Phantom Siita, The Capsules


ファントムシータ (Phantom Siita) «薔薇色の月 (Rose-coloured moon)» – heute will ich Euch mal eine Idolgruppe vorstellen, die ich bereits in meinen Jahrescharts erwähnt habe – Phantom Siita, die von Japans Superstar Ado gecoacht und produziert werden und deren Konzept Retro-Horror ist. Sie gehören damit zum Bereich der "Dark Idols", die wenig mit den klassischen quietschbunten und harmlosen Mainstream-Pop-Idols zu tun haben. Bisher haben sie ca. ein Dutzend Songs veröffentlicht, und diese sind alle völlig unterschiedlich. Mal sehr melodisch, mal abgefahren, aber immer interessant und mit Pop-Appeal. Der neue Track «Rose-coloured moon», der von einem großartigen Video begleitet wird, ist eine wirklich wilde Reise durch die Stile und maximal japanisch, gerade auch in Bezug auf die jazzigen Elemente. Es erwärmt mein Herz, zu sehen/hören, dass es möglich ist, Pop zu machen, der mutig ist und dennoch erfolgreich sein kann.

The Capsules «Machines» – definitiv nicht wild, sondern klassischer Indie-Gitarrensound kommt von der US-amerikanischen Band The Capsules, die mit Dreampop- und Shoegaze-Elemente in ihrer Musik spielen. Dieses Jahr soll auch ein neues Album erscheinen.

Sandhouse, Plastic Girl In Closet


Sandhouse «Make Me Small» – die 90er sind ja schon seit einer Weile soundmäßig ordentlich wieder im Kommen, auch bei jungen Bands, die damals vermutlich noch gar nicht gelebt haben. Der Alternative-Gitarren-Sound wird jedenfalls vermehrt wiederbelebt, oftmals durchaus zu meinem Gefallen. So ist es auch der Fall mit dem britischen Duo Sandhouse, deren Single «Make Me Small» kurz und knackig auf den Punkt kommt. Ihre Debüt-EP «Circus» ist letztes Jahr erschienen.



Plastic Girl In Closet «Pool» – aus Japan stammt dieses Trio, das es bereits seit 20 Jahren in wechselnder Besetzung gibt und die sich vor allem mit shoegazeartigen DreamPop-Klängen einen Namen gemacht haben. Die Single stammt vom neuesten Album «High Heart».

Gestalt Girl, Misfire


Gestalt Girl (ゲシュタルト乙女) «LIV – one shot one story» – heute möchte ich Euch einmal eine noch relativ unbekannte, aber sehr begabte und gute japanischen Band vorstellen, die einen etwas seltsamen deutschen Namen hat, aber doch sehr japanische Musik macht. Sie durfte neulich beim LIV-YouTube-Kanal eine sehr coole Performance in einer U-Bahn abhalten, die einen ganz besonderen Reiz und eine spezielle Atmosphäre hatte. Gestalt Girl sind ein seit 2016 aktives Duo, deren Musik man als japanischen Indie bezeichnen kann, d.h. Gitarrenmusik mit manchmal leichten jazzigen und auch ein paar MathRock-igen Elementen.



Misfire «rotting» – klassischen US-amerikanischen IndieRock mit starkem 90er Flair spielen Misfire, die ich neulich eher zufällig entdeckt habe. Die kalifornische Band ist noch relativ neu und am Anfang ihrer Karriere.

Witch Fever, Rusui


Witch Fever «SAFE» – mit etwas angedüsterter Rockmusik kann man mich ja durchaus kriegen, und auch Gothic-Referenzen kann ich (in Maßen) gut verknusen. Von daher ist es keine Überraschung, dass die Single «SAFE» dieser Band aus dem UK durchaus meinen Geschmack trifft. Sie schafft es, immer auf der melodischen Seite zu bleiben, lässt aber auch ein bisschen was von Grunge und PostPunk durchschimmern. Sehr gelungen!


Rusui «ラグトレイン (Rug Train)» – über die japanische Sängerin und Zeichnerin Rusui ist wenig bekannt, aber sie lädt seit einigen Jahren regelmäßig Cover und andere Songs bei z.B. YouTube hoch. Ihr Sound ist schon sehr typisch japanisch irgendwo in Richtung J-Pop, aber schwer einzusortieren. Eines der letzten Cover hat es mir besonders angetan.

