Camp Claude, The Wedding Present

Camp Claude «Everynight» – es wird mal wieder Zeit für etwas Musik aus Frankreich, wie ich finde. Das Trio Camp Claude hatte ich vor längerem schon mal hier im Blog vorgestellt, damals u.a. mit einem Song, der mich an Mazzy Star erinnerte. Jetzt sind sie zurück, mit einem neuen Track vom 2023 erscheinenden Nachfolgealbum. Stilistisch geht es atmosphärisch und durchaus poppig zu, wobei die Stärke der Band ohnehin ihr großer Abwechslungsreichtum ist. Man weiß also nicht (wie bei manch anderer Indieband) schon im Voraus, was einen erwartet. Sowas mag ich ja. :-)

The Wedding Present «Science Fiction» – apropos Indie – wahre Ikonen und Klassiker britischer knarziger Gitarrenmusik ist ja The Wedding Present aus Leeds. Seit 1985 sind sie bereits aktiv und bringen immer wieder neue Musik heraus. So nun auch diesen Song im Rahmen ihres „2022 jeden Monat eine neue Single“-Projekts. Angenehm melodisch, wie ich finde.

The Haunted Youth, Cigarettes After Sex

The Haunted Youth «Broken» – wie wäre es mal mit etwas flottem DreamPop mit Wave-Atmosphäre? Diese bieten The Haunted Youth, einer Band aus, man höre und staune, Belgien. Im Laufe der letzten Monate haben sie einige sehr schöne, bei aller Melancholie auch flotten Tracks veröffentlicht, die mittlerweile im Debütalbum «Dawn of the Freak» mündeten. Ein bisschen Beach House & Co. vermag ich hier durchaus rauszuhören.

Cigarettes After Sex «Pistol» – die Slowcore-Band aus New York ist wieder zurück. Die neue Single ist (wie zu erwarten) sehr melancholisch und atmosphärisch, und auch wenn das Trio um Greg Gonzalez hier kein wirkliches Neuland betritt (trotz minimal schnellerem Rhythmus) und man den Sound mittlerweile von CAS kennt, ist es doch wieder ein hübscher Song geworden.

Ivory Fields, Piel

Ivory Fields «As If» – jut, heute kehre ich mal zu den Ursprüngen meines Bloggens zurück – der obskur-unbekannten Indiemusik mit Electro-Shoegaze- und Früh-90er Einschlag. Den Auftakt macht das Duo Ivory Fields aus Los Angeles, das gerade sein Debüt-Album veröffentlicht hat und uns vorab mit dieser Single und dem leicht psychedelischen Video beglückte. Es hat für mich etwas sehr Britisches, und erinnert gar an (nicht ganz so harsche) Curve. Sehr super! Das Album ist allerdings deutlich elektronischer.

Piel «Lost in Translation» – noch etwas verhallter ist diese ebenfalls aus Los Angeles stammende Band mit ihrer aktuellen, atmosphärischen und sehr coolen Single.

Wyldest, Sofia Portanet

Wyldest «Abilene» – ach, das ist mal wieder ein wunderbarer Song der britischen Sängerin Zoë Mead, die unter ihrem Künstlernamen Wyldest seit einigen Jahren atmosphärischen, melodischen DreamPop mit Folk-Einschlag spielt und 2022 mit «Feed The Flowers Nightmares» ein tolles Album mit Top 20-Potential in meinen Jahrescharts veröffentlicht hat. Nicht alle Lieder darauf sind so flott wie diese Single, manches klingt eher nachdenklich, was ich aber natürlich und bekanntlich auch gerne mag.

Sofia Portanet «Unstoppable» – die in Kiel geborene Sängerin Sofia Portanet ist ebenfalls zurück, mit einer (mich wieder etwas an Marina erinnernden) neuen Single, die tollen Pop bietet. Das kommende Album wird sicherlich wieder super. Aktuell ist sie übrigens auf Deutschlandtour.


