Young Romance, Luwten, Mineguide


Young Romance «Wasting time» – diese britische Band schaffte es mit ihrem Album «Another's blood» in meine 2016er Charts, ohne dass ich sie in meinem Blog ausreichend gewürdigt habe. Das geht natürlich nicht, deshalb hole ich dieses Versäumnis nun nach. Denn ihr Gitarrenindiepop mit Schrammelfaktor Marke (frühe) The Pains of Being Pure at Heart trifft erwartungsgemäß meinen Nerv - zumal die Songs eine gewisse Atmopshäre ausstrahlen, die sie von anderen Bands des Genres deutlich abhebt.


Luwten «Go honey» – Blogkollege Nico bezeichnete diesen wunderbaren Track als den ersten Hit des Jahres, und was die junge Niederländerin hier zeigt, ist wirklich sehr sehr vielversprechend.


Mineguide «Shu Du» – zum Abschluss noch einen „Oldie“ – dieser Song der russischen Elektrodreampop(?)-Band lief mir allerdings erst jetzt über den Weg und ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten.

Tessa Violet, Blushing


Tessa Violet «Haze» – okay, hier ist er, der erste richtige Oberknaller des neuen Jahres. Wunderbarer DarkPop einer amerikanischen Sängerin, die vor allem für ihren Vlog bei YouTube bekannt ist, aber auch Musik macht, und dies sehr gut, wie ich finde. «Haze» besticht durch die sich langsam reinschraubende Melodie und den schönen Gesang. Das Video passt mit seiner Zeitlupenoptik bestens dazu. Der Song wird sicherlich in meinen Top 10 2017 landen.



Blushing «Tether»-EP – klassisch atmosphärischen Shoegaze bzw. DreamPop spielt diese Band aus Austin/Texas. Die Debüt-EP lässt wirklich so einige Früh-90er-Gitarrensounds Revue passieren – ausgesprochen gelungen!

Slowdive sind wieder da!


Wenn das mal kein Knaller ist – Slowdive, die einzig wahren Götter des Shoegaze, haben gerade ihren ersten neuen Song seit den 90ern veröffentlicht. Und «Star Roving» ist richtig gut! So, wie man Slowdive mag, flirrende Gitarren und schöne Melodien. Nun bin ich wirklich aufs Album gespannt.


Communions, Hypoluxo


Communions «Come on, I’m waiting» – da hat die dänische Band mit ihrer neuen Single ja einen ziemlichen Stilwechsel hingelegt. Hat sie früher eher angedunkelte Wavemusik gespielt, so klingt der aktuelle Song dagegen fast schon fröhlich und nach klassischem 90er Jahre Skandi-/BritPop. Das macht das Lied aber keineswegs schlechter, mir gefällt es sogar ziemlich gut. Das neue Album erscheint dieser Tage.



Hypoluxo «In my head it’s all sand» – etwas dunkler klingt dagegen der Song der Band aus Brooklyn, deren Gesang nicht unwesentlich an The National erinnert. Das Album «If Language» ist recht abwechslungsreich geworden, und man kann es ab 0 € herunterladen! (Danke an withoutmyecho für den Tipp.)

Twin Oaks, British Sea Power


Twin Oaks «Eighteen Minutes» – hach, was für ein herrlicher Indiedreamfolk-Song, den die Band aus Los Angeles uns mit diesem Lied präsentiert. Genau diese Art von wehmütiger, melancholischer, verhuschter und verwehter Atmosphäre mag ich natürlich extrem gern, und als Sahnehäubchen kommt dann eine Minute vor Schluss noch mal eine ordentliche Schicht Shoegazegitarren obendrauf. Mal schauen, ob die Single ein Vorbote auf ein neues Album sein soll – 2015 wurde bereits ein Longplayer veröffentlicht.



British Sea Power «Bad Bohemian» – die Briten bringen seit Jahren mit schöner Regelmäßigkeit neue Musik heraus, und auch wenn sie mein Herz nie so ganz erobern konnten, so ist es doch erstaunlich, wie gut sie auch nach all der Zeit immer noch klingen. Die neue Single ist jedenfalls wieder prachtvoll.

Nadeah, Drab Majesty


Nadeah «Ordinary Colours» – eines der schicksten Plattencover des vergangenen Jahres hatte für mich die neue Scheibe der in Paris lebenden australischen Sängerin Nadeah. Im Zeitalter der mal eben schnell zusammengeklickten Cover ist ein wirklich gut designtes dann Labsal für meine Augen. Auch die Musik ist sehr gelungen – man findet hier durchaus schraddelige Indiegitarren, aber auch viel Melancholie und Atmosphäre. Nadeah hat auch u.a. mit Nouvelle Vague gesungen und war früher bei der britischen Band The Lovegods aktiv.


Drab Majesty «39 by Design» – als Vorbote auf das im Januar erscheinende neue Album bietet uns der Sänger aus Los Angeles ein düsteres Lied, das so auch eigentlich in den 80ern hätte veröffentlicht werden können. Irgendwie habe ich ja ein Faible für solche Art von Musik, auch 2017 noch. :-)


Ozean, Forsaken Autumn


Ozean «Scenic» – so, heute gibt es mal ein Shoegaze-Double, und damit eine Art (temporäre) Rückkehr zur ursprünglichen Kernkompetenz von Coast Is Clear. Shoegazebands gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, jeder der eine Gitarre und einen Verzerrer halten/bedienen kann, scheint heutzutage entsprechende Musik zu machen. Aber ich muss doch zugeben, dass ich die klassischen Shoegazer der frühen 90er Jahre immer noch am meisten mag. So war ich auch erfreut, als ich zufällig auf die kalifornische Band Ozean stieß, die 1993 eine Demo aufnahm, die es nun bei Bandcamp zu erwerben gibt. Wirklich klassischer Shoegaze mit viel Lush-Pale Saints-Slowdive-Flair.



Forsaken Autumn «Touch» – die zweite Shoegazeband ist brandaktuell und stammt aus Shanghai. Ihr neuer Song ist wieder herrliches Gitarrengewaber.

Frohes neues Jahr!


Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und habt Silvester weitgehend unfallfrei überstanden? Mal schauen, was 2017 so bringen wird. Und wer noch auf der Suche nach einem guten Vorsatz ist – bitte sehr: