Bloodwitch, Inner Mirror

Bloodwitch «Fly» – ich bin jetzt kein großer Serien-Gucker und Binge-Watcher, aber hin und wieder gibt es dann doch mal etwas, das mir gefällt. So vor einer Weile «The End of The F***ing World» auf Netflix (absolut großartig!), und nun vom selben Zeichner des Comics «I'm Not Okay With This». Wieso erzähle ich Euch das? Nun, weil Graham Coxon (der Gitarrist von Blur) den Soundtrack zu dieser Serie beigesteuert hat. Er hat zusammen mit der Sängerin Tatyana Richaud die fiktive Band Bloodwitch kreiert, deren „Debütalbum“ die Serie begleitet. Eine tolle Scheibe, ungewöhnlich melodisch für Coxon.

Inner Mirror «Calle Luna» – die Musik von Inner Mirror, dem Projekt des New Yorker Künstlers Art Ei, würde ebenfalls perfekt als Begleitung zu einem Film passen. Wunderbare neue Single.

Thayer Sarrano, Lana Del Rey

Thayer Sarrano «Jump In The Water» – heute mal ein Doppelfeature zweier meiner Lieblingssängerinnen, die beide am Freitag einen neuen Song veröffentlicht haben. Das Lied von Thayer Sarrano aus Georgia ist im Grunde sowas wie die Neuaufnahme eines Tracks ihres Debütalbums, diesmal aber deutlich düsterer und opulenter instrumentiert. Wie so oft fühle ich mich an die besten Zeiten von Mazzy Star erinnert.

Lana Del Rey «Let Me Love You Like A Woman» – dass Lana endlich eine neue Single vom entweder im Dezember oder im Januar erscheinenden neuen Album «Chemtrails Over The Country Club» veröffentlicht, freut mich natürlich, auch wenn das Lied jetzt keine bahnbrechende Neuerung in ihrem bisherigen Soundkosmos bedeutet. Schöne verträumte Atmosphäre.

Red Skylark, Beesqueeze

 

Red Skylark «Run On» (EP) – irgendwie freue ich mich immer noch, wenn ich den klassischen britischen Indiegitarrenpop-Sound höre, zumal wenn sich eine neue Band dieser Stilrichtung widmet, die, wie das Projekt von Ed Shuttleworth, gar nicht aus dem UK, sondern aus Ohio stammt. Ihre aktuelle EP ist wirklich voll wonniger melodischer Elemente, ohne jetzt zu sehr in Richtung Twee zu tendieren. Sehr erfrischend und aufbauend in diesen trüben Zeiten.

Beesqueeze «Lost At Sea» – einem ganz anderen Sound widmet sich dieses Duo aus Malta, dessen psychedelischer Sound bedrohlich wabernd daher kommt.

NEØV, Jaguwar

NEØV «Burnt My Fingers» – vor einer Weile hatte ich hier im Blog schon mal die finnische Band NEØV vorgestellt, deren letztes Album es auch in meine Jahrescharts schaffte. Nun sind die beiden Brüder zurück, mit einer neuen und sehr unterhaltsamen Single. Wieder schaffen sie es, Indiepop-Gitarren mit schmelzendem Gesang zu verbinden und erinnern mich dabei an die Landsleute von den Delay Trees. Das neue Album «Picture of Good Life» wird Anfang 2021 erscheinen.

Jaguwar «Valley» – ich glaube, über diese deutsche Shoegazeband hatte ich bei Coast Is Clear aber noch nicht berichtet. Dann ist es heute endlich an der Zeit, denn die Berliner haben einen neuen poppig-trippigen Song veröffentlicht. Er kommt vom für den März nächsten Jahres geplanten neuen Longplayer „GOLD“, für dessen Aufnahmen sie auch eine Crowdfunding-Kampagne laufen haben, s. HIER.

Sam Valdez, SCANDAL

Sam Valdez «Clean» – eins der Highlights in meiner Blogger-„Karriere“ ist, wenn ich, sei es per Zufall oder per Promomail, auf Künstler*innen aufmerksam gemacht werde, die sonst niemals auf meinem Radar erschienen wären. So beispielsweise mit der Sängerin Sam Valdez aus Los Angeles. Ihre ausgesprochen angenehme, sanft dahingleitende und atmosphärische Indiefolk-Musik ist natürlich genau mein Ding. Diese Single stammt aus dem Sommer und passt eigentlich auch am besten zur warmen Jahreszeit. 

SCANDAL «A.M.D.K.J.» – nachdem ich Euch neulich ja schon mal mit BABYMETAL schockte, lege ich heute mit einer weiteren japanischen Band nach, die diesmal allerdings eher dem J-Rock als dem Metalgenre zuzuordnen ist. Absolut schmissiger Hit aus ihrem aktuellen Album «Kiss from the darkness».

Desperate Journalist, DMA’s

Desperate Journalist «The Fear» – die Corona-Zeit ist für alle Künstler, vor allem Musiker und Bands, natürlich schlimm und existenzbedrohend, da die Liveauftrittsmöglichkeiten wegfallen. Umso erfreulicher, dass in der Quarantäne zumindest trotz allem neue Musik entsteht. So hat die britische Band Desperate Journalist eine großartige Coverversion des Pulp-Songs «The Fear» aufgenommen, die den Akzent auf kratzigere Gitarren legt. Top!

DMA’s «Did It Again» – und wo wir schon mal bei Coverversionen sind: Die australischen Britpopper DMA’s haben sich eines Kylie Minogue-Klassikers angenommen und ins Madchester-Gewand gekleidet.

Claire Birchall, Das Mörtal

Claire Birchall «Running In Slow Motion» – Australien entwickelt sich ja irgendwie immer mehr zum Hotspot für gute neue Musik. Das neue Album der Sängerin aus Melbourne ist ein gutes Beispiel dafür – ihr Lo-Fi SynthPop hat eine interessante Atmosphäre, die durch die zurückgenommene, manchmal aber durchaus kratzige Instrumentierung akzentuiert wird. Ein bisschen fühle ich mich zuweilen an die Chromatics erinnert.

Das Mörtal «It Comes» – hinter diesem höchst seltsamen Bandnamen verbirgt sich das Projekt des Kanadiers Cristóbal Cortes, der 80er lastigen Synthwave spielt. Sein Album «Miami Beach Witches» ist gerade erschienen.

King Hannah, I DONT KNOW HOW BUT THEY FOUND ME

King Hannah «Crème Brûlée» – so viele Accents auf so wenigen Worten... :-) Die Debütsingle der Liverpooler Sängerin Hannah Merrick aka King Hannah, die gerade auf City Slang Records erschienen ist, ist ein ganz wunderbarer Song, der mich ein wenig an Pink Floyd und gesanglich an Lana Del Rey erinnert. Sehr atmosphärisch, sehr großes Kino, ich bin wirklich begeistert.

I DONT KNOW HOW BUT THEY FOUND ME «Razzmatazz» – nein, da irrt Ihr Euch, es handelt sich nicht um eine Coverversion des grandiosen Pulp-Songs aus den frühen 90er Jahren, sondern um eine Eigenkomposition der US-amerikanischen Band, die einen ganz anderen Sound, aber auch eine gewisse charmante Quirkyness hat.