Holly Miranda, Death Bells


Holly Miranda «All I want is to be your girl» – die New Yorker Sängerin spielt zerbrechlichen Folk, den sie uns auf ihrem im September erscheinenden Debütalbum und auf ihrer Tour im Herbst zum Besten geben wird. Sehr angenehme Musik, die zu dem derzeit draußen herrschenden Wetter durchaus passt...

30.09. Plutonium-Klub | Straßkirchen (DE)
01.10. Cafe Galao | Stuttgart (DE)
02.10. Hafen 2 | Offenbach (DE)
03.10. Schick& Schön | Mainz (DE)
04.10. Cube | Düsseldorf (DE)
05.10. Lichtung | Köln (DE)
06.10. Kartontage | Bremen (DE)
08.10. Asta Kneipe | Rosenheim (DE)
09.10. Denkmal | Salzburg (AT)
12.10. Essigfabrik | Lübeck (DE)
13.10. Exil | Chemnitz (DE)
14.10. Irish Pub | Parchim (DE)
15.10. Kulturbahnhof | Radeburg (DE)
16.10. Kreativfabrik | Wiesbaden (DE)
17.10. Monomontag - Portier | Winterthur (CH)
19.10. Privat Haus | München (DE)
20.10. Musigbistrot | Bern (CH)
21.10. Kafi für Dich | Zürich (CH)
22.10. Haus der Musik | Wien (AT)
23.10. Gwölb | Hartberg (AT)
24.10. Scherbe | Graz (AT)
25.10. Lendhafen Cafe | Klagenfurt (AT)


Holly Miranda - All I Want Is To Be Your Girl (Music Video)
from Dangerbird Records on Vimeo.


Holly Miranda - The Only One (Music Video)
from Dangerbird Records on Vimeo.

Death Bells «Flowers of Flesh and Blood» – Dreampop aus Australien, der britischer klingt als so manche aktuelle Band aus dem UK. Bandname und Songtitel klingen natürlich megadüster, aber ganz so apokalyptisch geht es bei ihrer Musik nun wahrlich nicht zu.

Skott, Egoprisme



Skott «Porcelaine» – dann und wann betritt eine neue Sängerin die weltweite Bühne des Musikbusiness, deren erste Schritte ich interessant, aber noch nicht vollends begeisternd finde. Bei Skott aus dem UK sehe ich durchaus ein gewisses Potential. Ihr Debütsong klingt jedenfalls recht spannend und vielversprechend, natürlich noch mit einigem Steigerungspotential. Ich werde sie im Auge behalten. :-)



Egoprisme «#1» – das kleine französische Web-Label Beko veröffentlicht nun seit vielen Jahren regelmäßig kleine Indiebands, deren Veröffentlichungen man auf der Bandcamp-Seite ab 0 € erwerben kann. Egoprisme ist der neueste Act und spielt angedüsterten Chillwave. Schick!

Lana Del Rey live beim Montreux Jazz Festival 2016

Wer von Euch öfter zu Konzerten geht, wird das vermutlich kennen – neben vielen okayen und ganz unterhaltsamen Gigs gibt es eine Reihe sehr guter Auftritte, die einem noch länger im Gedächtnis bleiben. Und alle paar Jahre dann gibt es jene magischen Konzerte – Konzerte, die Zeit & Raum für 90+ Minuten außer Kraft setzen und einen regelrecht verzaubern. Logischerweise sind diese rar gesät, und im Laufe meines Lebens konnte ich gerade mal einer Handvoll solcher magischen Momente beiwohnen. (Bspw. Blue Foundation 2008 in Århus, oder Mylène Farmer 2000 in Brüssel.)


Letzten Dienstag, am 13. Juli ab 21:30 Uhr kam ein weiterer hinzu. Denn Lana Del Rey trat beim 50. Montreux Jazz Festival auf und ich hatte das Glück, dabei sein zu können, wie sie mit ihrer Musik und Show einen absolut denkwürdigen Abend hinlegte. Ich wusste von ihrer 2013er Tour, dass sie live super ist, aber sowas hatte ich nicht erwartet und auch nicht für möglich gehalten. Das ganze Konzert war wie ein Rausch, die 90 Minuten vergingen wie im Fluge, und ehe ich’s mich versah, war’s auch schon vorbei. Lana hat diesmal auf die Streicher verzichtet und statt dessen viele Songs so umarrangiert, dass die Gitarre den dominanten Part spielt. Mit dem Effekt, dass der Sound reichlich psychedelisch war, manchmal fast schon Shoegaze, was zur traumartigen Gesamtatmosphäre beitrug. Lieder wie „Freak“ kamen einem Drogentrip nahe, und „Honeymoon“ war großartig sphärisch. Eigentlich finde ich das Lied ja nur so mittel, aber in dieser Version war es einer meiner absoluten Höhepunkte, so sehr erzeugte die Gitarre einen Wall of Sound, der wunderbar mit Lanas Gesang harmonierte. Hätte ich doch mal vorher Drogen genommen… ;-)