Coast Is Clear auf StoneFM am Do., 22. Januar 2026

Es ist soweit, meine erste Sendung im Jahr 2026 steht ins Haus – somit werde ich am Do., 22.1. um 20 Uhr endlich wieder für eine Stunde im Internetradio auf RadioStoneFM zu hören sein. Wie üblich zuerst nur live, d.h. man muss zeitnah den Player anstellen, um die Sendung hören zu können. 

Diesmal gibt es mein Jahreschart-Special – um genau zu sein werde ich Songs aus meinen favorisierten Alben 2025 vorstellen. Ein Großteil wird dabei, wenig überraschend, aus Japan kommen, aber ich habe netterweise auch ein paar Lieder westlicher Acts mit eingebaut. :-) Insgesamt wird es stilistisch sehr abwechslungsreich, von Jazzfusion über Metal bis hin zu Indierock und -pop.

Hört doch einfach mal rein. Die nächsten Sendetermine sind:
Do. 22.01.2026 (Jahreschart-Special)
Do. 26.02.2026
Do. 26.03.206

» Hier kommt Ihr zur Website von Radio StoneFM
(Der Player ist in der rechten Spalte zu finden (Sendezeiten sind generell Dienstag und Donnerstag von 20–23 Uhr))

Im Forum könnt Ihr auch live während der Sendung mitdiskutieren (kostenlose Anmeldung erforderlich).

Meine Sendungen findet Ihr mittlerweile alle zum Nachhören auch auf Mixcloud (meist am Tag nach dem offiziellen Sendetermin aktualisiert, manchmal auch 1–2 Tage später):

https://www.mixcloud.com/CoastIsClearKiel/


Culenasm, Scut


クレナズム (Culenasm) «香椎ブルー (Kashii Blue)»
– ich glaube, dieses Indie-Quartett aus Fukuoka habe ich noch gar nocht im Blog vorgestellt. Dabei ist ihre Musik nicht nur sehr gut (in meinen Ohren jedenfalls), sondern auch durchaus kompatibel zu westlichen Indie-Gitarrenklängen. Sie verweben Shoegaze, Indierock und typisch japanische Akkordfolgen zu einer ausgesprochen ansprechenden Mischung. Wie auf ihrer neuen Single, die Ende letzten Jahres erschienen ist und mehr den DreamPop in den Vordergrund stellt.



Scut «Don’t overcomplicate it» – die deutsche Band Scut habe ich in den 2000er Jahren des öfteren gehört, da mir ihr melodischer Indierock-Sound immer zugesagt hatte. Nun sind sie wieder zurück, inzwischen als ein Ein-Mann-Projekt von Markus Losert, mit wirklich gelungener neuer Musik auf Alison Records.

Wintersleep, 十三月革命 (Jusangatsu Kakumei)


Wintersleep «I got a feeling» – es ist wirklich schon lange her, dass ich die US-amerikanische Indiefolk-Band Wintersleep mal in meinem Blog hatte. Seit mittlerweile über 20 Jahren gibt es das Quintett, das zwischenzeitlich mal pausiert hat, nun aber mit neuem Material zurück ist. Mit dem sie auch an den schönen, warmen, leicht folkigen Sound ihrer früheren Zeiten anknüpfen. Die neue Single lässt jedenfalls auf ein neues Album in diesem Jahr hoffen.



十三月革命 (Jusangatsu Kakumei) «永遠なんてないよね (There's no such thing as eternity)» – völlig anders gelagert ist der Fall mit dieser Band. Sie sind noch ganz neu, haben keine 100 Subscriber bei YouTube, aber ihr leicht droneiger Indiesound mit Shoegazeschlagseite macht schon Lust auf mehr. 

ラナメリサ (Lana Melyssa), KLASS II


ラナメリサ (Lana Melyssa) «愛でてよベイベー (Medete yo beibē)» – 2025 war ein Jahr, in dem ich wirklich viele neue Künstlerinnen und Künstler entdeckte, was auch daran lag, dass sehr viele neue Acts zum ersten Mal auf der Musik-Bühne erschienen. So beispielsweise die junge Japanerin Lana Melyssa, deren Debüt-Single Großes erwarten lässt. Mit einer sehr kräftigen Stimme und ordentlicher Rock-Attitüde legt sie gleich richtig los – ich hoffe mal, in 2026 wird noch so einiges von ihr zu hören sein. Ach so, allen Lesern natürlich ein frohes neues Jahr! :-)



KLASS II «Om Oss» – die schwedische Wave-/Postpunk-Band hatte ich hier im Blog immer mal wieder empfohlen. Ende letzten Jahres brachten sie ihr neues Album «Lite Saknas» heraus, das wieder einige wunderbar angedüsterte Stücke enthielt.