Winter, The Blue Herons


Winter «High School» – der Gitarrensound der 90er Jahre ist nicht nur im Zuge des Shoegaze-Revivals wieder in aller Ohren. Auch die etwas rockigeren, an Bands wie Belly (die übrigens auch wieder da sind) und College Rock erinnernden Klänge feiern ein Comeback. Die Band Winter um die in BRasilien geobrene Sängerin Samira Winter zeigt auf ihrem zweiten Album «Ethereality» eine angenehme Mischung aus Indiepop und -rock, erinnert mich manchmal an besagte Belly, manchmal an Alvvays. Sehr unterhaltsam!



The Blue Herons «All I keep inside» – aus der Schweiz stammt dieses Indie-/Janglepop-Projekt, auf dessen aktueller Single Thierry Haliniak den Gesang beisteuert.

Roxiny – Goliath / Rituals EP


Roxiny «Goliath» – hach, ist das toll! Die dominikanisch-amerikanische Sängerin Roxiny hat gerade ihre neue Single veröffentlicht und parallel dazu die «Rituals»-EP, die ich hiermit einfach mal zum derzeitigen Album des Jahres küre. (Ja, ich weiß, es ist kein „richtiges“ Album, ist aber von der Spielzeit her genauso lang wie bspw. das neue Werk von Girls Names.) 2017 hatte ich ja schon mal ihren Song «9 Months» hoch gehandelt, und die EP erfüllt meine (hohen) Erwartungen voll und ganz. Eklektizismus ist hier Trumpf – bei den Songs geben sich Pop, Post-Punk, Wave, Shoegaze, Krautrock, Kratzgitarren und Elektronik unbekümmert die Klinke in die Hand, und beschlossen wird das Ganze mit einer originellen Coverversion von Blurs «Song 2». «Goliath» ist mein absoluter Favorit der EP, ganz großartiger Song, und im Video erinnert mich Roxiny sogar etwas an Marina (& the Diamonds), was noch ein zusätzlicher Pluspunkt ist. ;-)

Chromatics, Soon She Said


Chromatics «Black Walls» – huch, was ist denn das, ein neuer Song von den Chromatics? Damit hatte ich jetzt gar nicht mehr gerechnet, denn Jahr für Jahr wurden wir von dem US-amerikanischen Duo vertröstet, ein neues Album wurde jedes Jahr aufs Neue angekündigt und erschien dann doch nicht, so dass ich die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatte. Aber vielleicht hat der Auftritt in der 3. Twin Peaks-Staffel die Kreativität der beiden gekitzelt, so dass es nun wirklich eine wunderbare Single zu bestaunen gibt. Verhuscht wie üblich, etwas träge dahingleitend, wie an einem heißen Sommertag. Super!


Soon She Said «A letter to Elise» – zu den eher seltener gecoverten Cure-Songs gehört dieses Lied, dem die französische Shoegazeband stilvoll huldigt.

Laura Carbone, Sonars


Laura Carbone «Tangerine Tree» – die Mannheimer Sängerin hatte ich Euch ja vor ca. zwei Jahren schon mal vorgestellt, und ihr Debütalbum «» schaffte es sogar in meine Top 10. Ihre Musik, irgendwo zwischen PostPunk und Mazzy-Star-Gitarren hatte es mir damals schon sehr angetan, und so ist es kein Wunder, dass ich auch ihre aktuelle Single klasse finde. Sie stammt vom am 1. Juni erscheinenden neuen Album «Empty Sea».


Sonars «Settle Down» – und als zweiter Tipp von mir heute noch ein paar Indiegitarren aus Italien. Ihr psychedelischer Rock sagt mir auch sehr zu.


The Exploding Boy, Helena Deland


The Exploding Boy «Alarms in Silence» – na, das ist aber wirklich schon eine ganze Weile her, dass ich diese schwedische Band zuletzt in meinem Blog erwähnt habe. Und das, wo sie doch in den ersten Jahren von Coast Is Clear quasi ein Dauerabo auf Beiträge bei mir hatten. Aber so richtig hatte mir ihr Output der letzten Jahre nicht mehr überzeugt, und es gab ohnehin auch nicht mehr so oft neue Musik von den Jungs. Nun aber sind sie wieder da, mit einer neuen Single, die ein wenig an alte Glanzzeiten denken lässt. Dunkler Wave/PostPunk war ohnehin seit jeher ihr Markenzeichen. Am 18. Mai erscheint das neue Album «Alarms!».



Helena Deland «Take It All» – auch nicht gerade fröhlich ist der neue Song der kanadischen Sängerin, der an Massive Attack und andere ruhigere TripHop-Stücke denken lässt. Sehr schön!

Wylderness


Wylderness «Periphal Vision» – so heute nur ganz kurz, weil ich grad extrem wenig Zeit habe, einen Beitrag für alle Shoegazefreunde im Land. Das britische Trio hat My Bloody Valentine und DIIV als ihre Vorbilder, und zum Glück hört man erstere aus dem aktuellen Song nicht so sonderlich stark heraus. ;-) Das Debütalbum ist Ende März auf Succulent Recordings erschienen.


Blood Red Shoes, FRANKIIE


Blood Red Shoes «God Complex» – ich glaube, ich habe dieses britische Duo bislang in meinem Blog ziemlich stiefmütterlich behandelt. Dabei sind sie schon seit vielen Jahren aktiv, waren eine der Bands der „neuen britischen Welle“, die Mitte der 00er Jahre über die Indiediscos zus chwappen begann, doch so richtig hatte ihre Musik bei mir nur selten gezündet. Das ist nun mit der neuen Single anders, denn die erinnert an Garbage zu ihren besten Zeiten und gibt ordentlich Gas.




FRANKIIE «Glory me» – das kanadische Quartett legt mit dem neuen Lied ein prima Schrammelpop-Stück vor, das, wenn ich's recht bedenke, irgendwie auch gut zu den BRS passt. Der Track stammt vom demnächst erscheinenden Album.


Priest, Launder


Priest «Lost Lions» – wie wäre es mal mit einer Portion verträumten Elektropop zur Abwechslung? Die britische Band Sängrin bietet auf ihrer neuen EP wirklich sehr gelungenen Pop (ohne RnB- und HipHop-Gedengel – etwas, das heutzutage irgendwie schwierig zu geworden sein scheint...). Die Single «Lost Lions» hat es mir dabei besonders angetan, deshalb möchte ich sie Euch unbedingt ans Herz legen.



Launder «Pink Cloud»
– wer mehr auf psychedelische Indiegitarren steht, wird sich vermutlich mehr über die neue EP diese kalifonrischen Band freuen. Die französische Sängerin Soko leiht einem der Songs sogar ihre Stimme.