The Blues & Greys, Baby Queen


The Blues & Greys «Mayday» – es ist doch schön, dass es immer wieder neue junge Acts gibt, die einen das Herz erwärmen können. So wurde mir neulich die kalifornische Band The Blues & Greys vorgestellt, deren aktueller Song «Mayday» wirklich ein richtiger Hit ist. Flirrende Gitarren, ein treibender Rhythmus und wunderbarer Frauengesang machen das Lied zu einer (noch viel zu unbekannten) Indiepop-Perle 2020.



Baby Queen «Internet Religion» – und als zweites will ih Euch eine ganz neue Stimme aus England vorstellen – Bella Latham heißt die junge, ursprünglich aus Südafrika stammende Sängerin, die als Baby Queen in ihrer Debütsingle einen sehr kritischen Blick auf Social Media & Co. wirft. Schmissiger Pop!


It's For Us, Ela Minus


It's For Us «Malax EP» – trotz Corona-Krise wird in Schweden weiterhin prima Musik gemacht (in Schweden ist man ja generell auch etwas lockerer mit der Gesamtsituation umgegangen). So hat das Quartett It's For Us aus Stockholm nach ihrem letztjährigen prima Album gleich noch eine EP nachgelegt. Wer PostPunk mit Melodie und skandinavischem Flair mag, sollte hier unbedingt mal reinhören.



Ela Minus «they told us it was hard, but they were wrong» – die Sängerin aus Brooklyn bietet auf ihrer aktuellen Single wunderbar atmosphärischen Elektropop mit einem entsprechend neblig-verhallten Videoclip.

Jetstream Pony, Shimmerance


Jetstream Pony «Spoke To Soon» – ich weiß, ich habe meine ehemalige CIC-Kernkompetenz, Indiepop/Tweepop, in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt, aber heute ist es mal wieder an der Zeit, denn Jetstream Pony haben ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht (erschienen auf Shelflife und Kleine Untegrund Schallplatten), und es ist wirklich sehr unterhaltsam geworden – schrammelige Gitarren und zarter Gesang wie zu besten Sarah-Zeiten. Hinter der Band stecken Beth Arzy (Trembling Blue Stars/Aberdeen/The Luxembourg Signal/Lightning in a Twilight Hour/The Fireworks), Shaun Charman (The Wedding Present/The Popguns/The Fireworks), Kerry Boettcher (Turbocat), und Hannes Mueller (The BV's/Endlich Blüte), es ist also quasi eine „All-Star-Band“. Hört mal rein!



Shimmerance «Look At Me» – und wo wir schon mal bei quasi klassischen Gitarrenklängen sind – Shimmerance aus Moskau spielen angenehm glitzernden DreamPop, wie man an ihrer neuen Single hören kann.

Zella Day, Terror Forms


Zella Day «People Are Strangers» – ehrlich gesagt weiß ich jetzt grad spontan gar nicht mehr, ob ich Zella Day schon mal im Blog vorgestellt habe. Vor einigen Jahren sorgte sie mit ihren ersten Songs durchaus für Furore, hatte der Stil der US-amerikanischen Sängerin doch etwas sehr Atmosphärisches, gleichzeitig aber auch Faszinierendes. Dann wurde es eine Weile eher ruhig um sie – doch nun ist sie mit einer neuen Single zurück. In «People Are Strangers» zeigt Zella ihre zerbrechliche folkige Seite, und das steht ihr gut zu Gesicht.



Terror Forms «Opaque» – eher düster geht es bei dieser amerikanischen Band zu, deren Stil am besten mit Darkwave oder PostPunk beschrieben ist. Ziemlich cooler Song, wie ich finde.


Day Wave, Fine China


Day Wave «Starting Again» – DreamPop-Klänge finde ich ja nach wie vor sehr angenehm (auch wenn der Innovationsfaktor in dieser Sparte eher überschaubar ist), und so bin ich auch erfreut, dass Day Behavior, das Projekt von Jackson Phillips aus Los Angeles (woher sonst) wieder zurück ist, mit einem neuen Track, der Teil einer jüngst erschienen 4-Track-EP ist und der durchaus treibend nach vorne geht.



Fine China «Trees at Night» – Fine China ist ein Trio aus Phoenix, Arizona, das unlängst erst nach langjähriger Pause wieder neue Musik zu machen begann. Die aktuelle Single ist ein schönes Stück Gitarrenpop mit viel 80er Flair.

