer zu haben. :-)

A Mess «Champagne» – aus Dänemark kommt diese junge Künstlerin, die deutlich gitarrenlastigere Töne anschlägt. Der Song stammt von der im Oktober scheinenden EP «Woman». 

DMA's, Starflyer 59

DMA's «We Are Midnight» – da sind sie wieder, die Jungs aus Australien. Konnte man sie anfangs noch für einen lupenreinen Oasis-Klon halten, haben sie sich mittlerweile soundmäßig doch ein wenig freigeschwommen und klingen eigenständiger (und für mich damit interessanter). Die neue EP «I Love You Unconditionally, Sure Am Going to Miss You» ist sehr unterhaltsam und hat ein paar mehr Shoegazeanklänge. Darunter auch so ein Hit wie dieser hier.

Starflyer 59 «Life in Bed» – aus den USA stammen diese „Veteranen“ der gepflegten Gitarrenmeere. Gerne etwas zurückgenommen und subtil die Spannung aufbauend, wie in ihrer (halbwegs) neuen Single.