Posts für Suchanfrage girls names werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Girls Names – Gloomy Twee

Also das Cover zur auf Slumberland erschienenen Single «Black saturday», dass die nordirische Band Girls Names uns hier präsentiert, sieht ja mal stark nach Gothic aus. Doch obwohl schon eine gewisse Neigung zu den dunklen Ecken der Musik besteht, sind die Girls Names doch deutlich mehr „upbeat“ und eher dem Gitarrenpop zuzuordnen. Ach ja, den Song gibt es sogar als kostenlosen Download.



Girls Names - Bury Me from stereogum on Vimeo.

Zwei neue Sachen auf Slumberland: Veronica Falls und Girls Names

Das amerikanische Slumberland-Label ist ja seit Jahren bekannt für eine erlesene Bandauswahl im Bereich Schrammelpop und Indiegitarren. So verwundert es nicht, dass auch die Briten von Veronica Falls dort ihre Musik veröffentlichen, wie z.B. ihre neue Single «Teeange» vom im Februar erscheinenden Zweitling «Waiting for something to happen»:


Und ebenso Girls Names, ein Quartett aus Belfast, dessen neuer Song «Hpynotic regression» eher in Richtung Post-Punk tendiert, und damit eine etwas düstere Atmosphäre verbreitet. Ist ja bald Weihnachten! :-) Ihr Album «The new life» erscheint ebenfalls im Februar 2013.


Der große Coast Is Clear-Jahresrückblick 2013 – Teil 1: Die Alben

Aha. Das war es nun also, das Musikjahr 2013. Statt wie zuletzt immer darüber zu jammern, dass es für meine Ohren irgendwie gar keine Überalben gegeben hat (was aber leider stimmt), will ich mich auf die positiven Seiten konzentrieren. Zum Beispiel, dass ich schon lange nicht mehr so viele tolle Einzelsongs so intensiv gehört habe. Oder dass es einige ausgesprochen erfreuliche Newcomer gab. Oder ich mit dem Lana Del Rey-Konzert in Hamburg DAS Live-Highlight der letzten Jahre miterleben durfte.

Beginnen will ich meinen traditionellen musikalischen Jahresrückblick ganz traditionell mit meinen Top-Alben 2013. Der Kampf um Platz 1 war lange offen, weil mich eigentlich kein Album so richtig mitreißen konnte – jedes Werk schwächelte mittendrin oder hatte diverse Aussetzer. Aber wat mutt, dat mutt, und so habe ich diejenigen Scheiben, die sich besonders positiv aus dem steten Strom der Neuerscheinungen herausgehoben haben, wie gewohnt in eine durchnummerierte Liste gepackt. (Und, nein, «mbv» habe ich nicht vergessen – ich finde das Album oberdoof!)

01. Seeräuber Jenny – Loomings
Gleich mit meiner Nummer 1 gewinne ich vermutlich den Obskuritätspreis. Seeräuber Jenny ist ein britisches Duo, das mir erstmals 2010 mit «Push it away» auffiel, das dann aber nach ein paar weiteren veröffentlichten Songs seine Auflösung bekannt gab. Was ich nicht wusste: die Band hatte damals bereits ihr Debütalbum aufgenommen, das aber nie das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Bis zum Januar 2013, als Seeräuber Jenny es als kostenlosen Download auf ihrer Website anboten. Tolle Musik, mit ein bisschen Folk, ein bisschen Shoegaze, etwas Pop, etwas Indie, und einem wunderbaren Artwork. Highlight: «Push it away»

02. Tocotronic – Wie wir leben wollen
Nicht wirklich überraschend, dass Tocotronic mal wieder ein sehr gutes Album herausgebracht haben. Ich mag die Band ja schon lange, und das wird auch durch WWLW unterstrichen. Man hätte lediglich auf eine Handvoll Songs verzichten dürfen, um die ganze Sache etwas kompakter zu machen. Highlight: «Warte auf mich auf dem Grund des Swimmingpools»

