Ducks Ltd., October Drift

Ducks Ltd. «As Big As All Outside» – ich habe, trotz sich wandelndem Musikgeschmack in den letzten 10 Jahren, nach wie vor eine Schwäche für Jangle-Gitarren. Von daher ist es kein Wunder, dass Ducks Ltd., ein Duo aus Ontario in Kanada, mit ihrem neuen Song genau meinen Nerv trifft. Das Lied perlt wunderbar dahin und macht Lust auf den Sommer. Das neue Album «Get Bleak» wird Ende Mai erscheinen.

October Drift «Video Games (Lana Del Rey Cover)» – October Drift sind eine britische Indie-/Shoegazeband, deren Musik mir auch schon länger zusagt. Nun haben sie mit Lanas «Video Games» einen modernen Klassiker gecovert, live im Studio, und dem Song eine Art leichtes Shoegazegewand umgelegt. Sehr hübsch!

Porridge Radio, Red Ribbon

Porridge Radio «7 Seconds» – vielleicht bin ich etwas spät mit meinem Tipp dran, denn dieses Lied ist bereits letztes Jahr erschienen. Aber da der Song wirklich wunderbarer Indiepop ist, will ich Euch den Track der Band rund um Sängerin Dana Margolin aus Brighton doch unbedingt einmal vorstellen. Ich fühle mich gar etwas an selige Heavenly-Zeiten erinnert – sehr melodieorientierter, beschwingter Gitarrenpop mit in diesem Fall auch etwas nostalgischer Note.

Red Ribbon «Renegade» – und noch einmal feine Indiegitarren, diesmal etwas ruhiger dargeboten. Die Band stammt aus Seattle und zeigt mit der aktuellen Single der Wüste mal, wo es lang geht. :-)

Pixey, Permafrost

 

Pixey «The Mersey Line» – in den 1990ern war die BritPop-Indiewelt bekanntermaßen auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Und es ist kein Wunder, dass auch heutige junge Künstler (vornehmlich aus dem UK) gerne auf Stilelemente dieser Zeit zurückgreifen. So auch Pixey, die Sängerin aus Liverpool, deren neue Single «The Mersey Line» mich u.a. an Corner Shops Hit «Brimful of Asha» erinnert (falls das noch jemand kennt). Der Song stammt von der aktuellen EP «Free to Live in Colour».

Permafrost «Femme Fatale» – in eine etwas andere, nämlich viel düstere Kerbe schlägt die Band aus Norwegen, die dem 80er Jahre Gitarrenwave frönt.

La Femme, Eskobar

La Femme «Le Sang de Mon Prochain» – die Pariser Band La Famme ist ja schon seit einigen Jahren in meiner Rotation, vor allem mit ihrem Hit «Sur la planche» von 2010/2011. Ihre Musik ist meist sehr seltsam, eine sonderbare Mischung aus allem Möglichen. Sehr französisch, irgendwie. Das neue Album «Paradigmes» macht da keine Ausnahme, wobei es gerade in der ersten Hälfte auch ein paar geschmeidige SynthPop-Hits enthält. Aber ihrer „quirkyness“ bleiben sie definitiv (zum Glück) treu.

Eskobar «When Your Heroes Fall» – die schwedische Band Eskobar verfolge ich ebenfalls seit langem und mag sie seit ihren Anfängen zu Beginn dieses Jahrtausends. Zwischenzeitlich wurde es ruhiger um sie, aber inzwischen bringen sie wieder neue Musik heraus. So wie diese Single, die durchaus etwas von den Stone Roses hat und von ihrem 2020er Werk «Chapter 2» stammt.