Jubiläum (für mich): 10 Jahre Lana Del Rey


Ach ja, Kinder, wie die Zeit vergeht. Das wird mir nicht nur bewusst, wenn mal wieder ein Album, das ich gefühlt erst neulich rauf und runter hörte, als „20-Jahre-Jubiläums-Edition“ rausgebracht wird. Da fühlt man sich dann immer ganz schön alt...


Ein etwas anderes Jubiläum will ich aber jetzt „begehen“, denn wie mir last.fm verrät stieß ich heute vor exakt 10 Jahren, am 12. Mai 2010, in einem Musikblog erstmals auf einen Hinweis auf die amerikanische Sängerin Lana Del Rey und die damals auf ihrem YouTube-Kanal befindliche Demo-Version des Songs «Diet Mtn Dew», der in aufpolierter Form knapp 2 Jahre später Eingang auf «Born To Die» finden sollte, Lanas zweitem Album und ihr internationaler Durchbruch.

Das Video hatte damals nur ein paar tausend Klicks, und Lana selbst war noch völlig unbekannt, hatte zu der Zeit jedoch schon 5 Jahre lang Musik gemacht und ein Album veröffentlicht (das 2008 eingespielte, aber erst Anfang 2010 veröffentlichte «Lana Del Ray aka Lizzy Grant» (ja, damals «Ray» noch mit einem „a“)), begann aber so langsam, sich eine gewisse Fanbase zu erspielen. «Diet Mtn Dew» wurde in einer Handvoll Blogs empfohlen und war dadurch wohl der erste ihrer Songs, der etwas mehr Aufmerksamkeit erhielt. Geschrieben und aufgenommen hatte Lana das Lied Ende 2009 und dann, wie zu der Zeit ihr Markenzeichen, mit einem selbst am heimischen Laptop collagierten Videoclip versehen.

Ich muss gestehen, dass ich den Song zwar spontan gut fand, mir ihre sehr amerikanische Art zu singen aber nicht sofort zusagte, und niemals hätte ich mir vorstellen können, dass Lana mal mein Musikhören so dominieren sollte wie es in den folgenden Jahren passierte – dennoch war ich irgendwie angefixt und habe in den folgenden Monaten immer wieder mal geschaut, was sie so an neuem Material veröffentlichte. Darunter waren Anfang 2011 dann u.a. das großartig flotte «Kinda Outta Luck», diverse inoffziell geleakte Songs und schließlich Mitte 2011 die Erstveröffentlichung von «Video Games», welches ihr den Weg zu weltweitem Ruhm ebnete. Von da ab war ich absoluter Fan und freue mich seitdem über ihre anhaltende kreative Produktivität und ihren ganz eigenen Stil, den sie immer weiter verfeinert hat («Born To Die» wirkt im Rückblick für mich da eigentlich schon ein wenig überproduziert, wenn man all ihre anderen Alben dagegen hört).




Als Bonus noch zwei frühe Songs, die ich sehr mag:



The Airborne Toxic Event, Phoebe Bridgers


The Airborne Toxic Event «Come On Out» – es gibt ja Bands, die ich schon in den Anfangszeiten meines Blogs gelobpreisigt habe, die dann aber wieder in der Versenkung verschwanden (auch in meiner mentalen). Umso schöner, wenn sie dann irgendwann wieder auftauchen, wie jetzt The Airborne Toxic Event aus Silver Lake in Kalifornien. Das letzte Mal, dass ich sie bewusst mitbekam, war 2011, und davor natürlich mit ihrem Hit «The Girls In Their Summer Dresses». Nun haben sie eine neue Single am Start, die wieder an den fluffigen, leicht rockigen Indiepop der damaligen Zeit anknüpft.



Phoebe Bridgers «Kyoto» – ebenfalls shcon eine ganze Weile im Geschäft ist die Folksängerin Phoebe Bridgers aus Lons Angeles, deren neuer Song mir sehr gut gefällt.

Tiny Fireflies, LOBBY


Tiny Fireflies «Farewell» – ich denke, es wird mal wieder Zeit, dass ich zur klassischen Coast-Is-Clear-Musik zurückkehre, und sei es auch nur für diesen einen Song. D.h. ich präsentiere Euch heute allerfeinsten Indiepop, und zwar die neue Single des amerikanischen Projekts Tiny Fireflies aus Portland. Wunderbar zartschmelzender Gesang und eine sanfte Melodie sorgen für positive Frühlingsgefühle (trotz des Titels).



LOBBY «Collapse» – gut, nun drehen wir den Düsternisfaktor mal deutlich auf. Die französische Waveband hatte bereits vorletztes Jahr ihr Debütalbum «Fragrance» veröffentlicht, das mir aber erst jetzt über den Weg gelaufen ist. Klasse Musik!