The Mynabirds - Let the record go
The Mynabirds - Let The Record Go from Saddle Creek on Vimeo.

Der Indie-Pop-/Shoegaze-/Wave-/Tweepop-/ Electropop- und MP3-Blog - jeden Tag legale kostenlose Downloads neuer und guter Indie-Musik, vor allem aus Skandinavien, Nordamerika & England. Plus ein paar kritische Begleittöne zum Leben allgemein. Achtung: Viele Songs stehen nur für begrenzte Zeit im Netz!
The Mynabirds - Let The Record Go from Saddle Creek on Vimeo.
Es wird Zeit, in diesen hektischen und betriebsamen Tagen von Wirtschaftskrise, Konsumwahn und Gesellschaftszerfall für ein wenig Entspannung. Bing and Ruth, eine 11köpfige Band aus Brooklyn um den Pianisten David Moore, liefern dazu den perfekten Soundtrack – akustische Instrumente wie Klavier, Klarinette, Cello uvm. sorgen bei der neuen Single «Rails» vom demnächst erscheinenden Album «City Lake» für einen sanft dahin gleitenden, aber dennoch nie langweiligen Melodiefluss mit einem Hauch von moderner Klassik. Und da es dieses Lied als kostenlosen Download gibt, erspart man sich sogar den Stress mit dem Dispokredit. Also zurücklehnen und treiben lassen.
Schon wieder! Da habe ich erst neulich für byte.fm eine Playlist zusammenstellen dürfen, und nun fragte mich quu.fm, ob ich nicht Lust hätte, eine Stunde musikalisch zu bestreiten und dazu noch ein wenig interviewt zu werden. Wer kann dazu schon nein sagen? Und so könnt Ihr mich und mein bestechendes Gestammel heute Abend (Mi., 28.7.) ab 21 Uhr im Internet hören – und vor allem natürlich die 13 Songs, die ich ausgewählt habe. Soviel sei verraten: es handelt sich ausschließlich um erstklassige Spitzenware namhafter wie aufstrebender Künstler. :-) HIER findet Ihr die Website von quu.fm, wo ich in der Sendung Shuffle zu hören sein werde.
Ich denke, ich mache jetzt mal was. Nämlich spontan einen Song zu posten, der stilistisch EIGENTLICH gar nicht 100%ig zu meinem Blog passt, aber mir irgendwie doch sehr gut gefällt. Und zwar handelt es sich um die neue Single «Boy» der New Yorker Band Ra Ra Riot, die sie derzeit gegen Hinterlassung einer (funktionierenden) E-Mailadresse verschenken; als Vorboten des neuen Albums «The Orchard». Wie Stereogum es so schön beschreibt: „elegant and bittersweet orchestral pop“ – dort kann man sich den Song auch in ganzer Länge anhören.Veronica Falls - Beachy Head from Philippa Bloomfield on Vimeo.
"Porzellan" Teaser from Fotos on Vimeo.
Wer zuckersüßen Gitarrenpop der Marke Lightning Seeds mag, wird sich sicherlich bei den Klängen von On Returning aus Tranås wohl und zu Hause fühlen. Die Jungs haben gerade ihr Album «Thives like us» in einer abgespeckten Version auf Jamendo veröffentlicht, und dies zu einem vom Hörer frei festzusetzenden Preis, also auch als Gratisdownload. Acht Songs, die wirklich sehr britisch klingen und keine Angst vor leicht kitschigen Ausflügen haben – ein guter Soundtrack zum Sommer. Wer die kompletten 13 Songs des Albums haben will, kann diese auf der Bandcamp-Seite für 5$ bekommen. (Danke an Rodolfo für den Tipp!)
Die schwedischen Mädel von Liechtenstein sind wieder da und schreiben das nächste Kapitel ihrer C86/Tweepop-Saga. Mit «Passion for water» legen sie eine neue 3-Track-Single vor, die Ende Juli auf Fraction Discs erscheinen wird und die es bereits jetzt als Gratis-Download gibt.
