Isobel Campbell, Nightbus


Isobel Campbell «4316» – das ist ja mal eine schöne Überraschung: es gibt eine neue Solo-Single der schottischen Sängerin (bekannt u.a. von Belle & Sebastian und ihrer Zusammenarbeit mit Mark Lanegan), und diesmal hat sie tief ins Dreampop-Glas geschaut. Gefällt mir sehr gut, dieser Sound, logischerweise, zumal Isobel das Ganze mit einer feinen Melodie und ihrer unverkennbaren Stimme veredelt. Das neue Album «Bow to Love» erscheint im Mai.



Nightbus «Mirrors» – das britische Trio, das ich erst jüngst kennenlernte, verneigt sich in ihrer aktuellen Single vor den 80ern und bietet angenehm düsteren Post-Punk-Klang.

Swinging Popsicle, Vampire Weekend


Swinging Popsicle «Fennec!» – ich glaube, es ist lange her, dass ich mal ein so altes Album hier vorgestellt habe – es stammt aus dem Jahre 2000, ist mir aber eben erst begegnet. Das Trio Swinging Popsicle aus Japan startete in den 90er Jahren mit ihren zuweilen an die frühen Cardigans und ähnlich beschwingte, luftige Indiemusik erinnernden Sounds und schaffte es damit, sich auch außerhalb von Japan Fans zu erspielen. Ihr Album «Fennec!», dessen Cover ich übrigens total super finde, ist ein schöner Beleg für ihre Fähigkeit, schöne Melodien mit manchmal durchaus auch zupackenden, meist aber chilligen Gitarren zu verweben.



Vampire Weekend «Gen-X Cops» – diese allseits bekannte Band aus den USA hatte ich noch nie im Blog, wenn ich mich nicht täusche. Ich habe ihr Schaffen zugegebenermaßen gar nicht so intensiv verfolgt, bin aber von der neuen Single und ihrem 80er Sound sehr angetan, zumal es auch einige Brüche darin gibt, was es interessant für mich macht.

UNIDOTS, Circe



UNIDOTS «夢見るAM (Yumemiru AM)» – dafür, dass ich in den letzten Monaten zu einem Großteil japanische Musik höre stelle ich immer noch relativ wenige Künstlerinnen und Künstler aus Japan im Blog vor. Aber heute will ich das mal wieder tun – UNIDOTS sind ein Duo, das seit einigen Jahren aktiv ist und eine Art Indiepop spielen, mit durchaus elektronischer Note. Die neue Single (bedeutet übersetzt in etwa „Dreaming AM“) ist da keine Ausnahme und gefällt mir sehr gut. Sie stammt von der aktuellen EP «Ito to toi».



Circe «Riot of Sunlight» – ich habe gar nicht gezählt, wie oft ich die britische Sängerin Circe mittlerweile bei Coast Is Clear hatte, aber da sie regelmäßig coole neue Songs veröffentlicht kann ich nichts dagegen tun. :-)

Wynona, Boy With Apple



Wynona «Falling Into You» – vielleicht bin ich etwas spät dran, Euch dieses britische Duo ans Herz zu legen, denn die Single erschien bereits letzten Mai, aber da der Song zeitlos gut ist, passt er auch noch ins Jahr 2024. Der flotte Indiepop (mit Janglepop-Appeal), den die beiden hier zeigen (und auch auf der dazugehörigen EP «Split Ends»), besticht durch eine wunderbare Melodie und schmachtigen Gesang.



Boy With Apple «GBG Hills» – der ehemalige Fokus meines Blogs lag ja mal auf Skandinavien und hat sich doch deutlich davon entfernt. Aber natürlich mag ich skandinavische Indiebands immer noch. Wie Boy With Apple aus Göteborg, die eine Art angedüsterten Dreampop spielen und demnächst ihr Debütalbum herausbringen.