03. Les Incendiaires – Unica
Tja, so kann's kommen, wenn man seine Jahrescharts unsinnigerweise schon Anfang Dezember machen würde – man hätte dieses wunderbare zweite Album der kanadischen Les Incendiaires nicht berücksichtigen können. Der Indochine-Sound der 80er wird hier frisch und flott wiederbelebt, ohne zu retro zu klingen. Toll! Highlight: «Unica»

04. Indochine – Black City Parade
Da hat die Kopie quasi das Original überrundet... Aber auch Indochines neues Werk besticht (endlich) wieder mit einem atmosphärischen Sound und einer Fülle an feinen Liedern (wie bei Toco hätte man vielleicht ein paar davon weglassen können). Das Cover ist besonders schick und für mich das Plattencover des Jahres. Highlight: «Wuppertal» (bzw. «Salomé», wenn man die Deluxe-Edition berücksichtigt – wieso dieses klasse Lied in den Bonusstücken versteckt wurde weiß wohl nur die Band selbst)

05. Chelsea Wolfe – Pain is Beauty
Ich muss zugeben, dass ich von dieser Sängerin aus L.A. und ihrem „Doom-Folk“ bis zu diesem Album noch nie etwas gehört habe. Dafür kann sie mit «Pain is Beauty» gleich richtig bei mir punkten und wurde zum meistgehörten Album 2013. Das Werk klingt wie für einen Soundtrack eines Lynch- oder Horror-Films gemacht, also angenehm düster und beklemmed. Highlight: «Feral love»

06. Chvrches – The Bones of What You Believe
Angesagte Hype-Synthie-Band aus Schottland, die die Erwartungen in Bezug auf ihr Debütalbum durch einige bemerkenswerte Vorabsingles stark nach oben geschraubt hat. Leider kann die CD diese Erwartungen dann nicht ganz erfüllen – es sind viele schöne Songs dabei, aber auf Dauer langweilt mich der etwas sterile Sound dann doch. Deshalb „nur“ Platz 6 – und auch, weil ihr bestes Lied, nämlich «Now is not the time», unverständlicherweise nicht drauf enthalten ist. Highlight: «Gun» (Besonders hervorzuheben sind hier noch die beiden Bonusstücke der Deluxe-Edition: «Strong hand» und «Broken bones», die absolute Popperlen darstellen.)

07. Slut – Alienation
Nach langer Pause sind Slut aus Ingolstadt zurück, und dies mit einem sehr interessanten und ambitionierten Werk, auf dem man die zuletzt schon angedeuteten Radiohead-Referenzen weiter verstärkt und sich generell recht experimentierfreudig zeigt. War wohl leider kommerziell nicht so erfolgreich wie erwartet. Highlight: «Never say never»

08. The Ballet – I Blame Society
Mit «In my head» haben The Ballet aus New York einen DER Indiepopsongs der letzten 10 Jahre geschrieben. An diese Großtat kommen sie zwar auch auf ihrem neuen Album nicht mehr heran, aber nachdem ich mich ein wenig in den verstärkt synthielastigen Sound des neuen Werks eingehört hatte, ist «I Blame Society» peu à peu in meiner Gunst geklettert. Wunderbar entspannte, gerne auch leicht ironische Musik. Highlight: «Turn you»

09. Baden Baden – Coline
Trotz des Namens stammt dieses Trio aus Frankreich und beglückt auf ihrem Debütalbum mit beschwingtem Folk und sympathischen Gitarrenpop (und sogar einigen Shoegazegitarren!). Wenn man mal die zwei Aussetzer in der Mitte der Scheibe ignoriert kann man eigentlich nur alle Daumen nach oben recken und der Band ein langes musikalisches Schaffen wünschen. Highlight: «You’ll see»

10. Girls Names – The New Life
Irgendwie eine recht seltsame Mischung, die die nordirische Band auf ihrem Debütalbum abliefert – New Wave- und Surfgitarren, waberige Synthies, zum Teil nicht gerade fröhlich, einiges sehr an die 1980er Jahre erinnernd. Von dieser Scheibe war ich von Anfang an sehr angetan, und das hat sich bis zum Jahresende nicht geändert. Highlight: «Pittura Infamente»

