Red Red Eyes, Lumerians


Red Red Eyes «Low Light» – erinnert sich noch jemand an die britische Band Broadcast aus den 90ern/frühen 00er Jahren? Ihr cinematischer, latent retro-hafter Sound hatte es mir damals immer sehr angetan – und nun gibt es mit dem UK-Duo Red Red Eyes würdige Nachfolger. Denn zumindest ihr Song «Low Light» erinnert schon ein wenig an dieses verhallte, verhuschte, leicht psychedelische Filmmusik-Flair. Das dazugehörige Album «Horology» ist im Mai erschienen und kann ich nur wärmstens empfehlen.


Lumerias «Space Curse» – irgendwie auch psachedelisch, dabei etwas mehr in Richtung elektronischer Motorik-Krautrock-Beat geht die Musik dieser Band aus San Francisco. Auch ausgesprochen angenehm!

Therese Lithner, Bad Bad Hats


Therese Lithner «Drift» – ich staune ja immer wieder, wieviel gute Musik aus Skandinavien so kommt. Unsere nördlichen Nachbarn haben offenbar ein besonderes Händchen für Melodien und stimmungsvolle Instrumentierung. Die erst 19jährige Sängerin Therese Lithner stammt aus Stockholm und hat soeben ihre Debüt-EP veröffentlicht. Gitarren zwischen Jangle und Indierock verwöhnen hier das Ohr, und vor allem der Song «Drift» ist klasse.



Etwas düsterer ist «Drown»:



Bad Bad Hats «Talk With Your Hands» – ebenfalls sehr sehr angenehmer Indiepop ist die neue Single des Trios Bad Bad Hats aus Minneapolis, die ein Vorbote des am 3. August erscheinenden Albums «Lightning Round» darstellt.

Blue J, Tinpan Orange


Blue J «Hard to Know» – zugegeben, der Indie-/Twee-/JanglePop-Anteil der Bands in meinem Blog ist im Laufe der letzten Jahre merklich geringer geworden. Heute aber möchte ich an die güldene Anfangszeit von Coast Is Clear anknüpfen und Euch einen wunderbaren Song der kanadischen Band Blue J vorstellen, der wahrlich auch auf dem Sarah Rec.-Label hätte erscheinen können. Inklusive der latenten Sommer-Melancholie.


Tinpan Orange «Going Home» – aus Australien stammt dieses Duo, das mit seiner neuen Single wiederum luftigen Gitarrenpop präsentiert. Die Band ist übrigens ab Ende Juli auf Deutschland-Tour!


Princess Chelsea, Echolust


Princess Chelsea «I Love My Boyfriend» – die neuseeländische Sängerin Chelsea Nickel ist wieder zurück – und zeigt auch auf ihrer neuen Single die für sie typische "quirkyness". Wie schon bei ihrem legendären «Cigarette Duet» von 2011, der damals als "Disneycore" bezeichnet wurde, mischt sie poppige Melodien, Lofi-Instrumentierung und ihren kindlichen Gesang zu einem humorvollen und unterhaltsamen Song. Ihr neues Album «The Lonelinest Girl» wird später in diesem Jahr folgen.


Echolust «Loomer» (Album) – ganz anders, nämlich in Richtung Darkwave und Synthrock, klingt die Musik des Trios aus Los Angeles, die auf ihrem aktuellen Album auch eine gelungene Coverversion des My Bloody Valentine-Klassikers «Sometimes» bieten.

VEGAS, Gorillaz


VEGAS «The end of the world» – schon etwas seltsam, aber auch sehr interessant, was uns die Berliner Sängerin Sarina Giffhorn aka VEGAS mit ihrer aktuellen Single präsentiert. Musikalisch hat es ein bisschen etwas von latenten Düster-Klängen oder vielleicht auch Lene Lovich, und das dazugehörige 360° 3D stereoscopic VR-Video (man kann es mit der Maus anklicken und sich darin herumbewegen) tut ein Übrigens, für ein wenig Verwirrung zu sorgen. Mit gefällt's! (Danke an GutesHörenIstWichtig für den Tipp.)


Gorillaz «Tranz» – okay, zu diesem Projekt des Blur-Masterminds Damon Albarn muss ich natürlich nicht weiter was schreiben – außer vielleicht, dass es erstamlig in meinem Blog auftaucht, denn dieser Synthie-Song hier vom neuen Album «The Now Now» hat es mir wirklich angetan.

Black Honey, Okay Champ


Black Honey «I only hurt the ones I love» – die britische Band hatte ich ja schon vor zwei Jahren als heißen Kandidaten für ein Durchstarten auf der musikalischen Weltbühne gtippt – und so langsam scheint es richtig loszugehen. Denn im September steht das Debütalbum ins Haus, und stilistisch hat man sich ein wenig weg vom rein rotzigen Rock hin zu sogar etwas poppigeren Elementen gewandelt, wie man auch gut an der neuen Single hören kann, die von einem stilvollen Videoclip begleitet wird.



Okay Champ «William Tell» – etwas düsterer geht es bei der neuen Single der Band Okay Champ aus Newcastle zu, die wunderbar brodelnd auf kratzigen Gitarrenwänden daher kommt und auch vom Gesang her durchaus etwas PostPunkiges hat.

Eine Bootstour mit Oliver Gottwald (Anajo)


Das Wetter ist ja allerbest derzeit, so wenig Regen gab es im Norden schon seit Jahren nicht mehr. Passend dazu bietet sich für alle Musikinteressierten die Möglichkeit, mit der MS Hedi durch den Hafen zu schippern, Schiffe zu ebstaunen und dabei den Songs von Oliver Gottwald & Band zu lauschen. Er wird nämlich ab 19 Uhr dort auftreten und seine Solo-Sachen wie aber natürlich auch Songs seiner früheren Band Anajo zum Besten geben (und Anajo haben imho mit die besten Indiepopsongs deutscher Sprache geschrieben!). Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Los geht es wie gesagt ab 19 Uhr, St. Pauli Landungsbrücken 10 in Hamburg, auf der MS Hedi. Eintritt kostet ca. 12 €.

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Landing, Nation of Language


Landing «Bright» – psychedelische und mit Shoegaze-Elementen verzierte Musik ist die Spezialität des Trios aus Connecticut – und das bereits seit 20 Jahren! Nun ist soeben das neue Werk in ihrer langen Reihe an Veröffentlichungen erschienen, nämlich das 10-Track-Album «Bells in New Towns» erschienen, das mir auch mit seinen fuzz-rockigen Momenten gut gefällt.


Nation of Language «On Division St» – weitestgehend elektronisch geht es dagegen bei dieser Band zu, die in ihrer aktuellen Single schon an 80er Größen wie OMD erinnert.