Der große Coast Is Clear Jahresrückblick 2011 - Teil 1: Alben

Donnerstag, Dezember 29, 2011 Parklife 1 Kommentare

Ja, na sowas, schon wieder ein Jahr rum! Mittlerweile althergebrachter Tradition folgend will ich die letzten Tage des gerade zu Ende gehenden Jahres nutzen, um meinen persönlichen musikalischen Jahresrückblick zu geben. Leider war 2011 eher von Enttäuschungen denn von erfreulichen Überraschungen geprägt, so dass meine Charts diesmal mit vergleichsweise lauwarmer Begeisterung von mir begleitet werden.

Zu den Bands, deren neuen Werke zum Teil weit unter meinen Erwartungen blieben, gehören:
  • Lower Heaven (nach dem Wahnsinnsdebüt von vor 2 Jahren konnte die Band eigentlich nur scheitern; aber dass es SO krass geschehen würde, war dann doch ernüchternd)
  • Zaza (s.o.)
  • The Joy Formidable (schade, nach den vielen tollen Einzelsongs dann so ein aggressives Nervalbum)
  • Radiohead (nicht, dass ich von denen ernsthaft noch irgendwas Dolles erwartet hätte...)
  • Death Cab For Cutie (dto.; ganz miese Scheibe)
  • The Sounds
  • Anajo
  • I Am X
  • Welle:Erdball
  • Punk TV (echt schade... kein wirklich schlechtes Album, aber gemessen an den hohen PTV-Ansprüchen doch eher lau)
  • She Wants Revenge
  • The Raveonettes (letztes Jahr noch Top 5 bei mir, dieses Jahr kaum Top 20)
  • The Rosebuds (die Trennung als Paar hat ihrer Musik nicht gut getan)
  • M83 (wie ööööde!)
  • Magazine (wie neeeervig!)
  • Model Morning
Aber okay, genug gejammert, hier nun das, was auf der positiven Seite der Charts stehen blieb:

1. Mint Julep – Save your season
Tolles Album, auf dem sich die einstige Dreampop-Band den mehr elektronischen Klängen zugewendet hat. Die einzige Scheibe 2011, die auch wirklich enthusiastische Reaktionen bei mir ausgelöst hat und somit eine würdige Nummer 1.

2. Under Electric Light – Waiting for the rain to fall
Schönes Debüt der kanadischen Electro-Gazer - flächige Sounds, schwebende Atmosphäre, feine Melodien, also genau meine Musik. Der einzige Wermutstropfen: mit gerade einmal 8 richtigen Songs ist die CD doch arg kurz geraten!

3. Darkness Falls – Alive in us
Dänen, angedüsterte Musik, da kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Produziert von „Elektro-Ikone“ Trentemøller bietet das Duo hier eine ausgesprochen abwechslungsreiche, spannende und packende Mixtur an verschiedenen Stilen ab, die sich zum Teil schwer in Schubladen pressen lassen. Erstaunlicherweise gehe ich hier mal mit diversen Musikgazetten überein, die die Band momentan gerade nach oben schreiben.

4. Kindest Lines – Covered in dust
Ein Zufallsüberraschungsfund – und was für einer! Diese junge amerikanische Band hat sich dem Wave verschrieben und spielt diesen mit einer erfrischenden Unbekümmertheit. Manchmal ist der Sound leider etwas flach (produziert), was eine noch höhere Platzierung in meiner Gunst verhindert hat.

5. Still Corners – Creatures of an hour
Angenehm, angnehm, dieses Sphärenalbum – etwas psychedelisch, schön verträumt, damit kann man mein Herz erwärmen. Irgendwie ist das Album ein heimlicher Favorit von mir.



6. Be Forest – Cold
Nochmals knackiger Wave/Post-Punk, diesmal aus Italien. The Cure lugt hier an manchen Ecken hervor, und das ist natürlich ganz nach meinem Geschmack.


7. 93 Million Miles From The Sun – Northern Sky
Die zweite Scheibe der britischen Shoegazer hatte mich zunächst ein wenig enttäuscht, doch nach einigen Durchläufen entfaltete sich der Charme der Gitarrenwände wieder, auch wenn die Jungs nicht ganz die Qualität des Debüts erreichen.


8. Screen Vinyl Image – Strange behavior
Und schon wieder Shoegaze – vor allem der Opener «We don’t belong» erinnert mich an güldene Skywave-Zeiten, d.h., es wird ordentlich nach vorne los gelärmt, ohne die Melodik zu vernachlässigen.

9. Ladytron – Gravity the seducer
Noch so ein Spätzünder – als ich das Album zum ersten mal hörte, machte sich eher Langeweile breit, da so spontan nicht allzuviele Hits auszumachen waren. Die Güte des Gesamtwerks zeigte sich dann erst mit der Zeit – die Kraftwerkanleihen sind weitgehend passé, jetzt geht es etwas organischer zu im Ladytron-Kosmos.

10. Jeremy Jay – Dream Diary
Manch einer bezeichnet die Musik des kalifornischen Sängers als Twee, aber das, was er auf seiner neuen CD abliefert, ist in meinen Ohren überwiegend einfach wunderbar schwelgerischer Indiepop. In der zweiten Hälfte des Albums baut Jay dann leider etwas ab, sonst wäre chartmäßig mehr drin gewesen!

11. Acid House Kings - Music sounds better with you
12. Det Vackra Livet - Det Vackra Livet
13. My Sad Captains - Fight less, win more
14. The Pains of Being Pure at Heart - Belong
15. PJ Harvey - Let England shake
16. Veronica Falls - Veronica Falls
17. Youngteam - Daydreamer
18. Syket - With love
19. French Films - Imaginary future
20. Help Stamp Out Loneliness - Help Stamp Out Loneliness

21. The Exploding Boy - The black album
22. Low Roar - Low Roar
23. Seapony - Go with me
24. The Blueflowers - In line with the broken-hearted
25. The Soulboy Collective - Clique tragedy
26. The Vera Violets - In between fires
27. ZyniC - Fire walk with me
28. The Vaccines - What did you expect from The Vaccines?
29. The Raveonettes - Raven in the grave
30. Azure Blue - Rule of thirds
31. Austra - Feel it break
32. Firefox AK - Color the trees
33. Music for Headphones - Life.in.Mono
34. Goldenboy - Sleepwalker
35. Lowline - Lowline
36. The Morning Light Project - Interface
37. Paper - Mischmasch
38. The Ludvico Treatment - Politeia
39. Punk TV - Space shadows
40. Glasvegas - EUPHORIC /// HEARTBREAK \\\
41. Klima - Serenades & Serinettes
42. Kontakte - We move through negative spaces
43. Dum Dum Girls - Only in dreams
44. Robin Foster - Where do we go from here?
45. The Boxer Rebellion - The cold still
46. Tim Booth - Love Life
47. Odio Paris - Odio Paris
48. C'est la mort - Empty words fill lonely spaces
49. Principe Valiente - Principe Valiente
50. Butcher Boy - Helping hands
51. The Sounds – Something to die for
52. The Pierces – You & I
53. My Violainé Morning - The Next episode of this world
54. Lou Lesage - Under my bed
55. Secret Shine – The Beginning And The End
56. Should - Like a fire without a sound
57. British Sea Power – Valhalla Dancehall
58. Blondie - Panic of girls
59. Mogwai – Hardcore will never die, but you will
60. Robin Guthrie – Emeralds

1 Kommentare:

Jens aus Wien hat gesagt…

Sehr schöne Liste.. Einige Gemeinsamkeiten mit meiner Abrechnung 2011 sind vorhanden.. und ich entdecke immer wieder gern neue Musik.. Danke!
Gruß aus Wien, alles Gute und viel Spaß für 2012, Jens