Der große Coast Is Clear-Jahresrückblick 2014, Teil 1

Freitag, Dezember 26, 2014 Parklife 3 Kommentare

It is happening... again! Nicht nur kommt Twin Peaks demnächst wieder zurück auf die Bildschirme, nein, wie schon in den letzten Jahren gibt es a) einen tollen, famosen und rundum wunderbaren musikalischen Jahresrückblick bei Coast Is Clear und b) haben Lana Del Rey und Marina & the Diamonds auch 2014 wieder bei mir abgeräumt und belegen wie schon im Vorjahr Platz 1 und 2 bei den meistgehörten Künstlern. Wird ja fast schon etwas langweilig, sorry. ;-)

Also, 2014, was ging denn so alles ab? DAS Highlight für mich war definitiv, dass ich im Mai gleich zwei Mal hintereinander Slowdive live in London erleben konnte. Ein lang gehegter Traum wurde endlich wahr - und die Konzerte waren auch dementsprechend grandios. Ähnlich klasse auch Carter USM, als sie im November ihren Abschied in der altehrwürdigen Brixton Academy feierten. Noch nie war ich nach einem Konzert so durchgeschwitzt...

Ansonsten war 2014 musikalisch nicht der absolute Bringer. Wie schon seit einiger Zeit beobachte ich bei mir eine erhebliche Divergenz zwischen meinen Song-Charts, insbesondere was die meistgehörten Lieder angeht, und den Top 20-Alben, die oft genug gar keinen Einzelsong mehr zu meiner Topliste beitragen. Während bei den Songs poppige Klänge auf dem Vormarsch sind, beinhalten meine Album-Charts fast nur noch Sachen, die reichlich unbekannt sind oder die zumindest von den größeren „Leit“medien wie NME & Co. gar nicht erst zur Kenntnis genommen werden. Pop sucht man hier eher vergebens. Es gab, wie jedes Jahr, ein paar Enttäuschungen, also Alben, von denen ich mir mehr erhofft hatte, als dann am Ende bei rum kam – hier wären vor allem Kontakte (schweinerockig) und 2:54 (einschläfernd) zu nennen. Die größte Album-Enttäuschung war für mich aber sicherlich das Debüt von Nicole Sabouné, die 2013 vier grandiose Singles hingelegt hat und eine heiße Kandidatin für die 2014er Top 3 war, deren Album dann aber abgesehen von den vier Stücken kaum mehr was zu bieten hatte.

Als traurigen Tiefpunkt 2014 sehe ich den überraschenden Tod des Gravenhurst-Sängers Nick Talbot, der nur 37 Jahre alt wurde und kurz vor seinem Tod noch auf Tour war.

Nun aber zu den angenehmen Seiten des Musikjahrs – ich beginne mit der Einführung einer ganz neuen Rubrik, die sich mir diesmal fast schon aufdrängte, als ich mir meine Liste der meistgehörten Songs so anschaute und feststellte, dass ältere Lieder dort prominent weit oben platziert waren. Deshalb also:

Die 6 besten Songs, die nicht aus 2014 stammten, sondern zum Teil schon 30 Jahre auf dem Buckel haben, die mich aber in diesem Jahr trotzdem besonders eifrig begleiteten:

1. Marina and the Diamonds «Shampain»




2. Thayer Sarrano «Quiet now your bones» / «Hand held to your mouth»





3. Sandra «Japan ist weit» (jaja... irgendwie trashig - aber toll!)



4. Liz & Laszlo «Je ne suis là pour personne»



5. Chelsea Wolfe «Demons (at Room 205)»



6. Smile Smile «Truth on Tape»




Womit wir dann bei der meine tatsächlichen Musikhörgewohnheiten gut widerspiegelnden Rubrik „Die meistgehörten Songs 2014“ wären. Dies sind die ungefilterten, ungeschminkten, unzensierten, brutal ehrlichen Daten via last.fm (ergänzt um ein paar Plays via Soundcloud etc.), d.h. hier sieht man was ich wirklich intensiv hörte. Logisch, in einem Jahr, in dem Lana Del Rey etwas Neues am Start hat, belegt sie mit ihren Liedern wieder einen Großteil der vorderen Plätze:

01. Lana Del Rey – Flipside (94 Mal gehört)
02. Marina & the Diamonds – Froot (81)
03. Lana Del Rey – West Coast (59)
04. Marina & the Diamonds – Shampain (47)
04. Lana Del Rey – Big Eyes (47)
06. Trümmer – Wo ist die Euphorie (43)
07. Lana Del Rey – Fucked My Way Up to the Top (41)
08. Lana Del Rey – West Coast (Radio Mix) (40)
09. Sandra – Japan Ist Weit (39)
09. Andreas Dorau – Flaschenpfand (39)
11. Lana Del Rey – Ultraviolence (38)
12. Lana Del Rey – Old Money (29)
13. Lana Del Rey – Meet Me in the Pale Moonlight (28)
14. Thayer Sarrano – Quiet Now Your Bones (25)
14. Lana Del Rey – Shades of Cool (25)
16. Thayer Sarrano – Hand Held to Your Mouth (24)
17. Haley Bonar – Last War (23)
18. King Dude & Chelsea Wolfe – Be Free (22)
18. New Days Delay – Jugendbewegungslosigkeit (22)
20. Lana Del Rey – Cruel World (21)
20. Lorde – Yellow Flicker Beat (21)
22. Andreas Dorau – Reden wir von mir (19)
22. Lana Del Rey – Black Beauty (19)
22. Lana Del Rey – Is This Happiness (19)
25. Lana Del Rey – Brooklyn Baby (18)
26. Marina & the Diamonds – Mowgli's Road (17)
26. Nancy Sinatra – Sugar Town (17)


Auf dieser Basis ergibt sich dann folgende „bereinigte“ und hübsch sortiert Liste der meiner Meinung nach besten Songs 2014:

01. Lana Del Rey – Flipside



02. Marina & the Diamonds – Froot



03. Lana Del Rey – Big Eyes



04. Trümmer – Wo ist die Euphorie



05. Andreas Dorau - Flaschenpfand



06. Haley Bonar - Last war



07. Lorde – Yellow Flicker Beat



08. New Days Delay – Jugendbewegungslosigkeit
09. IO Echo – Outsiders (Albumversion)
10. Lily Allen – Age of Beige



11. King Dude & Chelsea Wolfe – Be Free



12. Röyksopp feat. Robyn – Monument (The Inevitable End Version)



13. Bear In Heaven – Autumn


Bear In Heaven - "Autumn" (Official Video) von scdistribution

14. My Sad Captains – All times into one



15. Black Rivers – The ship



16. Contre Jour – Vision d'avenir
17. Violet Hours – Alone with everyone
18. Desperate Journalist – Distance
19. Charli XCX – Boom Clap
20. Alvvays – Archie marry me
21. La Sera – Control
22. The Bulls – Come Unwound
23. Luna Green – Swedish Strawberries
24. Gemma Ray – Motorbike
25. CHVRCHES – Bela Lugosi's dead
26. Elika – Moving faster
27. Sixth June – Drowning
28. Electric Youth - A Real Hero
29. The Luxembourg Signal – Distant Drive
30. The Twilight Sad – Last January
31. The War on Drugs – Red Eyes
32. Camcorder – Push you away
33. Everyday Mistakes - The Lack of your Presence
34. Poppy Ackroyd - Strata
35. Wilsen - Magnolia
36. Teleman - Monday morning
37. Dum Dum Girls - Rimbaud Eyes
38. Leave The Planet - Between Bodies
39. Electric Litany - Feather of Ecstacy
40. Stone Cold Fox - Seventeen

Wer von Euch Spotify hat, kann dort die meisten meiner Favoriten auch nachhören:

3 Kommentare:

Jens hat gesagt…

Hatte gar nicht mitbekommen, dass New Days Delay ein neues Album haben.

Parklife hat gesagt…

Ja, tatsächlich, damit hätte ja kaum noch einer gerechnet. :-) Wirklich toll finde ich das Album aber leider nicht - dieser Track sticht schon deutlich heraus.

SomeVapourTrails hat gesagt…

Deinen fast schon Fetisch bezüglich Lana Del Rey kann ich sehr gut nachvollziehen :)