Die Musikindustrie, vor allem die großen Majorlabel, kämpfen bekanntlich verzweifelt um ihre Pfründe. Immer häufiger wird deutlich, dass man sie eigentlich gar nicht braucht und die meisten Bands besser dran sind, wenn sie alternative Wege gehen, um ihre Musik an den Mann oder die Frau zu bringen. Radiohead wagte als erste „große“ Band den Schritt, mit Hilfe des damals revolutionär anmutenden Modells des „pay what you like“ ihr Album «In Rainbows» über das Internet zu vertreiben. Dank Websites wie Bandcamp ist diese Form des Verkaufs von mp3s inzwischen zu einer alltäglichen Sache geworden.Amants d'immeubles - Les Incendiaires from Les Incendiaires on Vimeo.
Na gut, dann will ich doch wenigstens ein Mal die Fußball-WM in meinem Blog erwähnt haben, jetzt wo es wieder einmal fast geschafft ist. Das sei hiermit geschehen. :-) Und indem ich eine neue All-Girl-Twee-Band aus dem Land des zukünftigen Weltmeisters (?) Spanien vorstelle: Aias. Die drei Mädel singen in Katalanisch und versehen ihre leicht hingeschrammelten Gitarren mit ein wenig Motown-Flair, das klingt angenehm, sommerlich und sympathisch. (Das Foto stammt von Alex Serrano.)
Ich hätte nie gedacht, dass mich der herkömmliche Shoegaze-Sound tatsächlich mal irgendwann anfangen würde, zu langweilen, aber nach der letzten Welle von Slowdive- und JAMC-Nachahmerbands bin ich froh, dass es auch Bands gibt, die ihre Musik in andere Achsrichtungen verschieben. School of Seven Bells, ein Trio aus New York, tauchte 2007 zum ersten Mal auf der großen weiten Bühne der gitarrenmeergeschwängerten Szene auf und wusste schon damals mit ihrem Debütalbum durchaus zu überzeugen. Nun liegt der Nachfolger vor – und «Disconnect from Desire» übertrifft zumindest meine Erwartungen bei weitem. Denn der Klangkosmos wird um elektronische Elemente erweitert, man beruft sich unüberhörbar auf die Cocteau Twins (vor allem stimmlich!) und pendelt zwischen DreamPop, Shoegaze und Electronica der guten Sorte. Wirklich ein Genuss für die Ohren! Am 13. Juli treten SVIIB übrigens im Molotow in Hamburg auf.
Deutschsprachige Gitarrenmusik ist ja so ein Thema für sich – oftmals klingt das zu bemüht und unrund. Dass es aber auch anspruchsvoll und tiefgründig und dabei treibend und unterhaltsam geht, zeigt das Schweizer Quintett Schöftland auf ihrem aktuellen Album «Der Schein trügt», das wirklich Spaß macht und zuweilen an frühe Element of Crime oder an Gisbert zu Knyphausen erinnert, bei Songs wie «Blaulicht» aber auch richtig losrockt. (Danke an Lie in the Sound für den Tipp!)
Was kommt heraus, wenn eine tolle aktuelle Band einen der großartigsten Song aller Zeiten covert? Nicht immer zwingend etwas ähnlich Großartiges, aber auf ihrer aktuellen «Covers»-EP wagen sich East Hundred an «Fade into you» von Mazzy Star – und schaffen es, dem Original durchaus gerecht zu werden. Freundlicher Weise gibt es sowohl dieses Lied wie auch ihre Version von «I’m on fire» kostenlos bei last.fm.
