Poppy, Wyatt Blair

Mittwoch, Januar 22, 2020 Parklife 2 Kommentare




Poppy «X» – vielleicht erinnert sich noch jemand, dass ich die kalifornische Sängerin, hinter der sich quasi ein L.A.-Multimedia-Performance-Art-Künstlerkollektiv verbirgt, vor einigen Jahren vorstellte. Damals war sie vor allem mit absonderlichen, leicht verstörenden YouTube-Videos unterwegs, und spielte mit Vorliebe lieblichen Plastik-Pop/J-Pop. Das Ganze hat dennoch stets etwas Subversives, denn das unterschwellige Thema war immer, wie Poppy als eine Art Android von dunklen Mächten (der Musikindustrie) dazu genötigt wurde, Dinge zu tun, die sie nicht wollte; zudem wurde auch immer ein satirisch-kritischer Blick auf den Starrummel und Influenecer & Co. geworfen. Um das auf die Spitze zu treiben, wurde sogar eine eigene „Kirche“ namens Poppy.Church gegründet, die als eine Art sinistrer (ironischer) Kult geführt wurde. Heutzutage bezeichnet sie ihre Musik als „Post Genre“, was sehr zutreffend ist, wenn man sich bspw. diese Single anhört. Vorletzten Freitag ist das neue Album erschienen, auf dem Metal-Label Sumerian Records. Übrigens ist sie im März auch in Deutschland auf Tour.



Wyatt Blair «(I’ll keep) Searching for you» – sehr viel harmonischer geht es bei Wyatt Blair aus L.A. zu – angenehmer Gitarrenpop mit leicht verhuschter Orgel, sehr schön.

Kommentare:

  1. Irgendwie kann der krude Genremix von Poppy durchaus gefallen. Seltsamerweise...

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  2. Geht mir auch so, wobei ich natürlich den satirischen Unterton des gesamten Projekts besonders schätze. Auf dem neuen Album (bzw. allen Songs ab "Scary Mask" letztes Jahr) ist dieser Genremix aber ausgefeilter und weniger humorvoll, dafür halt jetzt konsistenter, düsterer. (Ist mir aber auf Dauer zu hart, die Musik. :)

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