11. Girls In Hawaii – Everest
Das neue Werk der belgischen Band erweist sich als wahre Fundgrube für atmosphärische Melancholie, die irgendwo zwischen Kashmir und The National anzusiedeln ist. Ich hätte den Jungs so ein gelungenes Werk gar nicht zugetraut, aber diesmal passt einfach alles zusammen. Highlight: «Switzerland»

12. Sad Day For Puppets – Come Closer
Die schwedische Band ist zurück mit ihrem zweiten Album – und schafft es, ihr Debüt fast noch zu übertreffen. Zwar fehlen wirklich herausragende Einzeltracks, dafür sind nahezu alle Lieder einfach nur gut. Die Gitarren treten ein bisschen in den Hintergrund, aber schöne Melodien gibt es en masse zu bewundern. Highlight: schwer zu sagen, vielleicht «Sugar»

13. Weekend – Jinx
Nun muss auch der Lärm mal zu seinem Recht kommen – Weekends Mischung aus Noisepop und Post-Punk weiß auf «Jinx» endlich einmal auf Albumlänge zu überzeugen, nachdem der Vorgänger hauptsächlich dröhnig (bis nervig) war. Highlight: «Oubliette»  

14. Everyday Mistakes – Obscure Lanes
Etwas obskur mutet die Musik des schwedischen Musikers (der auch hinter Cocoanut Groove steckt) wirklich an – Phil Spector-Breitwand-Sound, gepaart mit Surfgitarren, Crooner-Gesang, einer Prise The Mary Onettes und einer höchst abwechslungsreichen Instrumentierung. Das geht zwar nicht bei allen Songs auf dem Album gut, aber bei den meisten schon. Highlight: «Crow»

15. Prag – Premiere
Wie bei Chvrches hat die Band rund um Norah Tschirner mit ihren Singles die Latte sehr hoch gelegt – und schafft es auf Albumlänge nicht ganz, das Niveau zu halten. Dennoch enthält «Premiere» eine Fülle eleganter, irgendwo zwischen Indie und Chanson angesiedelter Lieder, die Spaß machen. Highlight: «Sophie Marceau»

16. Exsonvaldes – Lights
Mit Bands, die sich u.a. beim frühen Indochine-Sound bedienen habe ich es dieses Jahr offenbar. Exsonvaldes beweisen jedoch eine beachtliche stilistische Bandbreite und zeigen, dass Indiepop und Folk und Electronica gut zusammengehen. Highlight: «L’aérotrain»

17. Daughter – If You Leave
Schön ist es geworden, das Debütalbum der britischen 4AD-Band Daughter. Relativ ruhige, sehr atmosphärische Musik, die zwar nicht extrem abwechslungsreich daherkommt, aber perfekt zu langen Winterabenden passt. Highlight: «Amsterdam»
18. Placebo – Loud Like Love
Wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich Placebo eigentlich schon abgeschrieben. Zu langweilig war das letzte Album in meinen Ohren, zu sehr hat sich ihre „Masche“ bzw. ihr Sound über die Jahre abgnenutzt. Umso überraschter war ich von ihrer aktuellen Platte, auf der das Trio noch mal zu alter Stärke zurück findet. Highlight: «Too many friends»

19. The National – Trouble Will Find Me
Everybody's Darlings – und auch meine. Zunächst fand ich das neue National-Album etwas arg unspektakulär, aber nachdem ich mir ein wenig Zeit dafür genommen habe, wusste es dann doch zu gefallen. Ein bisschen mehr Pep hätte ich mir dennoch gewünscht. Highlight: «Graceless»

20. Étienne Daho – Les chansons de l’Innocence retrouvée
Dass ich nochmal ein Étienne Daho-Album in meinen Top 20 aufführen würde, hätte ich auch nicht mehr gedacht. Ich mag den französischen Sänger schon seit den 80ern, aber seit vielen Jahren schien mir sein kreatives Schaffen doch zu langweilig geworden zu sein. Auf dem neuen Album jedoch versammelt er ausgesprochen geschmackvoll modern-unmmodisch instrumentierte, orchestral untermalte Songs mit toller Atmosphäre. Highlight: «Un nouveau printemps»

21. Younghusband – Dromes
Okay, die Top 20 ist eigentlich zu Ende, aber dieses ausgesprochen unterhaltsame psychedelisch-krautrockige Album der britischen Band will ich doch wenigstens kurz hervorheben. Sollten Freunde der knarzigen Gitarre unbedingt mal ein Ohr drauf werfen! Highlight: «Reunion message»

Weitere erwähnenswerte Alben:
22. Makthaverskan – Makthaverskan II
23. Arcade Fire – Reflektor
24. Midlake – Antiphon
25. Suede – Bloodsports
26. Emiliana Torrini – Tookah
27. Trentemøller – Lost
28. Black Swan Lane – The Last Time in Your Light
29. Contre Jour – Passion and Fall
30. Fonda – Sell your memories
31. The Capsules – Northern Lights & Southern Skies
32. Mazzy Star – Seasons of your Day
33. The Proctors – Everlasting light
34. Nephew – Hjertestarter
35. The Low Frequency In Stereo – Pop Obskura
36. INVSN – INVSN
37. Buridane – Pas fragile
38. Rigna Folk – Sól
39. Tristen – Caves
40. Vive La Fête – 2013
41. Agnes Obel – Aventine
42. Battleships – To You
43. Decades – Decades
44. The Fauns – Lights
45. Blouse – Imperium
46. Polly Scattergood – Arrows
47. Veronica Falls – Waiting For Something to Happen
48. Automelodi – Surlendemain Acides
49. Dream Boys – Dream Boys
50. Gliss – Langsom Dans
51. David Bowie – The Next Day
52. Club 8 – Above the City

Coast Is Clear feiert 10jähriges Bestehen!



Huch, das ging jetzt aber flott. Vor einer ganzen Weile – am 12. September 2005, um genau zu sein – rief ich diesen kleinen Musikblog ins Leben und fütterte ihn anfangs vor allem mit skandinavischer Musik. Alsbald danach feierte ich dann 5-jähriges. Und nun sind weitere 5 Jahre wie im Fluge vergangen. Und CIC ist nach 10 Jahren nach wie vor im Netz, alive & kicking, wie man so schön sagt, trotz der Konkurrenz durch Facebook & Co. (In den sozialen Netzwerken finden ja viele Musiktipps inzwischen statt, wobei ich Fb nicht sonderlich mag, da dort alles so flüchtig ist und spätestens 2 Tagen darauf schon wieder durch andere Meldungen verdrängt wurde.)

In meinem damaligen 5-Jahre-Jubiläums-Posting bin ich schon auf die Anfänge des Blogs eingegangen, auf die Entwicklung in der Musikszene von 2005 bis 2010, auf meine Motivation, weiterzuschreiben etc. pp. – ist auch heute noch interessant zu lesen :-) All dies will ich hier also nicht noch einmal wiederholen. Was sich seit 2010 generell getan hat – es gibt Websites wie Bandcamp oder Soundcloud, die es vor allem kleinen Bands stark vereinfachen, ihre Musik unter die Leute zu bringen, ohne auf die „Großen“ wie Apples iTunes oder Amazon zurückgreifen zu müssen.

Der wichtigste Trend, befeuert durch die technische Entwicklung und die Verbreitung von Smartphones, ist natürlich die explosionsartige Ausbreitung der Streamingdienste wie Spotify, Deezer, WiMP usw. usf. Durch die doch eher jämmerlichen Vergütungen, die hier für die Künstler abfallen, ist es nochmal schwieriger geworden, von der Musik leben zu können … aber für den Musikkonsumenten sind Streamingdienste auch eine ungeheure Erleichterung und Vereinfachung: man hat auf einen Schlag Zugriff auf Millionen von Titeln, und wenn man mal eben irgendwo reinhören will, Songs für eine Party braucht oder den Backkatalog einer Band abarbeiten möchte, kann man dies bequem mit ein paar Klicks tun. Inwieweit dies zukünftig die Musikszene, vor allem das Musikmachen beeinflussen wird, muss sich noch zeigen.

Meine Motivation, Coast Is Clear weiterzuführen, hatte bekanntlich bereits 2010 ernsthafte Risse bekommen, und dies hat sich seitdem nicht geändert, eher noch verschlimmert. Aber nachdem der Blog nun schon so lange läuft, mag ich ihn natürlich auch nicht mehr missen - es ist zu einer liebgewonnenen Gewohnheit geworden, neue Bands hier vorzustellen und hochzujubeln. Aber da gleichzeitig meine Lust, viel zu den einzelnen Bands zu schreiben, nachgelassen hat, gibt es halt vermehrt nur noch ein paar dürre Zeilen + Video oder Stream. Damit ist der Blog aufs Wesentliche reduziert – die Musik. :-) Auf jeden Fall möchte ich mich auf diesem Wege auch einmal bei allen Lesern bedanken, die mir die Zeit die Treue gehalten haben, und natürlich auch bei allen Künstlern für den steten Strom an toller Musik.

Und da ich bereits in meinem 5-Jahres-Rückblick so schön die vergangenen Jahre musikalisch Revue passieren ließ, will ich diesmal kurz & knackig die Highlights der Jahre 2014–2010 in Erinnerung rufen:

2010: Das Debütalbum der französischen Band Contre Jour belegte Platz 1 meiner Jahrescharts, genauso wie die Alben von Curve-Sängerin Toni Halliday (als Chatelaine) oder von Tears Run Rings, Trembling Blue Stars, Husky Rescue und den finnischen Delay Trees mein Ohr erfreuten. Bei den Songs konnte Amy MacDonald punkten, aber auch Mylène Farmer schaffte es erstmalig seit einer halben Ewigkeit mal wieder in die Spitzenregionen bei mir. Überhaupt, französische bzw. französischsprachige Musik – Les Incendiaires, Mélanie Pain, Team Ghost, Cœur de Pirate...

2011: Im Laufe dieses Jahres kamen mir eine Reihe von Songs einer US-amerikanischen Sängerin namens Lana Del Rey zu Ohren, von der ich erstmals im Mai 2010 gehört hatte, die ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht sooo interessant fand. Mit «Video games», «Blue jeans» und «Kinda outta luck» deutete sich aber 2011 an, dass hier etwas ganz Großes zu entstehen begann. Dass Lana die folgenden Jahre bei mir SO dominieren sollte, hätte ich aber natürlich nicht für möglich gehalten. Die Blog-Highlights des Jahres waren vor allem Mint Julep (Nr. 1 bei den Alben), Under Electric Light, Kindest Lines, Ladytron und 93 Million Miles From the Sun. Auch die California Wives, Balloon Magic, Burning Hearts oder The Soulboy Collective waren unter meinen Blog-Favoriten.




2012: Dies war dann endgültig das Lana-Jahr bei mir – zwei Alben auf den ersten Plätzen, «Ride» bester Song (aller Zeiten!), meistgehört, bestes Video, LDR in meinen Alltime-last.fm-Charts bis Ende 2012 innerhalb weniger Monate auf Platz 2 hochgeschossen. Seit Mylène Farmer Anfang der 90er hat kein Künstler so bei mir abgeräumt. Im selben Jahr begann ganz zaghaft auch der kometenhafte Aufstieg von Marina & the Diamonds in meiner Gunst, deren Debütalbum ich 2010 (zu Unrecht) noch ignoriert hatte. Aber naürlich gab es noch weitere Highlights, darunter vor allem The Shutes, Blouse, School of Seven Bells, Drakes Hotel und die Burning Hearts (deren Vorabsingle «Into the wilderness» mich 2011 schon so begeisterte). Sehr erfreulich war, dass einer meiner Langzeit-Favoriten, nämlich die britische Schrammelpopband The Primitives, ein neues Album (wenn auch nur mit Coverversionen) herausbrachte.

2013: Es hatte sich im Jahr davor angedeutet, und 2013 ging es dann endgültig ab durch die Decke für Marina & the Diamonds (2015 hat sie schon bis auf Platz 6 in meinen last.fm-Charts vorgearbeitet). Absolute Begeisterung lösten auch die ersten 4 Singles der schwedischen Sängerin Nicole Sabouné aus (das Album, das dann 2014 erschien, war leider mau). Die französischen Shoegazer von Venera 4 gehörten ebenfalls zu den Neuentdeckungen, genauso wie die Briten von F.U.R.S, deren Debütsingle «Just kids» auch gleich mein Song des Jahres war. Chvrches gelangten auf meinen Musikradar, und Alben von u.a. Tocotronic, Indochine, Chelsea Wolfe, Baden Baden und Girls Names ließen mich jubeln.

2014: Slowdive live in London gesehen zu haben war sicherlich mein persönliches Highlight des Jahres. Dazu noch das Lana Del Rey-Album «Ultraviolence», das wie erwartet Platz 1 meiner Charts belegte. Außerdem gab es wie jedes Jahr natürlich einige feine Bandentdeckungen, wie beispielsweise Desperate Journalist, Trümmer oder Haley Bonar (die schon seit Jahren aktiv ist, mir aber bis dato völlig unbekannt war), und weitere tolle Alben von My Sad Captains, Andreas Dorau und den Dum Dum Girls.

Und was die nächsten 5 Jahre so alles bringen werden - erzähle ich Euch in 5 Jahren, selbe Welle, selbe Stelle.

Roxiny – Goliath / Rituals EP


Roxiny «Goliath» – hach, ist das toll! Die dominikanisch-amerikanische Sängerin Roxiny hat gerade ihre neue Single veröffentlicht und parallel dazu die «Rituals»-EP, die ich hiermit einfach mal zum derzeitigen Album des Jahres küre. (Ja, ich weiß, es ist kein „richtiges“ Album, ist aber von der Spielzeit her genauso lang wie bspw. das neue Werk von Girls Names.) 2017 hatte ich ja schon mal ihren Song «9 Months» hoch gehandelt, und die EP erfüllt meine (hohen) Erwartungen voll und ganz. Eklektizismus ist hier Trumpf – bei den Songs geben sich Pop, Post-Punk, Wave, Shoegaze, Krautrock, Kratzgitarren und Elektronik unbekümmert die Klinke in die Hand, und beschlossen wird das Ganze mit einer originellen Coverversion von Blurs «Song 2». «Goliath» ist mein absoluter Favorit der EP, ganz großartiger Song, und im Video erinnert mich Roxiny sogar etwas an Marina (& the Diamonds), was noch ein zusätzlicher Pluspunkt ist. ;-)

Der große Coast Is Clear-Jahresrückblick 2013 – Teil 3: EPs, Konzerte etc.

Um den großen Coast Is Clear-Jahresrückblick 2013 abzurunden kommen hier noch ein paar Top-Listen, die allerdings nicht ganz so ausgefeilt sind wie die der Alben und Songs.

EPs:
01. It’s a Synth – Curiosity


02. Victories at Sea – In Memory Of


03. Venera 4 – Deaf Hearts
04. Desperate Journalist – Cristina EP
05. The Ropes – The Man Who Refused To Be Born
06. Pixies – EP1
07. Dead Heart Bloom – Wide Awake and Dreaming
08. Hibou – Dunes
09. taxes – Back of the Car Collection (EP)
10. White Blush – White Blush

Meistgehörte Künstler*innen 2013:
01. Lana Del Rey (795 mal gehört)
02. Marina & the Diamonds (227)
03. CHVRCHES (168)
04. Chelsea Wolfe (148)
05. Nicole Sabouné (145)
06. Tocotronic (134)
06. Indochine (134)
08. Slut (83)
09. Prag (82)
10. Depeche Mode (73)
10. Placebo (73)
12. Everyday Mistakes (71)
13. Contre Jour (65)
14. Suede (64)
14. The Ballet (64)
16. Fonda (63)
17. Younghusband (62)
18. Belle and Sebastian (60)
18. Vive La Fête (60)
18. Girls Names (60)
21. Kashmir (58)
21. Desperate Journalist (58)
23. Seeräuber Jenny (57)

Beste Konzerte:
01. Lana Del Rey (O2 World, Hamburg)
02. Chameleons (Fundbureau, Hamburg)
03. The Mary Onettes (Haus III&70, Hamburg)
04. Tocotronic (Große Freiheit 36, Hamburg)

Erfreulichste Newcomer 2013:
01. Nicole Sabouné
02. Chvrches
03. Desperate Journalist
04. Venera 4
05. Haerts
06. F.U.R.S

Savage Sister, Cruising, The Noise Tigers

The Noise Tigers «Don't go outside»-EP – es gibt etwas Neues von Österreichs finest Krautgitarrenband, The Noise Tigers. Die Wiener zeigen auf ihrer aktuellen EP wieder einmal, dass man auch jenseits der Alpen versteht, Elektronik, Krautrhythmen mit Pschedelik zu verweben. Die EP, die diesmel elektrolastiger ist, gibt es zudem ab 0 €.




Cruising «Safe corridor» – drei Mitglieder der nordirischen Band Girls Names (deren neues Album übrigens noch in diesem Jahr erscheinen soll) haben ein Nebenprojekt gegründet, bei dem sie etwas weniger Wave, dafür eine Prise mehr Indierock spielen. Die neue Single ist prima!




Savage Sister «Pale surrender» – und noch etwas Shoegaze gefällig? Die Band aus Chicago verpackt sphärische Melodien in schwebende Gitarrenflächen und bietet den perfekten Soundtrack für laue Sommerabende.



Der große Coast Is Clear-Jahresrückblick 2013 – Teil 2: Die Songs

Weiter geht es mit meinem großen musikalischen Jahresrückblick 2013. In diesem Jahr ist eine besonders krasse Diskrepanz zwischen den Top-Alben und den Top-Songs festzustellen – kaum ein Top-Album warf einen Song ab, der es bei mir in die Heavy Rotation schaffte. Und viele meiner Top-Songs stammten entweder gar nicht von Alben oder von eher enttäuschenden Werken.

Besonders deutlich wird dies, wenn man sich die Liste meiner meistgehörten Songs 2013 anschaut – diese Liste ist im Grunde die unverfälschte Darstellung meiner Musikhörgewohnheiten, in denen diesmal Elektropop mit Frauengesang eine dominierende Rolle spielte; allerdings enthält sie auch ältere Lieder und z.T. mehrere Songs eines Künstlers (7 x Lana, 4 x Marina, 4 x Nicole Sabouné):

01. Scab & Plaster – Marina & the Diamonds (56 Wiedergaben)



02. Give Your Love to Her – The Hosts (51)
03. I Surrender – Nicole Sabouné (48)
04. Win This Life – Nicole Sabouné (47)
05. Just Kids – F.U.R.S (46)