Sohodolls, The Primitives

Sohodolls «Letter to my Ex (Thank You, Goodbye)» – die britische Electroclashband Sohodolls gibt es schon seit vielen Jahren und konnte vor längerem auch bei mir mit Songs wie «Prince Harry»punkten. Dann wurde es eine ganze Weile still um sie, doch inzwischen sind sie (u.a. auch Dank eines viralen TikTok-Hits) wieder zurück und veröffentlichen wieder neue Musik. Diese schließt ziemlich nahtlos an ihre flotten Pop-Songs früherer Tage an, wie man an der aktuellen Single sieht. (Kleiner Edit: just gestern ist eine weitere Single, «Bad», erschienen, somit ist dies hier also nur "halbaktuell". ;-)

The Primitives «Don't know where to start» – absolute Indie-Gitarrenpop-Ikonen sind natürlich die Primitives, die auch schon seit ein paar Jahren wieder aktiv sind und immer wieder coole Songs herausbringen. Diese Woche gab es eine neue Doppel-A-Seiten-Single, und ihr Sound ist im Grunde immer noch so klasse wie schon in den 80ern, d.h. das Lied hätte auch auf «Pure» drauf sein können.

BABYMETAL, Ben Narcis

BABYMETAL «Divine Attack – 神撃» – genau ein Jahr ist es nun her, dass die japanische „Kawaii”-Metalgruppe BABYMETAL offiziell in den Winterschlaf ging. Drei Jahre seit dem letzten eigenen neuen Song. Doch nun hat das Warten endlich ein Ende, die beiden jungen Damen + Band sind wieder da, mit dem angekündigten Konzeptalbum «The Other One», das eine andere Seite der Gruppe zeigen soll. Wenn man die bisherigen Visuals als Maßstab nimmt, wird es nun also deutlich düsterer. Die erste Single deutet bereits in diese Richtung – sehr psychedelisches Video, dazu krachige Gitarren gepaart mit Su-Metals kraftvoller, hoher Stimme und schöner Melodie. Ein gelungenes Comeback, auch wenn ich die z.T. poppigeren und offen eklektischeren Lieder ihrer früheren Tage noch etwas unterhaltsamer fand. Trotzdem ein toller Song!

Ben Narcis «First Time» – durch eine Promomail wurde ich auf dieses schöne Stück des Londoner Sängers Ben Narcis aufmerksam gemacht, das mich zu Beginn gar etwas an Mazzy Star erinnert.

Thus Love, Brooke Annibale

Thus Love «Repetitioner» – es geht doch nichts über den guten alten PostPunk :-). Vor allem, wenn er eher in Richtung 80er Wave geht, also schön flirrende Gitarren aufweist, wie bei diesem feinen Song der Band aus Vermont. Tatsächlich ist die Band noch relativ neu und hat bisher vor allem ein paar Demos veröffentlicht. Die Single ist allerdings von einem zu erwartenden richtigen Album.


Brooke Annibale «What if you» – ich bekomme täglich eine Flut an Promomails, die ich mir gar nicht mehr alle durchlesen kann. Manchmal sind aber echte Perlen darunter, so wie dieser tolle Song der US-amerikanischen Sängerin Brooke Annibale, der vom gleichnamigen neuen Album stammt.

The WAEVE, Sloan Peterson

The WAEVE «Can I Call You» – Graham Coxon (bekannt als Gitarrist von Blur) ist in den letzten Jahren nicht untätig gewesen und hat nun zusammen mit Rose Rlinor Dougall (bekannt von den Pipettes) ein neues Projekt namens The WAEVE gegründet. Die Musik ist sehr cool, hat Atmosphäre und eine gewisse Melancholie und überraschende klangmäßige Wendungen, wie man an dieser Single gut hören kann. Das dazugehörige Debütalbum kommt leider erst im nächsten Frühling raus, aber so hat man zumindest schon mal was, auf das man sich in 2023 freuen kann.

Sloan Peterson «Sick & Selfish» – die australische Rocksängerin ist zurück mit einem klasse flotten und melodischen, poppigen Song. Ob es von einem neuen Album stammt ist noch unklar.