RAY, ・・・・・・・・・ (dotstokyo)

RAY «バタフライエフェクト/Butterfly Effect» – ich mache heute mal ein japanisches Shoegazedoppel. Im Zuge meiner BABYMETAL-Begeisterung bin ich in den letzten Monaten auch ein wenig in die sehr vielfältige japanische Musikszene eingetaucht – dabei kommt man um die sog. Idol Groups, also von Label zusammengestellte Gruppen, die live i.d.R. zu Backingtracks tanzen und singen, kaum herum, sind diese in Japan doch ziemlich angesagt. Natürlich im zu erwartenden J-Pop-Chartsbereich (siehe K-Pop), aber auch im sog. „Alternative Idol“ (quasi Indie)-Bereich. Und hier gibt es musikalisch wirklich so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann – darunter eben auch Shoegazegruppen wie RAY, bestehend aus drei/vier jungen Damen, deren Debütalbum «Pink» letztes Jahr erschienen ist und eine schöne Mischung aus verzerrten Gitarren, aber auch Schrammelpop der Marke Pains of Being Pure at Heart enthält.

・・・・・・・・・ (dotstokyo) «いくつかの夜、いくつかのさよなら» – viel Spaß beim Googlen dieses Bandnamens. ;-) Noch eine weitere Idol-Shoegazeband, die noch etwas schräger klingt, mir aber z.T. auch gefällt. (Und sich leider inzwischen aufgelöst hat.)

Adult Books, Minimal Schlager

Adult Books «Florence» – aus Los Angeles stammt die Band Adult Books, deren Debütalbum «Grecan Urn» gerade frisch erschienen ist. Ihr Sound wird vom Label als "Post Punk" bezeichnet, und als Referenzen werden z.B. Wire und Modern English angeführt. Auf ihrer aktuellen Single «Florence» lässt sich zumindest der Wire-Einflus schon etwas heraushören. Ein sehr gelungener Song, der nicht zu retro klingt, sondern frisch und modern.

Minimal Schlager «Disorder» – absolut retro ist hingegen das, was das Berliner Duo Minmal Schlager so treibt. Ihr aktueller Song ist eine Coverversion des Joy Division-Klassikers und klingt wunderbar pluckerig elektronisch.

Low Island, Coach Party


Low Island «Do It For You» – wie Ihr ja wisst, mag ich atmosphärische Musik seit jeher sehr gern. Wenn das dann auch noch mit guter Melodie und coolem Rhythmus gepaart wird, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. So hat mir auch die neue Single der britischen Band Low Island angesprochen. Sehr zurückhaltend instrumentiert und dennoch mit einer sehr dichten Stimmung udn einer ungewohnten Wendung gegen Ende hin (und einem etwas merkwürdigen Video).Das Debütalbum «If You Could Have It All Again» erscheint Mitte April.

Coach Party «Everybody Hates Me» – wunderbar fluffige Indiegitarren erwarten einen bei der aktuellen Single des Quartetts von der Isle of Wight. Der Song erinnert mich etwas an die Darling Buds und ähnliche Schrammelbands aus den späten 80er/frühen 90er Jahren.

Mint Julep, Flyying Colours

Mint Julep «In Your Sleep» – langjährige Leser meines Blogs (danke für die Treue übrigens!) werden sich vielleicht noch an das Duo Mint Julep aus Portland in Oregon erinnern. Im Laufe de rletzten 15 Jahre haben sie immer wieder ziemlich großartige Songs und Alben veröffentlicht und 2011 und 2016 auch jeweils mein Album des Jahres gestellt. Von daher waren meine Erwartungen an das neue Werk «In A Deep And Dreamless Sleep» natürlich entsprechend hoch. Und was soll ich sagen: für meine Nr. 1 wird es diesmal wohl nicht so ganz reichen, dazu sind mir viele der Lieder dann doch etwas zu verträumt, aber es ist schon wieder sehr angenehme, meist elektronische Musik geworden, die man sich sehr gut anhören kann.

Flyying Colours «Big Mess» – ganz anders, nämlich deutlich krachiger, geht es bei der australischen Band zu Werke, die sich an britische Shoegazevorbildern orientiert, aber durchaus einen eigenständigen Sound kreiert. Das neue Album «Fantasy Country» ist ebenfalls gerade erschienen.