
Retro. Aus dem Munde mancher selbsternannter Musikkritiker ein böses Wort. Dennoch kann man mich ja bekanntlich durchaus mit Projekten ködern, deren Sound an die 80er/frühen 90er angelehnt ist.
Gruff Rhys, seines Zeichens bei den
Super Furry Animals aktiv, legt nun mit seinem Nebenprojekt
Neon Neon solch eine Scheibe vor, die sich gnaden- und schamlos bei vielem, was gut war in den 80ern, bedient: analoge Synthies beispielsweise. Poppiger Waveklang à la Duran Duran. Elektrobeats. Und sogar Rap- und Funk-Einlagen (die teilweise schon etwas nerven). All sowas findet sich auf
«Stainless style», dem Neon Neon-Debütalbum, das einen schnurstracks zurück in die damalige Zeit beamt. Und die Songs klingen wirklich so, als wenn die Musiker eine Menge Spaß gehabt hätten. Also eine sehr unterhaltsame Angelegenheit.
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