Eine gute russische Band nach der anderen taucht derzeit auf der Musikbühne auf – nach Punk TV, Hot Zex, Pinkshinyultrablast oder Motorama gibt es nun einen weiteren Act, der sich eher düsteren Klängen verschrieben hat und ordentlich ins 80er Wave-Glas geschaut hat: The Cheshire Strangler. Das Quartett aus Sankt Petersburg führt auf seiner Myspaceseite erstaunliche Einflüsse wie Bethany Curve oder Mahogany ins Feld, damit hat man bei mir auf jeden Fall schon mal eine gewisse Grundaufmerksamkeit geweckt. Glücklicherweise bestätigt die Musik diese Verheißungen auch, denn tatsächlich fühle ich mich an eine französischsprachige (!) und noch etwas dunklere Ausgabe der amerikanischen Post-Punk-Band For Against erinnert. Soeben wurde die Debüt-EP «L'ennui, l'echo, l'ennui» fertig gestellt, aus der ich Euch einen Song als exklusiven Download anbieten kann.
Dass aus Holland nicht nur Käse oder Tomaten kommen, sondern auch musikalisch einiges geschieht, zeigten vor einiger Zeit AC Berkheimer. Nach fast 2 Jahren Sendepause meldet sich das Quartett zurück auf der Indiebühne, und das gleich mit einer kompletten kostenlosen EP – «First in line by accident» kann auf der Seite ihres Labels Subroutine Records gegen Hinterlassung der E-Mail-Adresse heruntergeladen werden. Sie bleiben darauf ihrem Stil irgendwo zwischen My Bloody Valentine und verträumterem Indierock treu und haben mit «Off you go» sogar einen waschechten (Dream)Pop-Hit im Gepäck.
Inzwischen ist das einstige Phänomen, dass Label Alben komplett kostenlos zum Herunterladen anbieten ja erfreulicher Alltag geworden – welch bessere Promotion kann es für Bands geben? Killredrocketrecords hat nun eine 15-Track-Compilation zusammengestellt, zu der 5 Bands jeweils 3 Lieder beigesteuert haben. Stilistisch geht es auf «Decadence» eher düster zu – da gibt es Post-Punk (Bloody Knives, Was She A Vampire), Indierock und Noisepop (Stellarium). Wie üblich sind nicht alle Songs toll, aber bei dem „Preis“ sollte man als Freund dunkler Klänge schon mal ein Ohr riskieren.
Slumberland Records bringt ja Jahr für Jahr unverdrossen neue Perlen des Schrammel-/C86-/Gitarrenpops auf den markt und bleibt sich auch 2010 treu. The Procedure Club unterstreichen den Führunsganspruch des Labels in diesem Segment, denn ihr soeben erschienenes Album «Doomed» bietet fuzzy Gitarren und Lo-Fi-Produktion deluxe (um mal im Denglisch-Kauderwelsch der Reklamesprache zu parlieren). Dass die insgesamt 11 Songs zu glatt poliert klängen kann man ihnen wahrlich nicht vorwerfen – statt dessen zeigt das Duo aus New Heaven, wie Musik in den 80ern oft klang: roh und direkt. Klar wird hier den üblichen Heroen wie den Jesus & Mary Chain gehuldigt (und ein wenig an die Vivian Girls erinnert), aber Spaß macht es trotzdem (zumindest phasenweise - manches auf dem Album ist auch etwas arg dilettantisch)!
Ja, großartig, in New York lebt und bebt auch die Dreampopszene. Bereits 2009 veröffentlichte das Quartett Her Vanished Grace ihr neuestes, ihr fünftes Album «Blue», doch erst jetzt stoße ich eher per Zufall darauf. Da diese Band nicht nur die üblichen (Slowdive, Cocteau Twins, Chameleons) und etwas unüblichere Verdächtige (Curve, The Pale Saints), sondern auch etwas schrammeligere Sounds wie PJ Harvey oder Glasvegas zu ihren Einflüssen zählt, bekommen wir keine lupenreinen, wabernden Gitarrenmeere, sondern eher leicht durch den Feedbackfilter gejagten Indierock mit schwebendem Timbre. Alles sehr angenehm! Und da ihr Label gleich drei Songs als kostenlosen Download spendiert, gibt es sowieso nichts zu meckern.