„Indie wurde längst von H&M aufgekauft“

Samstag, Juni 12, 2010 Parklife 1 Kommentare

Ein sehr spannendes Interview zum Thema Indie & Kommerz und der Möglichkeit, mit Musik heutzutage noch Geld zu verdienen, führte die Website Philibuster mit Schauspieler und Sänger Robert Stadlober – „Indie wurde längst von H&M aufgekauft“. Seine Aussagen zum Zustand des Musikbusiness und der medialen Entwicklung im Web 2.0 finde ich höchst interessant und lesenswert – hier ein paar Zitate, den ganzen Artikel findet Ihr unter obigem Link:
[...] Stadlober Der Begriff Indie war schon immer das falsche Wort und eine Kategorisierung für Leute, die aus anderen Beweggründen als finanziellem Mehrwert Dinge getan haben. Das, was einem Musikmagazine heute landläufig als „Indie“ schmackhaft machen wollen, ist eine Illusion. Dieses Lebensgefühl hat heute längst H&M aufgekauft und dem trauere ich auch nicht hinterher. Für mich war es immer schon wichtiger, mich mit Kunst zu beschäftigen und nicht mich als Marke zu zelebrieren. [...]

[...] Philibuster: Glaubst Du, dass sich die Leute trotz dieser Casting-Stars und Pop-Hypes eines Tages auch wieder mehr für kleinere Bands à la Gary interessieren?

Stadlober: Heutzutage hat man als Musikschaffender mit zwei Problemen zu kämpfen. Erstens ist die Masse der Käufer viel kleiner geworden und zweitens haben sich die Leute auch an bestimmte Medien gewöhnt, von denen sie mit Musik und Künstlern versorgt werden. Das sind eben häufig Massenmedien, die genau diese Popacts hypen. Trotzdem gibt es auch bislang unbekannte Bands wie "The National", die gute Chartplatzierungen erreichen. Das liegt zum Teil auch an Musikblogs und den neuen Kanälen, die das Internet bietet. [...]
Sein eigenes musikalisches Projekt Gary hat auch eine neue Platte am Start – die neue Single haut mich allerdings nicht wirklich um...:

1 Kommentare:

Michael hat gesagt…

Danke für die Verlinkung! Gerne nehmen wir Deine Sammlung musikalischer Perlen in unsere Blogroll auf :)