BLOND, Fehlfarben

BLOND «Mein Boy» – so, heute mache ich mal ein deutschsprachiges Doppel – zum einen mit BLOND, dem Trio aus Chemnitz, das mit seiner an Electroclash erinnernden melodischen wie auch dynamischen Musik immer wieder für Furore gesorgt hat in den letzten Jahren. Auch ihre durchaus schrägen Videos und Outfits tragen zu ihrem besonderen Charme bei. Die aktuelle Single ist wieder ein schönes Beispiel dafür und geht ordentlich ab.

Fehlfarben «Europa» – noch sehr viel länger aktiv ist die Band Fehlfarben, die schon seit mehr vier Jahrzehnten PostPunk mit aneckenden Texten und Attitüde liefern. Die neue Single, Vorbote auf das demnächst erscheinenden Album mit dem kryptischen Titel «?0??» macht da keine Ausnahme.

The Mary Onettes, Mattyeux ft. Princess Chelsea

The Mary Onettes «What I Feel in Some Places» – langjährige Leser meines Blogs werden sich vielleicht noch an diese Band aus Schweden erinnern, die damals Mitte/Ende der 00er Jahre die große Welle skandinavischer Indiemusik anführten und auch oft bei Coast Is Clear Erwähnung fanden. Nun sind die Jungs mit einem neuen Song zurück – zwar nicht ganz so ein Megaschmachtfetzen wie damals z.B. «The Companion», aber dennoch sehr schön. Ein neues Album ist in der Mache,

Mattyeux ft. Princess Chelsea «Sometimes» – letztes Jahr war ja das junge französische Duo Video Club meine Nr. 2 der Albumcharts. Danach haben sie sich leider aufgelöst – aber nun macht Mattyeux auf eigene Faust weiter und hat sich für seine neue Single mit niemand Geringerem als der neuseeländischen Indiepop-Künstlerin Princess Chelsea zusammengetan. Sehr tolles Duett.

Suede, CHVRCHES

Suede «She Still Leads Me» – ja, das ist doch mal eine schöne Überraschung: eine der großen Bands der 90er BritPop-Ära, die bis heute überlebt haben, sind zurück mit einer wirklich gelungenen neuen Single, die gleichzeitig Vorbote auf das nächste Album namens «Autofiction» ist (erscheint am 16. September). Die Stimme von Brett Anderson ist unverkennbar, und die Gitarren umspielen seinen Gesang mit angenehmer Knackigkeit und gleichzeitig Suede-typischer Melancholie. Das Album kann also tatsächlich was werden. :-)

CHVRCHES «Out of my Head feat. Wednesday Campanella» – ich muss zugeben, diesen Song habe ich damals, als er rauskam (2018) überhaupt nicht mitbekommen. Dabei ist er echt klasse. Die japanische Künstlerin Wednesday Campanella (水曜日のカンパネラ) gibt dem Track noch das gewisse Etwas. 

Horsegirl, Kid Moxie

Horsegirl «Anti-glory» – heute kehre ich mal wieder zu meiner (ehemaligen) Kernkompetenz zurück: dem Shoegaze. Das junge Trio Horsegirl aus Chicago hat gerade auf dem Matador-Label das Debütalbum «Versions of Modern Performance» herausgebracht, von dem im Vorfeld schon einige Singles veröffentlicht wurden. Ihre Musik rief in der Presse Vergleiche zu Sonic Youth (bei diesem Song hier deutlich zu hören), aber auch Sterelab und Lush hervor, was ja nun nicht die schlechtesten Referenzen sind. ;-)

Kid Moxie «At the end of the night» – deutlich fluffiger, melodischer und weniger kratzig ist das neue Album «Better Than Electric» von Kid Moxie aus Los Angeles geworden. Wunderbarer Elektropop mit Atmosphäre.