Lana selbst war gut gelaunt und allerbestens bei Stimme, was man besonders bei den ruhigeren Songs hörte. Das Highlight war, als sie auf Zuruf aus dem Publikum eine Kurzversion von „Salvatore“ a cappella zum Besten gab. Zum einen hörte man besonders gut, wie schön ihre Stimme ist (sie ist wohl die einzige Künstlerin, von der ich mir auch ein ganzes Konzert so ohne Begleitband anhören würde), zum anderen fand ich es beeindruckend, dass es mucksmäuschenstill war im Publikum - normalerweise hört man bei Konzerten in ruhigeren Passagen ja vor allem das Gesabbel der Nebenleute, aber hier herrschte nach wenigen Sekunden andächtige Stille.


(HBTB ist übrigens absolut nicht repräsentativ für den Gig, da dies der einzige Song ohne Gitarre war.)

Viele Lieder, vor allem die vom ja eigentlich eher poppigen „Born to die“-Album, wurden z.T. merklich umarrangiert, und haben dadurch auch ein Psychrock-Gewand bekommen. Ein weiteres Highlight war für mich, als Lana allein auf der Bühne mit E-Gitarre mit „Yayo“ einen der ersten Songs, den sie geschrieben hat, spielte und damit an die Anfänge ihres Musikschaffens zurück ging, in denen sie mit ihrer Gitarre durch die Clubs & Kneipen von New York tingelte.

Am Ende gab es dann eine über 10minütige Version von „Off to the races“, von deren Großteil auch eine relativ gute YouTube-Aufnahme existiert - hier kann man sehr schön hören, wie der Gitarrensound beim Konzert oft war. Bzw. war dieser Song auch der rockigste Moment, meistens war es nicht ganz so bratig, nur schön waberig. Der Gitarrist hatte auf jeden Fall ein Shoegazeband-würdiges Effektbrett zu seinen Füßen.


Und auch die Bühnendeko und die Projektionen und Lichteffekte waren stil- und geschmackvoll, passend zu diesem Festival und zu Lanas Musik. Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gab, dann dass sie für meinen Geschmack zu wenige Songs von ihren letzten beiden Alben gespielt hat. Dafür bot sie aber als Schmankerl einen ihrer unveröffentlichten alten Songs – «Serial killer» –, welcher mit seinen HipHop-Beats auch live toll rüberkommt.

Kurz und gut: sensationell. Hoffentlich bringt sie irgendwann mal eine Live-CD oder -DVD raus, damit man sich diese Versionen ihrer Lieder auch außerhalb der Schweiz zu Gemüte führen kann.

Flyying Colours, Bat for Lashes


Flyying Colours «It’s tomorrow now» – die australische Shoegaze-/Noisepop-Band ist zurück mit einer neuen Single auf dem AC30-Label. Der Song geht wieder gut nach vorne los und macht Appetit aufs bald herauskommende Debütalbum. (Danke an den Don't be real, be postmodern-Blog!)



Bat for Lashes «Widow’s peak» – über den Status des Debütalbums ist die britische Sängerin Natasha Khan aka Bat for Lashes schon seit einigen Jahren hinaus. Mit «The bride» hat sie gerade ihr 3. Album veröffentlicht, auf dem u.a. dieser wunderbare Spoken-word-Song zu finden ist, der gut zur leicht verschatteten Atmospäre der restlichen Tracks passt.

Lescop, Still Corners


Lescop «Echo»/«Dérangé» – ja, auch das gibt es noch in Zeiten der ominpräsenten Medienbeschallung: «Echo», die neue, wunderbar synthpoppige Single des französischen Sängers, kann ich leider nicht in meinem Blog verlinken, da der Clip für Dtl. gesperrt ist und es auch keine andere Quelle gibt. Von daher müsst Ihr mit der Vorgängersingle vorlieb nehmen, die lange nicht so gut ist. Das neue Album erscheint demnächst.


Lescop - Dérangé - YouTube von BuzzVid

Für alle, die ProxTube oder ZenMate einsetzen, hier der Clip, um den es mir eigentlich geht:


Still Corners «Lost Boys» – diese britische Band macht mir eigentlich seit jeher große Freude mit ihrme verspielten, verträumten, manchmal auch etwas angekrauteten Indiepop. Die aktuelle Single ist ein Vorbote des neuen Albums, auf das ich gespannt warte.