NewDad, Kitty Fitz

NewDad «Angel» – ich weiß gar nicht mehr, wann und wie ich auf diese irische Indierockband gestoßen bin. Jedenfalls wurden mir in der letzten Zeit wieder vermehrt neue Songs und Videos von diesem Quartett vorgeschlagen (von den allwissenden Algorithmen) und war wieder angetan von ihrem z.T. recht krachigen, oft aber auch schön melodischen und ein wenig shoegazeigen Sound. Sie sind aber insgesamt schon eher aus der härteren/schrofferen Ecke. Ihr Album «MADRA» ist diese Woche erschienen.



Kitty Fitz «I Want Your Love (Oh my God!)» – noch eine Künstlerin, die für mich ein Zufallsfund war. Sie ist noch sehr unbekannt (hat ganze 105 Abonnenten bei YouTube), macht aber schöne, poppige und etwas sonderbare Musik.

Chilli Beans., Regina Spektor


Chilli Beans. «105☻» – ich will ehrlich sein: ich habe keine Ahnung, was der Songtitel bedeuten soll. Was ich aber weiß: Chilli Beans. sind ein japanisches Indie-Trio, dessen Sound sich im Laufe der Jahre gewandelt hat – sie hatten immer ein Auge auf poppige Melodien, umkränzten diese aber früher noch mit ordentlich kratzigen Gitarren. Nun sind sie im Bereich des deutlich geschmeidigeren "Groove-Pop" angelangt, was ihnen ebenfalls sehr gut steht. Ihre neue Single ist für mich gleich der erste Hit des noch jungen Musikjahres und macht richtig Laune, nicht zuletzt auch durch die sonderbaren angeschrägten Piano-Einsprengsel in der Mitte des Liedes. Der Song stammt vom im Dezember erschienenen Album «Welcome to my Castle».



Regina Spektor & Jack Dishel «We're not supposed to be lovers» – Regina Spektor muss ich hier sicher nicht groß vorstellen, ist sie doch seit vielen Jahren eine Ikone der anspruchsvolleren Indiemusik. Und sie hat einen Song zum Adam Green-Tribute-Album «Moping in style» beigetragen, der sehr gelungen ist.

Agent blå, MEMI


Agent blå «Discount» – eine wirklich prima neue Single, die die Band aus Göteborg in Schweden hier vorlegt. Etwas düsterer als man es von ihnen gewohnt ist, aber dennoch ist ihr typisch schwedischer PostPunk-/Wave-Sound, immer gepaart mit eingängigen Melodien, unverkennbar. Der Song stammt vom neuen Album «STAB!», das im April erscheinen wird.



MEMI «Sorry for my late reply» – ich bin ja seit einer Weile den japanischen Klängen sehr zuegtan, habe aber Süd-Korea doch eher stiefmütterlich behandelt. Was sicherlich auch daran liegt, dass (so meine bisherige Erfahrung) koreanische Künstler sich deutlich mehr an westliche Klänge anlehnen und somit für mich zuweilen das Exotische und Besondere fehlt, das Musik aus Japan auszeichnet. Aber unabhängig davon finde ich den neuen Song der Sängerin und Gitarristin MEMI klasse, er geht gut nach vorne los, auch wenn er inhaltlich nicht gerade fröhlich ist.

Fragile Animals, MOTHER


Fragile Animals «December» – also erstmal wünsche ich allen Lesern ein schönes neues Jahr! Ich denke, ich starte 2024 einfach mal mit einer gehörigen Portion wabernder Gitarrenwände, damit wir einen geschmeidigen Beginn des Musikjahres begehen. :-) Den Auftakt machen Fragile Animals aus Brisbane in Australien – dieses Trio, das gerade einmal etwas mehr als 300 Subs bei YouTube hat, veröffentlichte unlängst ihr Debütalbum «Slow Motion Burial», auf dem sie wirklich sehr schön den klassischen Shoegazesound zelebrieren.



MOTHER «最終兵器、きみ (The ultimate weapon, you – ebenfalls eine sehr unbekannte Band sind diese Japaner, die wunderbaren Dreampop zelebrieren und mit ihrer neuen Single genau die richtige Atmosphäre für einen langen Winterabend schaffen.