Von Wegen Lisbeth, Marie-Flore

 

Von Wegen Lisbeth «Auf Eis» – Langzeitleser meines Blogs erinnern sich womöglich noch an meine Anfänge hier, in denen vor allem skandinavische Musik und Gitarren-Indiepop die erste Geige spielten. Das hat sich im Laufe der Jahre gewandelt – aber immer noch freue ich mich, wenn ich eine perfekte Indiepop-Nummer höre wie die neue Single der deutschen Band Von Wegen Lisbeth, die mit ihrer angedeuteten Cure-Gitarre und DIY-Optik extrem charmant und schwungvoll daher kommt. Im Herbst sind die Jungs übrigens auf Tour, u.a. sogar in Kiel.

Marie-Flore «Je sais qu’il est tard» – französische Musik schafft es immer öfter in meinen Blog, so nun auch die aktuelle Single der Sängerin Marie-Flore, die bereits seit einigen Jahren Musik aufnimmt, mir aber erst jetzt über den Weg gelaufen ist. Schöner melancholischer und atmosphärischer Song.

Undine, Requin Chagrin

Undine «Ether» – ach, es geht doch nichts über die Verquickung von (Dark)Wave mit Shoegazeelementen. Selbst „klassische“ Shoegazebands wie Slowdive haben ja auch immer eine düstere Seite in ihrer Musik gezeigt, von daher passt das schon gut. Das Duo Undine aus Arizona lehnt sich eher deutlich in die Wave-Richtung, und hat mit dem neuen Album «Ether» eine wunderbare Reise in die Nacht vorbereitet. Die Drums und Synths klingen nach 80er Jahre Gruftdisco, der Gesang schwebt luftig darüber. Sehr gelungen!

Requin Chagrin «Aujourd’hui demain» – wo wir schon mal bei Wave-Klängen sind – die aktuelle Single der Französin Requin Chagrin ist ebenfalls wieder ziemlich klasse und macht Lust auf ein hoffentlich neues Album (das aus dem letzten Jahr war richtig gut).

Metric, Camera Obscura

Metric «Doomscrolling» – wenn mich nicht alles täuscht, versteht man unter "Doomscrolling", wenn man auf seinem Handy einen Feed von sozialen Medien oder Nachrichtenseiten durchscrollt und eine schlimme Sache nach der nächsten präsentiert bekommt. Zu den Dingen, die jedoch freudig hervorstechen, gehört aber definitiv die neue Single von Metric. Ihr letztes Album war sehr gut, von daher bin ich entzückt, etwas Neues von ihnen zu hören. Der Song ist deutlich elektronischer als gewohnt und für eine Single ziemlich lang. Aber definitiv gelungen!

Camera Obscura «Making Money» – wie, was Camera Obscura, die gibt'snoch?! Ja, tatsächlich – es gibt zwar kein RICHTIG neues Album, aber eine Sammlung alter Bonustracks etc. Gerade dieses famose Lied hier macht deutlich, wie toll die Band damals war und wie sehr ein echtes Comeback vonnöten wäre, um die Indiepop-Musikwelt aufzuhellen.

Sofia Portanet, Skylights

Sofia Portanet «Mi Amor» – ich weiß, ich habe die Berliner Sängerin, in Kiel geboren, hier schon des öfteren im Blog gehabt, aber nun hat sie gerade das Video zur neuen Single «Mi Amor» veröffentlicht und ich bin erneut sehr entzückt. Musikalisch rückt sie etwas vom PostPunk-Siouxsie-Sound ab und erinnert mich hier, sowohl von den Melodiebögen wie auch vom Gesang her, ein bisschen an Marina (& the Diamonds), was ich natürlich sehr toll finde. Für mich bislang einer der Songs des Jahres.

Skylights «Lifelines» – die Band aus dem UK ist noch weitgehend unbekannt, aber vielleicht wird sich das mit dem neuen Album «What You Are» ändern, auf dem sie dem BritPop à la Oasis in unterhaltsamer Weise frönen.