Marsheaux, Planet


Marsheaux «Safe tonight» - das griechische Mädelsduo ist wieder da. Und wieder lassen sie die Synthies so 80er mäßig erklingen, dass Depeche Mode sich vor Freude im Grab umdrehen würden (wenn sie denn im Grab lägen). Kein Zufall, dass Marsheaux neulich erst das komplette «A broken frame»-Album von Depeche Mode gecovert haben. Auf dem neuen Album «Ath.Lon» gibt es nur Eigenkompositionen zu hören, und auch wenn das Rad nicht neu erfunden wird, so mag ich diese Klänge schon sehr gern.

Safe Tonight - Marsheux from la Quadra on Vimeo.


Planet «Undermine» – wie wär's mit ein paar janglenden Indierockgitarren? Dann ist dieser Knallersong des Quintettes aus Australien sicher was für Euch. Noch viel britischer kann man kaum klingen. Herrlich!

Kid Moxie, Steady Holiday, Thrushes


Kid Moxie «Dirty air» – als wären die 80er Jahre nie vorbei gewesen, so klingt die neue Single des Duos aus den USA (um genau zu sein stammen die Mädels wie Steady Holiday aus Los Angeles). Ihr Synthiepop hat schon etwas sehr Atmosphärisches, und der Clip ist ausgesprochen interessant gemacht. Am 8. Juli erscheint das neue Album «Perfect Shadows».



Steady Holiday «Superstar» – sympathischer und zum Sommer passender Künstlername, den sich die Sängerin aus LA da zugelegt hat. Gerade hat sie ihr Debütalbum «Under the influence» veröffentlicht, von dem auch die aktuelle Single «Superstar» stammt. Ihre Musik ist etwas schwer zu kategorisieren, sanft schimmernder Indiepop mit 60er/70er und Filmmusik-Elementen – hört’s Euch am besten einfach selbst mal an. Toll finde ich auch den Titeltrack!



Thrushes «two ships» – nach so viel Schönklang dann jetzt auch mal ein wenig Gitarrengebrate. Die Thrushes sind eine amerikanische Shoegazeband, und ihre aktuelle Single legt ordentlich los. Prima Sache!

Red Sleeping Beauty, Japanese Breakfast, Zola Blood


Red Sleeping Beauty «Always» – lange ist's her, dass man etwas von der schwedischen Band auf dem Shelflife-Label gehört hat. Nun sind sie mit einem neuen Album wieder da, und es bietet im Grunde den gewohnten RSB-Sound – twee-artiger Indiepop-Sound, diesmal allerdings recht elektronisch. Das Rad wird nicht neu erfunden, aber es klingt doch durchaus unterhaltsam.


Japanese Breakfast «Jane Cum» – die US-amerikanische Sängerin verarbeitet auf ihrem neuen Album «Psychopomp» den Tod ihrer Mutter, doch trotz des ernsten Themas ist es über weite Strecken durchaus leichtfüßiger Dreampop. Die Single allerdings geht schon etwas düsterer zur Sache. Das richtige Video gibt's bei VEVO.


Zola Blood «Heartbeat» – die britische Band mit ihrer dritten Single von ihrem demnächst erscheinenden Debüt-Album.

Portishead, Broods, Slow Dawn

Portishead «SOS» – einen neuen Song von Portishead gibt es nun nicht alle Tage zu bestaunen, deshalb will ich diese famose ABBA-Coverversion hier auch gebührend abfeiern. Wirklich grandios, wie düster und bedrohlich dieser 70er Jahre Klassiker der Schweden ins Portishead-Universum hinüber transferiert wurde. Stammt übrigens aus einen Soundtrack, d.h. jegliche Hoffnung auf ein neues Album ist verfrüht.


Broods «Free» – ein nettes Pop-Duo aus Neuseeland. Auf Albumlänge ist der Sound zwar für meine Ohren auf Dauer etwas steril, aber die Single ist klasse.


Slow Dawn «Decay» – und zum Abschluss noch ein wenig klassischen Shoegaze der wunderbar waberigen Sorte. Das psychedelische Video passt natürlich 1a zu den Klängen, die die kanadische Band hier zelebriert.

Haley Bonar, Burning Hearts

Haley Bonar «Kismet Kill» – ich lehne mich mal aus dem Fenster und prognostizierte, dass das demnächst erscheinende neue Album der US-Sängerin Haley Bonar ziemlich toll und ein ganz heißer Kandidat auf meine Jahres-Nr. 1 wird. Jedenfalls wenn ich die beiden bisher veröffentlichten Singles als Maßstab heranziehe. Auch die aktuelle Single ist wieder grandios – sensationelle Gitarren, eine schöne Melodie und eine latent melancholische Grundstimmung, die von dem deprimierenden Video sehr gut abgebildet wird.



Burning Hearts «Work of art» – und eine meiner Lieblings-Finnen-Bands ist ebenfalls zurück. Die neue Single knüpft genau da an, wo die Band vor einer Weile aufgehört hat - schmachtiger Indiepop mit entrücktem Gesang. Wunderbar!