05. E.V.O.L – Marina & the Diamonds (46)
07. Feral Love – Chelsea Wolfe (44)
08. Beautiful Player – Lana Del Rey (43)
09. Now Is Not the Time – CHVRCHES (42)
09. Just Desserts – Marina And The Diamonds & Charli XCX (42)
11. Summer wine (feat. Barrie James O'Neill) – Lana Del Rey (36)
12. Anything Could Happen – Ellie Goulding (33)
13. Midnight Drive – Still Corners (32)
13. Keep You – Wild Belle (32)
15. Sinful – Marina & The Diamonds (31)
16. Hollywood – Lana Del Rey (30)
16. Chelsea Hotel No 2 – Lana Del Rey (30)
16. Hot Hot Hot – Lana Del Rey (30)
16. Crescendo – Little Boots (30)
20. Gun – CHVRCHES (29)
20. Dancing On My Own – Robyn (29)
22. Angels Forever, Forever Angels – Lana Del Rey (27)
23. Last Goodbyes – Fonda (26)
24. St. Tropez – Lana Del Rey (25)
24. Conquer or Suffer – Nicole Sabouné (25)
24. Back to Bagarmossen – Paper (25)
27. L'aérotrain – Exsonvaldes (24)
27. Deaf Heartbeats – VENERA 4 (24)
27. Hey Girl – Zooey Deschanel (24)
30. Unseen footage from a forthcoming funeral – Nicole Sabouné (22)

Die bereinigte Liste der m.E. besten Songs 2013, bei der ich Mehrfachnennungen (mit Ausnahme von Duetten) und ältere Lieder ausgespart und die Lieder nochmal anders gewichtet habe, schaut dann folgendermaßen aus:

01. Just Kids – F.U.R.S



02. Win This Life – Nicole Sabouné 




03. Feral Love – Chelsea Wolfe



04. Give Your Love To Her – The Hosts




05. E.V.O.L – Marina & the Diamonds



06. Now Is Not The Time – CHVRCHES



07. Last Goodbyes – Fonda



08. Midnight Drive – Still Corners



09. Deaf Heartbeats – VENERA 4



10. Hollywood – Lana Del Rey




11. Crescendo – Little Boots



12. Peace In The Heart – Kashmir
(Leider kein Video oder Stream des Songs im Netz verfügbar. :-(

13. L’aérotrain – Exsonvaldes



14. Lock Me Up – Reputante



15. Unica – Les Incendiaires



16. Summer Wine – Lana Del Rey & Barrie James O’Neill



17. Just Desserts – Marina And The Diamonds & Charli XCX



18. Anything Could Happen – Ellie Goulding



19. Keep You – Wild Belle



20. Back to Bagarmossen – Paper




21. Another Tale From Another English Town – Lanterns on the Lake
22. My Spirit Is Broken – Champs
23. Cristina – Desperate Journalist
24. Montreal – Dead Heart Bloom
25. After You – Pulp
26. Zeit – Prag
27. Ich brauch’ keine Wohnung – The Toten Crackhuren im Kofferraum (T.C.H.I.K.)
28. L’insigne honneur – Benjamin Biolay
29. Crow – Everyday Mistakes
30. Soft – Feathers
31. Apart – Tiger Baby
32. Best of times (The Amazing Sessions) – My Sad Captains
33. Icy Daggers – Nightmare Air
34. No Escape – Victories at Sea
35. Jusqu’où petite – Buridane
36. The Curse – Agnes Obel
37. Catalyst – Tristen
38. All the days – Haerts
39. Koordinaten – Klaus Johann Grobe
40. Elevated/Desecrated – The Low Frequency in Stereo
41. Christiana Obey – Republica
42. Never Say Nothing – Slut
43. Falling – Polly Scattergood
44. Driving without Headlights (Once again) – Girl One and The Grease Guns
45. 10 ans – Alizée
46. Salome – Indochine
47. Almost – It’s a Synth
48. Barriers – Suede
49. Hypnotic Regression – Girls Names
50. Delusional Waste – SPC ECO
51. With Signs Repeating – The Capsules
52. Reflektor – Arcade Fire
53. Isolation – Rigna Folk
54. Birth of a Fellony – Ballerina Black
55. Sunday Morning – Modwheelmood
56. The Hunter – Marnie
57. Pitch Paired – Francis International Airport
58. Warte auf mich auf dem Grund des Swimmingpools – Tocotronic
59. You’ll see – Baden Baden
60. Andro Queen – Pixies

Wer Spotify benutzt, kann sich einen Großteil der Songs (nicht alles gibt es dort, insb. natürlich keine Leaks & Demos) in einer kompakten Playlist anhören: