Der Indie-Pop-/Shoegaze-/Wave-/Tweepop-/ Electropop- und MP3-Blog - jeden Tag legale kostenlose Downloads neuer und guter Indie-Musik, vor allem aus Skandinavien, Nordamerika & England. Plus ein paar kritische Begleittöne zum Leben allgemein. Achtung: Viele Songs stehen nur für begrenzte Zeit im Netz!
Dienstag, Mai 31, 2011
Hello Gravity - Flockiger Pop aus Schrobenhausen
So sonderlich häufig kommt es ja nicht vor, dass ich an dieser Stelle deutsche Bands empfehlen kann, aber neulich bin ich im Der Impuls-Blog doch auf einen super Tipp gestoßen – nämlich die aus der Nähe von München stammenden Hello Gravity. Vier erschreckend junge Herren, die locker aus dem Ärmel geschüttelten modernen Pop spielen, der tanzbar und leicht daherkommt und wie die Single «River of love» schon ein bisserl Lust auf den Sommer macht. In selbigem wird übrigens auch ihr Debütalbum «Wunderkind» erscheinen.
Das 3. Feedback Fever-Shoegazefestival in Hamburg mit Mark Gardener und den Tamborines!
Wie schön – das mittlerweile fast schon zum Inventar Hamburger Nachtlebens zählende Feedback Fever-Festival kehrt auch 2011 zurück. Diesmal geben sich die Psychedelicrocker The Tamborines auf der MS Claudia die Ehre und werden auf der mehrstündigen Fahrt durch den Hafen in einem ca. 45minütigen Set ihre fetzigen Songs zum Besten geben. Drumherum legen DJs (darunter DJ Secret Shine und meine Wenigkeit vom Ex-Listening In-Team) feinsten Dreampop und Shoegaze auf. Abgelegt wird um 19:30 Uhr von der Landungsbrücke 10.
Weiter geht es dann um 0 Uhr im Golem (Große Elbstaße 14), wo uns Ex-Ride-Sänger Mark Gardener mit einem Akustikset beglücken wird (es wird viel Ride zu hören sein!) und der Clubabend dann wiederum mit allen Spielarten der Gitarrenwandmusik und des Indiepops und C86 veredelt wird. Also alle kommen!
Syket - Höre ich da ein wenig Psychedelic um die Ecke linsen?
Zurück nach Schweden. Syket heißt mein heutiger Tipp – ein Septett aus Umeå, das sehr abwechslungsreiche Indiemusik mit psychedelischen, aber auch britpoppigen Anklängen spielt und auf dem aktuellen Album «With love» durchaus zu begeistern weiß. Der typisch skandinavische Sound ist unüberhörbar und erinnert mich manchmal gar an Broder Daniel oder Kent. Ein echter Geheimtipp! Mein Lieblingslied des Albums ist «See you in CERN», aber die anderen Tracks sind auch toll.
Erwartungen sind dazu da, unterlaufen zu werden! Deshalb breche ich heute brutal mit meiner forsch ausgerufenen Schwedenwoche und bringe was komplett anderes. Naja, okay, also um ehrlich zu sein bleibe ich in Skandinavien, und das gleich doppelt – Helsinky Poetry haben sich nach der finnischen Hauptstadt benannt, kommen aber aus Dänemark. Die beiden Bandmitglieder waren früher bei Epo-555, den viel zu früh von uns gegangenen Experimentalgazern und haben soeben ihre Debüt-EP herausgebracht, die es für alle diejenigen kostenlos gibt, die ihre EP bei Facebook erwähnen. Der Sound ist etwas heftiger als früher, Gitarrenschicht wird auf Gitarrenschicht getürmt, aber das Ergebnis ist sehr erfreulich. (Danke an Morten für den Tipp!)
Na, da habe ich ja was Schönes angerichtet mit meiner Schwedenwoche – ob ich will oder nicht muss ich Euch heute ja wieder von einer schwedischen Band berichten. Aber zum Glück will ich, denn ich wollte Euch sowieso auf ein famoses Konzert hinweisen, das am Montag in Hamburg über die Bühne geht: The Exploding Boy sind wieder da, mit ihrem neuen Album, auf dem sie etwas poppiger und weniger düster zu Werke gehen als ehedem und ihren PostPunk-Sound ein bisschen aufgefrischt haben. Los geht es um 21 Uhr in der Astra Stube.
Hier das Video zur aktuellen Single «Get out of my head»:
Überraschung, heute zur Abwechslung mal etwas aus... Schweden! Mire Kay nennt sich das eher trauriger Musik zugetane Duo, bestehend aus Emelie Molin und Victoria Skoglund (bekannt von den ebenfalls sehr melancholischen Audrey). «Sea monster» ist die erste Single aus der «Fortress»-EP, die vielleicht eher etwas für lange Winterabende zu sein scheint, aber natürlich auch in hitzigen Zeiten wie diesen genossen werden kann.
Ich setze mal meine Schwedenwoche fort. The Bell, vor einigen Jahren schon mit ihrem angenehm poppigen PostPunk/Wave-Sound positiv aufgefallen, sind zurück, mit einem neuen Album namens «Great heat» (passend zum herannahenden Sommer) und einer neuen Single, «Today», die elektronischer und manchesterraveiger klingt als bisher und zudem in alter The Bell-Tradition der lechzenden Webgemeinde als freier Download offeriert wird (danke an J.A. für den Tipp!). Dazu gibt es noch diesen Clip in 8-Bit-Ästhetik:
Mit hauchigen weiblichen Vocals und sanfter Elektronik im TripHop-Stil kann man mich ja durchaus ködern. Das gelingt es auch dem Trio Daybehavior aus Schweden, deren neue Single «Silent dawn» deutliche 90er Reminiszenzen aufweist (Hooverphonic kommt mir da beispielsweise in den Sinn) und von untenstehendem Fan-Video begleitet wird. Der Track stammt vom kommenden (ihrem dritten) Album «Follow that car!».
Da ist sie also, die neue Single des schwedischen Projekts De Montevert. «Skyll på mig» heißt sie und bietet angenehmsten Schwedenpop mit zarter Glasur. Ich muss ja zugeben, dass ich bis eben noch nie von dieser Band gehört habe, und so erfahre ich erst jetzt, dass sich hinter De Montevert Ellinor Nilsson aus Stockholm verbirgt, die bislang schon eine ganze Reihe ähnlich hübscher Songs via Soundcloud veröffentlicht hat.
Mal wieder was Schönes aus dem Synthiepopbereich, auch wenn es nicht mehr taufrisch ist – die Single «Dying for the first time in my life» der französischen Band Foretaste, die aus dem Jahre 2009 stammt. Wird mal wieder Zeit für neues Material! (Laut Website schreibt man derzeit am dritten Album.)
The Kick, dahinter verbirgt sich der Schwede David Sundqvist, der vor zwei bis drei Jahren erstmals auf sich aufmerksam machte – nun gibt es eine neue Single, «Rubicon», auf der er sich melodisch und verspielt zeigt. Man könnte fast schon von chilligem Pop sprechen, der perfekt in den hoffentlich herannahenden Sommer passt.
Früher klang Christoffer Fransson David Sundqvist noch deutlich härter, ein wenig wie IAMX oder eine harmlose Nine Inch Nails-Variante:
So jedenfalls preist ihr Label Bad Panda die spanische Band Berlinist an und zieht ebenfalls Parallelen zu TV on the Radio und (den mir unbekannten) Dark Dark Dark. Tatsächlich sind die ersten beiden frei verfügbaren Songs der Band sehr atmosphärisch und eignen sich perfekt für laue Sommerabende (wie sie derzeit ab und an schon mal vorkommen), vor allem das tolle «No love song». Momentan arbeiten Berlinist an ihrer Debüt-LP, die dann im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblicken soll. Untenstehend schon mal ein kleines Teaser-Video:
Normalerweise präsentiere ich hier im Blog ja eher die kleinen und (noch) unbekannten Indiebands, aber bei der neuen Single von Death Cab For Cutie möchte ich doch mal eine Ausnahme machen. Denn «Home is a fire», die erste Auskopplung aus dem Ende Mai erscheinenden Neuwerk «Codes and keys» ist ganz wunderbar und erinnert mich an dunkle Epen von Kashmir. Dsa Video untermalt diese Stimmung auch durchaus gelungen, wie ich finde.
Heißa, die schwedische Synthie-Indie-Whatever-Band Degrees kehrt zurück, und zwar mit einem neuen Album namens «Dream on dreamy» und vorab bereits ein paar Songs, deren Titeltrack wir uns via Soundcloud kostenlos herunterladen können. Das neue Material macht Lust auf mehr, zeigt es doch, dass die Schweden nichts von ihrem Hang zu schönen Melodien und verspielten Arrangements verloren haben. (Danke an den Music of the Moment-Blog für den Tipp.)
Ein schöner Tipp von Morten – das neue Video der amerikanischen Band Manwomanchild; Gitarrenrockpop der höchst unterhaltsamen Sorte (der mich bei diesem Lied gar etwas an Voxtrot erinnert). Das Album gibt es HIER.
Eigentlich ist die Sache klar, wenn man einen Bandnamen wie Quiet Lights hört: DreamPop, Shoegaze, irgendwas in der Richtung. Komplett falsch liegt man mit seiner Vermutung in diesem Falle zwar nicht, dennoch geht das amerikanische Quintett über die Genregrenzen hinaus und webt z.B. richtige Noiseausbrüche à la Sonic Youth mit ein. Auf ihrer aktuellen «The big fear»-EP können wir uns von diesem gelungenen Wechselspiel zwischen laut und leise überzeugen lassen. Ach ja, und bei Bandcamp gibt es einige ältere Songs gleich ganz kostenlos!
Rock Back for Japan Vol. 1–6 - Shoegaze und Gitarrenwirbel für den guten Zweck
Durch den Shoegazer Alive-Blog bin ich auf ein tolles Projekt aufmerksam gemacht worden – und zwar eine Compilation, auf der Shoegaze-/Psychedelic-/Indie-Bands größtenteils exklusive Tracks für einen guten Zweck zur Verfügung stellen: Alle Erlöse von «Rock Back for Japan» gehen an das japanische Rote Kreuz. Auf den bisher 6 CDs (die es auch als Download, auch einzelne Songs) befinden sich so illustre Namen wie SPC ECO, Ceremony, Insect Guide, Screen Vinyl Image, Bliss.City.East oder The Lost Patrol, aber auch jede Menge Bands, die mir bisher komplett unbekannt waren. Bei einem Preis von 9$ pro MP3-CD (mit 14–15 Liedern) kann man da nicht viel falsch machen! Erhältlich sind die Compilations via Reverb Nation HIER.
Eine Band Ramona zu nennen weckt natürlich Erwartungen – z.B. die, dass es sich um eine reine Mädelskombo handelt oder eine der Mitgliederinnen wenigstens Ramona heißt. Aber so verhält es sich bei dem Quartett aus London nicht – immerhin weisen sie mit Karen Anne eine sehr telegene Sängerin auf – und natürlich auch guten, an Blondie oder Sleeper erinnernden Gitarrenpop, die angenehm ins Ohr geht und sich sicherlich auch auf dem einen oder anderen Soundtrack einer amerikanischen Fernsehserie wiederfinden könnte. (Was jetzt abschätziger klingt, als es gemeint war – mir gefällt die Musik! (amerikanische Fernsehserien allerdings nicht))
Drei ehemalige Mitglieder der schwedischen Bands Thermostatic und LoveIsNotMyOnlyCrime haben sich zusammengefunden, um unter dem (etwas einfallslosen) Namen Light Parade schmachtige und hochmelodiöse Indiepopmusik zu machen, die nur noch entfernt an die Synthieklänge Thermostatics erinnert. Vielmehr klingt «Get lost» mächtig nach den Raveonettes, was natürlich immer gut ist.
Wenn eine Band volle 13 Jahre braucht, um ein neues Album herauszubringen, ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen für die zu erwartende musikalische Qualität (man denke nur an die Stone Roses!). Diese Sorgen sind jedoch bei «Like a fire without sound», dem aktuellen Album der amerikanischen „Shoegazer“/Dream-Popper Should gänzlich unbegründet. Okay, mit Shoegaze hat der Sound jetzt nicht mehr viel zu tun, dennoch haben wir es hier mit einem ganz wunderbaren, zurückgenommenen Werk zu tun, das auch auf dem Sarah Records-Label für Furore gesorgt hätte – allen voran «Slumberland», mein persönliches Highlight auf dem Album. Aber «Turning Tables», die erste Single, ist auch super!
Da sind sie also wieder, die vier Jungs von Panter, der schwedischen Band, die uns letztes Jahr bereits mit ihrem sympathischen Indiepop beglückt hat, u.a. auch bei ihrem Liveauftritt in Hamburg. Nun wird Mitte Mai die neue EP «Newlyweds arrived» erscheinen, die vier Songs enthält, die wiederum unter Beweis stellen, dass die Band melodisch ganz weit vorne liegen. Vor allem «Don't fix that broken wing» geht geschmeidigst ins Ohr!
Wenn es drei Stilrichtungen gibt, denen ich hier im Blog besonders oft gehuldigt habe, dann sind das Wave, Post-Punk & Shoegaze. Fast schon zwangsläufig muss ich eine Band, die gleich alle drei Richtungen vereint, auch vorstellen. Samideani stammen aus Italien und spielen eine etwas gemächlichere Version des Bratcore-Sounds, den man z.B. von Ceremony kennt. Die gesamte EP «Adorable» (der Titel ist sicher nicht ohne Hintergedanken gewählt worden...) ist bei Bandcamp für taschengeldfreundliche 0 € herunterladbar.
Monaco, äh, autoKratz sind wieder da – für die erste Single aus ihrem im Sommer erscheinenden zweiten Album haben sich die Briten der Basskünste keines Geringeren als Peter Hook bedient. So wird «Becoming the wraith» ein schönes Stück tanzbaren Indies mit den unüberhörbaren Hookschen Bassläufen. Sehr nett!
Ich weiß gar nicht mehr so genau, was ich eigentlich mit 16 gemacht habe. Vermutlich nichts sonderlich Produktives, vielleicht habe ich Bard's Tale oder Ultima zu lösen versucht oder ähnlich sinnlos meine Zeit verdaddelt. Auf jeden Fall habe ich keine Debütsingle auf dem schwedischen Labrador-Label veröffentlicht, wie das jetzt Amanda Mair, die jüngste Entdeckung der Schweden, tut. «House» heißt der Song und er ist richtig klasse! Unglaublich, dass das Mädel erst 16 ist... Wenn sie so weiter macht, wird sie ihren Weg sicherlich gehen!
Das schottische Quartett Galleries hatte ich im Oktober schon einmal bei Coast Is Clear vorgestellt, doch nun erscheint es mir an der Zeit, sie ein weiteres Mal mit Rampenlicht zu besprenkeln – denn zum einen ist seitdem eine weitere EP, «Rocket science» erschienen, die es zusammen mit der Debüt-EP es als kostenlosen Download auf der Band-Website gibt. Außerdem können wir uns den neuen Track «Darkness coming» anhören, der im Mai als Single erscheinen wird. Wiederum werden wir mit modernem Gitarrenpop verwöhnt, der sich durchaus auch für die ambitionierte Indiedisco eignet.
Jaja, die Tour de France. Jetzt haben sie doch rausgekriegt, dass da gedopt wird! Alles kriegen die raus. Deutlich lustiger als das besagte Sportgroßereignis ist das, was die französische Band France da aufs Parkett legt – aus einem Scherz geboren, geben sich die Jungs hemmungslos billige 80er Synthis hin und vermischen diese auch noch mit chansonartigem Sprechgesang. Ihre «Grand tour»-EP ist jedenfalls eine gewisse Herausforderung. :-)
Schon von 2009, aber dennoch wert, endlich mal in meinem Blog erwähnt zu werden – die Single «Rust» der leider immer noch weitgehend unbekannten schottischen Band Blacktzar, die munter durch 80er Wave- & Synthiesounds hüpft.
Auch die anderen Blacktzar-Songs wie z.B. «Fade into life» sind absolut empfehlenswert!
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